Frankfurt und Leipzig stürmen die Spieltags-Elf

Frankfurt und Leipzig stürmen die Spieltags-Elf

Ein Spiel des Jahres in Frankfurt, ein Spiel des Jahres in Leipzig: Das abgelaufene Bundesliga-Wochenende war ein Feuerwerk. Mit Folgen natürlich auch für die sportschau.de-Elf des Spieltags.

Flekken im 1 gegen 1 mit Klaassen

Tor - Mark Flekken (SC Freiburg): Weil mit Alexander Schwolow Freiburgs Nummer eins ausfällt, darf Flekken derzeit das Tor der Breisgauer hüten. Gegen Bremen lieferte er gute Argumente, auch in den kommenden Wochen im Tor zu stehen. Flekken bewahrte seine Mannschaft mehrmals vor einem höhren Rückstand, vor allem gegen Leonardo Bittencourt und Milot Rashica. Seine wichtigste Parade zeigte Flekken aber in der Nachspielzeit, als er einen Kopfball von Ömer Toprak von der Linie kratzte und so den Freiburger Punktgewinn festhielt.

Tor - Mark Flekken (SC Freiburg): Weil mit Alexander Schwolow Freiburgs Nummer eins ausfällt, darf Flekken derzeit das Tor der Breisgauer hüten. Gegen Bremen lieferte er gute Argumente, auch in den kommenden Wochen im Tor zu stehen. Flekken bewahrte seine Mannschaft mehrmals vor einem höhren Rückstand, vor allem gegen Leonardo Bittencourt und Milot Rashica. Seine wichtigste Parade zeigte Flekken aber in der Nachspielzeit, als er einen Kopfball von Ömer Toprak von der Linie kratzte und so den Freiburger Punktgewinn festhielt.

Abwehr - Pawel Kaderabek (TSG 1899 Hoffenheim): Das Spiel gegen Paderborn war ein Beleg dafür, wie offensiv der gelernte Außenverteidiger Kaderabek mittlerweile agiert - ein Tor, eine Vorlage, vier Torschüsse. War viel unterwegs und extrem aktiv. Viele der Hoffenheimer Angriffe liefen über den Tschechen.

Abwehr - Lukas Klostermann (RB Leipzig): Dass der 23-Jährige gegen Mainz 05 zum ersten Mal seit seiner Jugendzeit wieder in der Innenverteidigung auflief, merkte man ihm nicht an. Klostermann, eigentlich auf der Außenverteidigerposition zu Hause, machte seine Sache im Zentrum gut, wies eine Passquote von 96 Prozent auf und lieferte kurz vor Schluss der Partie noch die Vorlage, die Timo Werner zum 8:0-Endstand nutzte.

Abwehr - Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): Der Serbe war der auffälligste Spieler auf dem Feld. Ein Tor, zwei Torvorlagen, sechs Torschüsse sprechen Bände. War immer beteiligt, wenn es gefährlich wurde. Dazu kamen 79 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mann. Kostic ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann.

Mittelfeld - Danny da Costa (Eintracht Frankfurt): Da Costa hatte fast bei jedem Frankfurter Tor gegen die Bayern seine Füße mit im Spiel. Beim 1:0 und 3:1 war er direkt beteiligt, extrem fleißig und umtriebig. So kurbelte er die Offensive seiner Mannschaft immer wieder an und trieb seine Mannschaft mit seiner Leistung zum Sieg.

Mittelfeld - Thorgan Hazard (Borussia Dortmund): Hazard war einer der Aktivposten beim BVB. Bereits im ersten Durchgang wurde der überwiegende Teil der Angriff über den Belgier abgewickelt. Aber erst nach dem Seitenwechsel zeigten seine Ideen die gewünschte Wirkung. Die Führung erzielte er selbst per Flachschuss. Nur sechs Minuten später bereitete er das 2:0 durch Guerreiro vor. Neben der Torgefahr, die er ausstrahlte, lief Hazard mit 11,5 Kilometern viel und führte die meisten Zweikämpfe (27) aller BVB-Profis.

Mittelfeld - Erik Thommy (Fortuna Düsseldorf): Der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Flügelflitzer machte im Rhein-Derby gegen Köln eines seiner besten Spiele im Fortuna-Trikot. Dabei fiel er nicht nur mit seinem entscheidenden Treffer zum 2:0 positiv auf, als er Gegenspieler Kingsley Schindler cool ausspielte. Thommy lief elf Kilometer, nur Kollege Niko Gießelmann erreichte bei der Fortuna den gleichen Wert. Darüber hinaus führte Thommy auch noch 27 Zweikämpfe, so viele wie sonst niemand in seinem Team. Starke Leistung.

Angriff - Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach): Weil der Franzose im Sommer erst spät zur Borussia kam, fehlen ihm Teile der Vorbereitung - aber er macht das Allerbeste daraus. In Leverkusen absolvierte er gerade mal 20 Sprints und 49 intensive Läufe - deutlich weniger als beispielsweise sein Nebenmann Patrick Herrmann (31/84). Aber vor dem Tor hat er dadurch in den entscheidenden Situationen die Ruhe weg: Das 1:0 von Oscar Wendt bereitete er perfekt vor, das 2:1 erzielte er nach Herrmanns Hereingabe selbst.

Angriff - Goncalo Paciencia (Eintracht Frankfurt): Sorgte wahrscheinlich für die Schlüsselszene des Spiels, als er die Notbremse von Jérôme Boateng auslöste. Arbeitete, rackerte, leitete Tore ein. Vier Torschüsse, drei Torschussvorlagen. Klasse auch sein Zusammenspiel mit Rode vor dem Tor von Sow. Belohnte sich für seine starke Partie mit dem eigenen Tor kurz vor Schluss.

Angriff - Nils Petersen (SC Freiburg): Zwei Tore fehlen Petersen jetzt noch, um Joachim Löw als Rekordtorschützen des SC Freiburg abzulösen. Aber auch so rettete Petersen mit dem Doppelpack gegen Bremen einen Punkt, zum anderen zeigte er mal wieder, was ihn ausmacht: Bei seinem ersten Treffer zeigte er seine ganze Cleverness, als er Werders Torhüter Jiri Pavlenka den Ball abluchste. Bei seinem zweiten Tor – in der Nachspielzeit – waren es dann sein Kampfeswille und sein Tor-Instinkt.

Angriff - Timo Werner (RB Leipzig): Um den deutschen Nationalstürmer kommt man in der Elf des Spieltags nicht herum. Werner traf beim 8:0 der Leipziger gegen Mainz dreimal selbst und bereitete dazu noch drei weitere Treffer vor, spielte außerdem zweimal den vorletzten Pass. Prinzipiell war er also an jedem Tor beteiligt. Es gelang ihm schlichtweg alles. Seine Schnelligkeit nutzte er eiskalt aus, er presste intensiv und überzeugte auch noch mit einer starken Passquote von über 93 Prozent.

Die Elf des 10. Spieltags im Überblick

Stand: 04.11.2019, 08:18 Uhr

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