Frankfurt rettet sich mit spätem Doppelschlag gegen Freiburg

Martin Hinteregger im Zweikampf mit Roland Sallai

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 3:3

Frankfurt rettet sich mit spätem Doppelschlag gegen Freiburg

Eintracht Frankfurt hat dank großer Moral gegen den SC Freiburg die sechste Niederlage in Serie abgewendet, sich aber nicht für einen überlegenen Auftritt mit dem ersten Bundesligasieg seit Anfang Februar belohnt.

Nach einer bedenklichen Chancenverwertung und einem Zwei-Tore-Rückstand retteten die Hessen am Dienstagabend (26.05.2020) beim 3:3 (1:1) gegen die Breisgauer zumindest einen Punkt.

Vincenzo Grifo (28. Minute), Nils Petersen (67.) und Lucas Höler (69.) trafen für die über weite Strecken klar unterlegenen, aber höchst effektiven Freiburger. Die Tore von André Silva (35.), Daichi Kamada (79.) und Timothy Chandler (82.) reichten für die Frankfurter noch zum Unentschieden.

Adi Hütter wusste nicht so recht, was er von diesem Ergebnis halten sollte. "Wenn man das ganze Spiel sieht, verlieren wir zwei Punkte. Toll aber, wie die Mannschaft wieder zurückgekommen ist. Am Ende ist es aber ein sehr wichtiger Punkt", sagte der Eintracht-Trainer der Sportschau.

Freiburgs Trainer Christian Streich war nach der verspielten Führung enttäuscht. "Wenn wir nicht in allen Bereichen an die letzte Kante gehen, dann sind uns andere Manschaften individuell überlegen."

Die Eintracht schlägt zurück

Die ersten Minuten gehörten zwar den Gästen, richtig gefährlich wurde Freiburg zunächst aber nicht. Ganz anders die Hessen, für die Filip Kostic (7./13.) gleich zweimal die Führung vergab. Auch Dost (21.) zielte zu ungenau. Das rächte sich wenig später, als Grifo mit einem Schuss unter die Latte traf. Makoto Hasebe hatte noch leicht abgefälscht.

Die Eintracht ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken und schlug durch Silva zurück. Der Portugiese staubte aus Nahdistanz per Kopf zu seinem sechsten Saisontor ab, nachdem Schwolow einen Schuss von Kamada zu kurz abgewehrt hatte.

Frankfurt blieb am Drücker und hätte vor der Pause in Führung gehen können, doch Kostic (40.) und Kamada (43.) scheiterten erneut an Schwolow. Auch nach dem Wechsel waren die Hessen sofort auf Betriebstemperatur. Silva (47.) verpasste mit einem Schuss aus 16 Metern nur knapp seinen zweiten Treffer.

Chancen im Minutentakt

Fast im Minutentakt erarbeitete sich das Team von Trainer Hütter Torchancen. Doch die Abschlussschwäche war das größte Manko der Eintracht, die sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugte. Kamada (53.) brachte den Ball völlig frei aus zentraler Position nicht an Schwolow vorbei, ein Kopfball von Silva (55.) verfehlte das Ziel und Martin Hinteregger (56.) scheiterte ebenfalls am glänzend aufgelegten Schwolow.

Der Gästetorwart blieb nach gut einer Stunde auch Sieger gegen Dost, den Nachschuss setzte Silva an die Latte. Die Gäste waren wesentlich effizienter. Petersen traf nach einem Freistoß per Kopf, 120 Sekunden später schloss Höler einen Konter erfolgreich ab.

Doch Frankfurt gab nicht auf und zeigte eine starke Mentalität. Mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten brachten Kamada und Chandler die Hessen wieder heran - nun bot sich sogar noch die Chance zum Sieg. In der 86. Minute lenkte Schwolow einen Schuss von Dominik Kohr über die Latte.

Hütter: "Glasklare Chancen müssten für mehrere Bundesliga-Partien reichen" Sportschau 26.05.2020 01:44 Min. Verfügbar bis 26.05.2021 Das Erste

Chandler über Freiburgs Torwart: "Kam mir vor, als hätte er acht Arme und sieben Beine gehabt"

Sportschau 26.05.2020 01:26 Min. Verfügbar bis 26.05.2021 ARD

Petersen: "Man muss es zu Ende gespielt kriegen"

Sportschau 26.05.2020 01:46 Min. Verfügbar bis 26.05.2021 ARD Von Philipp Hofmeister

Am kommenden Samstag (30.05.2020) muss Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg antreten. Der SC Freiburg empfängt bereits am Freitagabend Bayer 04 Leverkusen (20.30 Uhr).

Statistik

Fußball · Bundesliga · 28. Spieltag 2019/2020

Dienstag, 26.05.2020 | 20.30 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Trapp – Ilsanker, Hasebe, Hinteregger (90. N´Dicka) – Touré (81. Chandler), Torró (46. Kohr), Rode (74. de Guzmán) – Kamada, Kostic – A. Silva, Dost (74. Gacinovic)

3
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Schmid, R. Koch, Gulde, Günter – Abrashi (87. Frantz), Höfler – Sallai (59. Lienhart), Grifo (82. Kwon) – Höler, L. Waldschmidt (59. Petersen)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Grifo (28.)
  • 1:1 A. Silva (35.)
  • 1:2 Petersen (67.)
  • 1:3 Höler (69.)
  • 2:3 Kamada (79.)
  • 3:3 Chandler (82.)

Strafen:

  • gelbe Karte L. Waldschmidt (2 )
  • gelbe Karte Rode (3 )
  • gelbe Karte Ilsanker (5 )
  • gelbe Karte Hasebe (3 )
  • gelbe Karte Gacinovic (1 )

Schiedsrichter:

  • Martin Petersen (Stuttgart)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Dienstag, 26.05.2020, 22:26 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 26.05.2020, 22:30

Darstellung: