Leverkusen verliert auch bei Eintracht Frankfurt

Edmond Tapsoba (m.) bei seinem Eigentor gegen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 2:1

Leverkusen verliert auch bei Eintracht Frankfurt

Lange Zeit verliert Bayer Leverkusen gar nicht, nun zum zweiten Mal hintereinander. Der 2:1-Sieg von Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga gegen die Mannschaft von Trainer Peter Bosz war verdient.

Das gaben die Leverkusener später sogar offiziell über ihre Vereinskanäle zu. "In diesem Sinne: Glückwunsch an die Eintracht", schrieb der Werksklub bei Twitter.

Zwei Wochen nach der bitteren Niederlage in letzter Sekunde gegen Rekordmeister Bayern München (1:2) reichte Leverkusen der wunderschöne Hackentreffer von Nationalspieler Nadiem Amiri (10.) nicht. "Wir sind nicht auf Spannung gekommen. Bei uns war kein Leben drin", ging Amiri im Gespräch mit dem ARD-Hörfunk hart mit sich und seinen Kollegen ins Gericht.

Trainer Bosz klagte: "Wir wollten heute guten Fußball spielen. Aber das ist nur möglich, wenn allem voran der Siegeswillen zu spüren ist. Der war die letzten Spiele immer da, heute nicht."

Nadiem Amiri: "Frankfurt war klar besser"

Sportschau 02.01.2021 01:34 Min. Verfügbar bis 02.01.2022 ARD


Die Eintracht stellte dank des ersten Treffers von Amin Younes (22.) im Trikot der Eintracht und eines Eigentores von Edmond Tapsoba (54.) den Sieg sicher und in der Tabelle den Anschluss an die Europacup-Ränge her.

"Wir hatten tolle Ballstafetten dabei, haben richtig gut verteidigt, die Balance hat gut funktioniert. Die Art und Weise hat mir imponiert. Wenn wir so spielen wie heute, sind wir in der Lage, einigen Mannschaften wehzutun", freute sich Frankfurts Trainer Adi Hütter. Nach dem zweiten Sieg hintereinander mahnte er aber auch: "Wir sollten die Kirche nichtsdestotrotz im Dorf lassen."

Hütter: "Wir sind auf Tuchfühlung" Sportschau 02.01.2021 00:38 Min. Verfügbar bis 02.01.2022 Das Erste

Weiser als Linksverteidiger

Der Werkself fehlten nach den positiven Corona-Tests bei Daley Sinkgraven und Wendell beide Linksverteidiger, Mitchell Weiser rückte dafür in die von Verletzungssorgen geplagte Leverkusener Mannschaft. Dennoch hatte Bosz die Forderung gestellt, "gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder ganz konzentriert da" zu sein.

Nach anfänglichen Problemen mit dem hohen Pressing des Teams von Trainer Adi Hütter setzte die Bosz-Elf gleich den ersten Glanzpunkt. Jungstar Florian Wirtz lupfte den Ball sehenswert zu Amiri, der erst Erik Durm austanzte und anschließend mit der Hacke durch die Beine von Eintracht-Keeper Kevin Trapp vollendete.

Hütter: "Kein glücklicher, sondern verdienter Sieg"

Sportschau 02.01.2021 03:30 Min. Verfügbar bis 02.01.2022 ARD Von Tim Brockmeier


Feiner Pass von Sow

Auf der Gegenseite erspielten sich die Hessen ohne den gelbgesperrten Antreiber Sebastian Rode ein Chancenplus und antworteten durch Younes, der nach feinem Pass des ganz starken Djibril Sow mit seinem ersten Treffer den Ausgleich erzielte. Kurz darauf verpasste der quirlige Offensivmann in der besten Phase der Frankfurter die Führung - aus kurzer Distanz verzog er über das Tor (39.).

Schnelles Wiedersehen im Pokal

Nach einer hochklassigen und temporeichen ersten Hälfte lieferten sich die beiden Teams, die bereits am 12. Januar in der verlegten Zweitrundenpartie des DFB-Pokals erneut aufeinander treffen, weiter ein umkämpftes Duell. Den zielstrebigeren Eindruck machte Hütters Mannschaft, die von Tapsobas Rettungsaktion ins eigene Tor profitierte.

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Die Heimelf blieb auch dank Andre Silva über Konter gefährlich. Der Portugiese, der derzeit der einzige verfügbare Angreifer bei den Hessen ist, könnte demnächst Unterstützung im Angriff erhalten. Die Eintracht soll nach dem Abgang von Bas Dost (FC Brügge) an Bayern-Stürmer Joshua Zirkzee (19) interessiert sein.

Hinteregger im Glück

Gegen Leverkusen fehlten Hütter noch die Optionen, um offensiv nachzulegen. Nachdem Daichi Kamada die große Chance zum 3:1 (73.) vergeben hatte, drängte Leverkusen nach vorne. Mit den Einwechslungen von Lucas Alario, Kerem Demirbay und Karim Bellarabi erhöhte Bosz in der Schlussphase den Druck. Eine Rettungstat von Frankfurts Martin Hinteregger landete an der Latte des eigenen Tores (82.).

Eintracht jetzt in Mainz

Für Eintracht Frankfurt geht es am Samstag (09.01.2021) um 15.30 Uhr beim 1. FSV Mainz 05 weiter. Leverkusen empfängt zeitgleich Werder Bremen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2020/2021

Samstag, 02.01.2021 | 15.30 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Trapp – Abraham, Hinteregger, N´Dicka – Hasebe, Sow – Durm (87. Touré), Kostic – Younes (76. Kohr), Kamada (76. Barkok) – A. Silva

2
Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Hradecky – Dragovic, Tah, Tapsoba, Weiser (68. Demirbay) – Baumgartlinger – Wirtz (68. Alario), Amiri – Bailey, Schick, Diaby (68. Bellarabi)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Amiri (10.)
  • 1:1 Younes (22.)
  • 2:1 Tapsoba (54./Eigentor)

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Samstag, 02.01.2021, 17:24 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 02.01.2021, 17:23

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München3274
2.RB Leipzig3264
3.VfL Wolfsburg3260
4.Bor. Dortmund3258
5.Eintr. Frankfurt3257
6.Bayer Leverkusen3251
 ...  
13.Hertha BSC3234
14.FC Augsburg3233
15.Werder Bremen3231
16.Arm. Bielefeld3231
17.1. FC Köln3229
18.FC Schalke 043213
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