European Championships Klettern: Meul wird Siebte im Lead-Finale

Stand: 13.08.2022 22:29 Uhr

Kletterin Hannah Meul hat bei den European Championships im Lead-Finale Rang sieben erreicht. Das Boulder-Finale der Männer fand ohne deutsche Beteiligung statt.

Von Nicole Schmitt und Tim Beyer

Hannah Meul zeigte direkt zu Anfang der Route im Lead-Finale am Samstag (13.08.2022) ihr Können. Sie überwand schwierige Passagen, auch den großen Überhang meisterte sie. Nach 32 Zügen allerdings schien es, als verließen Meul die Kräfte. Sie erreichte noch den 37. Griff, zwischenzeitlich war sie damit Dritte. Doch für eine Medaille reichte es am Ende nicht.

"Es ist immer noch was in den Tanks", hatte Meul nach dem Finaleinzug gesagt. Und es stimmte ja, nur war es nicht genug. Am Ende wurde Meul Siebte von acht Finalistinnen.

Es gewann die Slowenin Janja Garnbret, die schon bei Olympia Gold geholt hatte, mit einer Wertung von 50+. Zweite wurde Jessica Pilz aus Österreich (45+), Dritte die Französin Manon Hily (41+).

Meuls Auftritt war eine positive Überraschung

Man hätte das nach diesem Wettkampf beinahe vergessen: Meuls Paradedisziplin ist eigentlich das Bouldern. Dort wird sie am Sonntag (9 Uhr) im Halbfinale antreten. Im Lead hatte man Meul nicht zu den Favoritinnen gezählt, schon die Qualfikation für das Finale war eine kleine Überraschung gewesen.

Boulder-Halbfinale der Männer: Megos mit Problemen

Bei den Männern stand am Samstag zunächst das Halbfinale im Bouldern auf dem Programm. Megos, der gestern in der Lead-Qualifikation sehr gut unterwegs war, machte den Anfang aus deutscher Sicht. Am Boulder tat sich Megos allerdings schwer und legte einen durchwachsenen Start hin. Nach den ersten beiden Bouldern konnte der 29-Jährige nur eine Zone aufweisen. Am Ende verpasste er mit ingesamt sechs Punkten das Finale deutlich.

Auch Flohé und Schweiger verpassen Finale

Und auch Yannick Flohé hatte Probleme und blieb am ersten Boulder punktlos. Der dritte Deutsche, Christoph Schweiger, startete danach aber richtig gut in den Wettkampf. Er erreichte am ersten Boulder das Top, was vor ihm nur vier anderen Konkurrenten gelungen war.

Danach lief es aber auch bei Schweiger nicht mehr. Nach dem tollen Start am ersten Boulder konnte der 20-jährige Ingolstädter nur drei Punkte nachlegen und verpassté das Finale, genauso wie seine Teamkollegen Megos und Flohé.

Gold holt der Österreicher Uznik

Das Finale am Abend fand also ohne deutsche Beteiligung statt. Es gewann Nicolai Uznik aus Österreich - und das war nun wirklich eine schöne Geschichte. Am ersten Boulder hatte sich Uznik am Arm verletzt, und wurde doch Europameister.

 Zweiter wurde Sam Avezou aus Frankreich vor dem Tschechen Adam Ondra.

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