Elf des Spieltags - Offensiv-Power und ein Überraschungs-Keeper

Elf des Spieltags - Offensiv-Power und ein Überraschungs-Keeper

Josip Brekalo glänzte am 32. Spieltag. Und wer nach drei Treffern nur noch ein weiteres Tor benötigt, um den Torrekord von Gerd Müller zu knacken, darf ebenfalls nicht in der Elf des Spieltags fehlen.

Fabian Bredlow

Tor - Fabian Bredlow (VfB Stuttgart): Etatmäßig ist Bredlow beim VfB Stuttgart nur der Ersatzkeeper. Aber gegen den FC Augsburg agierte er wie eine Nummer 1. Seine Vorderleute konnten sich bei ihm bedanken, dass sie drei Punkte mitnahmen, denn der Stuttgarter Schlussmann entschärfte reihenweise Schüsse und war der Garant für den Sieg. Überragend waren seine Paraden gegen Marco Richter (26. + 44. Min.) Und auch sonst zeigte Bredlow ein Spiel ohne Fehl und Tadel.

Tor - Fabian Bredlow (VfB Stuttgart): Etatmäßig ist Bredlow beim VfB Stuttgart nur der Ersatzkeeper. Aber gegen den FC Augsburg agierte er wie eine Nummer 1. Seine Vorderleute konnten sich bei ihm bedanken, dass sie drei Punkte mitnahmen, denn der Stuttgarter Schlussmann entschärfte reihenweise Schüsse und war der Garant für den Sieg. Überragend waren seine Paraden gegen Marco Richter (26. + 44. Min.) Und auch sonst zeigte Bredlow ein Spiel ohne Fehl und Tadel.

Abwehr - Waldemar Anton (VfB Stuttgart): Anton begann gegen Augsburg in der Abwehrmitte und rückte dann zur Halbzeit nach rechts hinten. Auf seinen Einsatzwillen ist Verlass, was ihn zu einem der Saisongewinner beim VfB macht. Er hatte überragende 112 Ballkontakte. Auch seine Zweikampfquote von 63 Prozent kann sich sehen lassen. 

Abwehr - Lukas Kübler (SC Freiburg): Seine Schnelligkeit half dem Freiburger Spiel enorm, denn seine Flanke vor dem 1:0 ebnete die Führung gegen den 1. FC Köln. Er zog mit 33,9 km/h den schnellsten Sprint aller Spieler an. Dazu stand er hinten sicher, gewann 62 Prozent seiner Zweikämpfe und leistete sich nur wenige Fehlpässe. 

Abwehr - Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund): Der Linksverteidiger beteiligte sich wie gewohnt rege am Offensivspiel seiner Mannschaft und war mit 87 Ballbesitzphasen aufseiten des BVB mit Abstand am häufigsten am Ball. Im Zusammenspiel mit Jadon Sancho bereitete der technisch starke Portugiese zwei Tore vor und gab selbst drei Torschüsse ab. Auch in der Defensive hatte Guerreiro seine Seite weitestgehend im Griff.

Mittelfeld - Thomas Müller (Bayern München): Und dann waren es wieder zwei Assists mehr für den zehnmaligen deutschen Meister mit den Bayern. Müller ist ein Ereignis: Seine Anweisungen und Kommentare auf dem Platz sind über 90 Minuten klar vernehmbar. Aber übers Reden vergisst "Radio Müller" das Spielen nicht: sehenswerte Vorlage für einen Lewandowski-Treffer, das zweite machte der Routinier selbst.

Mittelfeld - Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim): Was wäre Hoffenheim ohne Kramaric? Gegen Schalke 04 entschied er die Partie nahezu im Alleingang. Ein Tor (der 18. Saisontreffer) und zwei Vorlagen zeugen einmal mehr davon, welche Sonderstellung der 29-Jährige für sein Team hat. Dass der linke offensive Mittelfeldspieler mit 11,2 Kilometern die größte Laufleistung seiner Mannschaft zeigte, beweist, dass er keine Starallüren hat, sondern auch hart für sein Team arbeitet. 

Mittelfeld - Jadon Sancho (Borussia Dortmund): Mit seinen beiden Toren in der zweiten Halbzeit hatte Sancho elementaren Anteil am wichtigen Erfolg der Dortmunder gegen RB Leipzig. Beide Tore waren Abbild der großen Klasse des Engländers, der mit Spielwitz, Beweglichkeit und Abschlussstärke überzeugte. Obendrein zog Sancho 33 Sprints an - zusammen mit Mitspieler Marco Reus Bestwert beim BVB.

Mittelfeld - Vincenzo Grifo (SC Freiburg): Grifo war der Matchwinner der Freiburger beim Sieg gegen Köln. Er war an allen vier Freiburger Toren beteiligt, schoss dabei eines selbst. Er spielte hervorragende Pässe in die Schnittstellen und war bester Freiburger auf dem Platz. Mit neun Treffern ist er jetzt wieder alleiniger Freiburger Torjäger. Er wurde von den Kölnern oft unter Druck gesetzt, dennoch gelangen ihm zwei Torvorlagen. 

Mittelfeld - Marco Reus (Borussia Dortmund): Dortmunds Kapitän scheint wieder der alte zu sein. Wie schon beim Pokalhalbfinale gegen Holstein Kiel (5:0) präsentierte sich Reus spritzig und voller Spielfreude. Der 31-Jährige spulte mit 11,5 gelaufenen Kilometern ein größeres Pensum als jeder andere Spieler auf dem Feld ab, war an acht Torschüssen direkt beteiligt und brachte seine Mannschaft mit einem sehenswerten Treffer auf die Siegerstraße.

Angriff - Robert Lewandowski (Bayern München): Uns fallen keine Superlative mehr ein für den Weltfußballer des Jahres. Drei Tore für den Angreifer, der jetzt bei unfassbaren 39 Ligatoren in dieser Saison steht - das zweite war nach Zuspiel von Thomas Müller wieder Mal eins der Marke Weltklasse. Bei aller Wehmut, die so manchen Fußballromantiker befallen könnte, wenn der Rekord von Gerd Müller aus der Saison 1970/71 (40) fiele: Lewandowski wäre ein würdiger neuer Rekordhalter.

Angriff - Josip Brekalo (VfL Wolfsburg): VfL-Trainer Oliver Glasner gab Brekalo den Vorzug vor Yannick Gerhardt und tat einen Glücksgriff. Der Kroate auf der Linksaußen-Position erzielte alle drei Tore gegen Union Berlin - und das ziemlich effektiv. Für seine drei Treffer benötigte er nur fünf Torschüsse. Darüber hinaus sprühte Brekalo nur so vor Spielfreude, wirkte zuweilen omnipräsent und wurde so zum Mann des Spiels.

Die Elf des 32. Spieltags in der Übersicht:

Stand: 10.05.2021, 07:00 Uhr

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