Schwarz-Gelbe Schaltzentrale in der Elf des Spieltages

Schwarz-Gelbe Schaltzentrale in der Elf des Spieltages

Am ersten Geister-Spieltag der Bundesliga-Geschichte ist vor allem Borussia Dortmund der Kaltstart gelungen. Gleich vier Spieler des BVB stehen in der Elf des 26. Spieltages. Aber auch bei Gladbach, Leverkusen oder Freiburg gab es "Blitzstarter".

Mainz-Torhüter Florian Müller klärt vor Kölns Mark Uth

Tor - Florian Müller (1. FSV Mainz 05): Der Vertreter des verletzten Robin Zentner war bei beiden Gegentoren machtlos, wenn er aber etwas tun konnte, war er da. Gerade bei den Paraden gegen Skhiri und gegen Cordoba im zweiten Durchgang bewies er seine blitzschnellen Reflexe. Auch seine Ausflüge aus dem Tor hatten an diesem Tag allesamt Hand und Fuß.

Tor - Florian Müller (1. FSV Mainz 05): Der Vertreter des verletzten Robin Zentner war bei beiden Gegentoren machtlos, wenn er aber etwas tun konnte, war er da. Gerade bei den Paraden gegen Skhiri und gegen Cordoba im zweiten Durchgang bewies er seine blitzschnellen Reflexe. Auch seine Ausflüge aus dem Tor hatten an diesem Tag allesamt Hand und Fuß.

Abwehr - Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg): Der flinke Wolfsburger Rechtsverteidiger machte gegen Augsburg eine mehr als ordentliche Partie und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Mbabu hatte 103 Ballkontakte und brachte 75 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mitspieler. Dazu gewann er auch drei Viertel seiner Zweikampfduelle. Die Krönung war aber seine Vorlage zum Siegtreffer von Ginczek.

Abwehr - Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen): Dass die beiden Bremer Spitzen Milot Rashica und Davie Selke quasi unsichtbar blieben, war maßgeblich das Verdienst von Tapsoba. Überragende Vorstellung des Innenverteidigers, der die meisten Zweikämpfe auf dem Platz gewann (13) und auch im Aufbau immer wieder zeigte, warum Jonathan Tah derzeit keine Chance mehr auf die Startelf hat.

Abwehr - Mats Hummels (Borussia Dortmund): Außer den Torleuten lief zwar kein Spieler auf dem Platz weniger als Dortmunds Abwehrorganisator, aber das ist ja auch nicht Hummels' Hauptaufgabe. Mit viel Übersicht lenkte er die Dortmunder Abwehr, so dass auch die wenige Momente, die Schalke mal durchkam, nicht gefährlich wurden. Zudem gewann der Routinier starke 91 Prozent seiner Zweikämpfe.

Abwehr - Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach): Der Gladbacher Linksverteidiger hat eine starke Saison auch nach zehnwöchiger Corona-Pause in Frankfurt fortgesetzt. Vor dem 2:0 durch Marcus Thuram drang er in den Strafraum ein und legt den Ball dann perfekt in die Mitte. Später blieb er vom Elfmeterpunkt cool und traf zur Entscheidung.

Mittelfeld - Robin Koch (SC Freiburg): Koch (Foto r.) ackerte wie kein anderer auf dem Platz und spulte 12,2 Kilometer ab. Zudem gewann er 86 Prozent seiner Zweikämpfe. Beides starke Werte für einen defensiven zentralen Mittelfeldspieler. Mit etwas Glück wäre er der Mann des Tages geworden. Koch hatte in letzter Minute der Verlängerung das 2:1 erzielt, sein Kollege Lucas Höler stand zuvor aber circa einen Zentimeter im Abseits. Aber das sollte die starke Leistung von Koch nicht schmälern.

Mittelfeld - Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund): Der Portugiese ist fester Bestandteil des Dortmunder Offensiv-Spektakels. Dank seiner Schnelligkeit profitiert er von den glänzenden Anspielen seiner Mitspieler wie Brandt, Hakimi oder Hazard. Im Revierderby feierte er Premiere: seinen ersten Doppelpack in dieser Saison. Wie er es außerdem beim 4:0 schaffte, mit dem linken Außenrist zu schießen, ohne sich die Hüfte auszukugeln, war schon ganz große Fußballkunst.

Mittelfeld - Thorgan Hazard (Borussia Dortmund): Eigentlich stand der Belgier gar nicht in der Startelf der Dortmunder. Dort hatte Trainer Lucien Favre den jungen Gio Reyna vorgesehen. Doch dann verletzte sich der Youngster beim Aufwärmen, und so durfte Hazard doch von Beginn an ran. Es sollte sich lohnen. Hazard zeigte sich spielfreudig, war ein belebender Faktor in der Offensive und torgefährlich. Das 1:0 durch Haaland bereitete er mit starkle Flanke vor, das 3:0 erzielte er nach Brandt-Zuspiel selbst. Auftrag mehr als erfüllt.

Mittelfeld - Julian Brandt (Borussia Dortmund): Der Nationalspieler knüpfte an seine starke Leistungen der Vor-Corona-Zeit an. Das Führungstor leitete er mit schönem Absatztrick auf Flankengeber Hazard ein. Beim 2:0 schickte er ebenfalls mit einem perfekt getimten Ball den Torschützen Guerreiro auf den Weg und auch das 3:0 bereitete Brandt gedankenschnell vor. Das alles wirkt bei Brandt federleicht und stets durchdacht und macht ihn so zu einem der wertvollsten Offensivspieler der Bundesliga.

Angriff - Kai Havertz (Bayer Leverkusen): In der ersten halben Stunde fremdelte Kai Havertz noch mit seiner ungewohnten Mittelstürmer-Position, aber dann ging er zweimal so wuchtig in die Kopfbälle, dass das Spiel entschieden war. Danach glänzte der Nationalspieler immer wieder mit technischen Feinheiten, leitete zahlreiche Angriffe ein und hätte sogar noch das ein oder andere Tor mehr machen können.

Angriff - Alassane Plea (Borussia Mönchengladbach): 36 Sekunden hat Alassane Plea gebraucht, um Borussia Mönchengladbach in Frankfurt in Führung zu bringen. Dabei half ihm auch sein Instinkt als Stürmer. Auch im weiteren Spielverlauf war der Franzose ein ständiger Unruheherd für die Frankfurter Defensive. Toll sein Schuss im zweiten Abschnitt von der Strafraumgrenze, bei dem nur der Innenpfosten seinem zweiten Tor im Wege stand.

Die Elf des 26. Spieltages von sportschau.de.

Stand: 19.05.2020, 05:45 Uhr

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