Hertha schlägt Paderborn in Spiel eins nach Klinsmann

Maximilian Mittelstadt im Zweikampf mit Ben Zolinski

SC Paderborn 07 - Hertha BSC 1:2

Hertha schlägt Paderborn in Spiel eins nach Klinsmann

Hertha BSC hat das erste Spiel nach dem plötzlichen Abgang von Trainer Jürgen Klinsmann gewonnen. Die Berliner besiegten am 22. Bundesliga-Spieltag Schlusslicht SC Paderborn mit 2:1 (1:0).

Herthas Trainer Jürgen Klinsmann hatte am Dienstag (11.02.2020) via Facebook überraschend seinen Rücktritt verkündet. In Paderborn stand deshalb am Samstrag (15.02.2020) beim 2:1 (1:0)-Auswärtssieg Alexander Nouri an der Seitenlinie. Er hatte zuvor 21 Spiele als Cheftrainer allesamt nicht gewonnen.

Dedryck Boyata (10.) und ein Eigentor von Paderborns Jamilu Collins (66.) sorgten für das Ende dieser schwarzen Serie. Den Paderbornern gelang durch Dennis Srbeny (51.) nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

Hertha zehn Punkte vor SCP

Hertha sammelte damit wichtige drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg und vergrößerte den Abstand auf den direkten Konkurrenten aus Paderborn auf satte zehn Punkte. Der SCP verpasste es dagegen, zumindest zeitweise auf den Relegationsplatz zu springen und bleibt mit 16 Punkten Tabellenletzter.

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Der SCP war in den ersten Minuten das aktivere Team, das Tor schoss aber die Hertha. Santiago Ascacibar flankte den Ball im Anschluss an eine Ecke in den Strafraum, wo sich Boyata gegen Klaus Gjasula durchsetzte und per Kopf ins lange Eck traf (10.). Die Berliner blieben in der Folge griffig und trafen auch erneut. Stürmer Krzysztof Piatek spielte den Ball bei seiner Vorarbeit auf Cunha aber mit der Hand, sodass Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus das Tor zurücknahm.

Der SCP tat sich über die gesamte erste Hälfte schwer, gegen tief stehende Berliner Chancen zu kreieren. Die beste Paderborner Gelegenheit vergab der auffällige Kai Pröger kurz vor der Pause, als er den Ball freistehend aus sieben Metern nicht auf das Berliner Tor bekam (44.).

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Srbeny trifft zum Ausgleich

SCP-Trainer Steffen Baumgart reagierte nach der Pause und brachte Srbeny für Ben Zolinski ins Spiel. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte, denn Srbeny traf sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich – auf kuriose Art und Weise. Der Stürmer zog von der Torauslinie ab, Hertha-Keeper Rune Jarstein lenkte den Ball mit dem Oberarm ins eigene Tor (51.).

Der SCP war in dieser Phase druckvoller, verpasste es aber weiter, klare Chancen zu kreieren. Die Szene des Spiels lieferte dann Cunha, der nach 62 Minuten plötzlich frei auf SCP-Keeper Leopold Zingerle zulief. Aber statt den Ball am Torwart vorbeizuschieben, versuchte er es mit einem halbherzigen Lupfer, den Zingerle locker parieren konnte.

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Collins‘ Klärungsversuch misslingt

Nur vier Minuten später machte es der Zugang aus Leipzig aber besser. Zunächst konnte Zingerle noch gegen Vladimir Daria und Piatek klären, den Abpraller brachte Cunha mit der Hacke Richtung Tor, Collins' Klärungsversuch landete im eigenen Tor – 2:1 für die Hertha. Paderborn drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich und versuchte es aus allen Lagen. Die beste Chance vereitelte der eingewechselte Jordan Torunarigha, der Sebastian Vasiliadis in letzter Sekunde am Torschuss hinderte. So blieb es am Ende beim Erfolg für die Berliner.

"Das ist sehr bitter", sagte SCP-Kapitän Christian Strohdiek nach dem Spiel am Sportschau-Mikrofon. "Wir haben wieder einen Riesenaufwand betrieben und stehen wieder mit leeren Händen da. Die Enttäuschung ist groß, aber wir lassen uns nicht umwerfen." Baumgart ergänzte: "Wir hatten heute eine große Chance gegen einen direkten Konkurrenten. Die haben wir nicht genutzt, aber das lag an keinem anderen als an uns selbst."

Stark: "Vergangene Woche darf kein Thema sein"

Nouri zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: "Nach dem ganzen Trubel freue ich mich unheimlich für das Team, das sich für einen großen Kampf mit drei Punkten belohnen konnte", sagte er der Sportschau. Kapitän Niklas Stark sagte: "Da sind schon ein paar Steinchen vom Herzen gefallen, das waren wichtige drei Punkte. Die vergangene Woche darf jetzt erst einmal kein Thema sein. Wir müssen als Mannschaft die Punkte holen. Wir haben jetzt schwere Spiele vor uns und die sind wichtig."

Für die Hertha steht am kommenden Spieltag das nächste Duell gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf an, wenn am Samstag (22.02.2020) der 1. FC Köln ins Olympiastadion kommt. Der SCP ist einen Tag vorher beim FC Bayern München zu Gast.

Fußball · Bundesliga · 22. Spieltag 2019/2020

Samstag, 15.02.2020 | 15.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Zingerle – Jans (75. Dräger), Strohdiek, Schonlau, Collins – Gjasula (86. S. Michel), Vasiliadis – Pröger, Zolinski (46. Srbeny), Antwi-Adjej – Mamba

1
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – N. Stark (70. Torunarigha), Boyata, Rekik – Pekarik, Skjelbred (46. Darida), Ascacibar, Mittelstädt – Maier – Piatek, Matheus Cunha (83. Ibisevic)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Boyata (10.)
  • 1:1 Srbeny (51.)
  • 1:2 Collins (67./Eigentor)

Strafen:

  • gelbe Karte N. Stark (4 )
  • gelbe Karte Schonlau (2 )
  • gelbe Karte Matheus Cunha (1 )
  • gelbe Karte Collins (6 )

Zuschauer:

  • 14.687

Schiedsrichter:

  • Bibiana Steinhaus (Hannover)

Vorkommnisse:

  • Tor von Cunha (Hertha) nach Videobeweis (Handspiel) zurückgenommen (19.).

Stand der Statistik: Montag, 17.02.2020, 02:13 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Tore 1 2
Schüsse aufs Tor 5 7
Ecken 5 8
Abseits 5 0
gewonnene Zweikämpfe 114 117
verlorene Zweikämpfe 117 114
gewonnene Zweikämpfe 49,35 % 50,65 %
Fouls 14 12
Ballkontakte 612 569
Ballbesitz 51,82 % 48,18 %
Laufdistanz 114,9 km 115,84 km
Sprints 221 216
Fehlpässe 73 53
Passquote 80,38 % 82,33 %
Flanken 12 8
Alter im Durchschnitt 26,8 Jahre 27,2 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 15.02.2020, 17:29

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