Shiffrin schlägt im Super-G zurück

Mikaela Shiffrin

Ski-Weltcup in Bansko/Bulgarien

Shiffrin schlägt im Super-G zurück

Von Wolfram Porr

Nach dem italienischen Dreifachsieg am Samstag in der Abfahrt hat Mikaela Shiffrin die alte Hierarchie wiederhergestellt: Mit ihrem 66. Weltcupsieg schlug die Weltcupführende im Super-G eindrucksvoll zurück.

Aggressivität, Konzentration und Eleganz - diese Mischung bekam einmal mehr keine so gut hin wie die 24-jährige US-Amerikanerin, die nach über einem Jahr mal wieder einen Super-G gewinnen konnte. Auf dem wieder anspruchsvollen und sehr drehenden Kurs war Shiffrin lediglich im Mittelteil nicht die schnellste. In allen anderen Streckenabschnitten fuhr sie der Konkurrenz davon.

Brignones folgenschwerer Fehler

Die größten Widersacher in den Speeddisziplinen sind derzeit vornehmlich die erneut starken Italienerinnen. Nach dem Dreifachsieg am Samstag in der Abfahrt fuhr Marta Bassino erneut aufs Podest. Mit nur 0,29 Sekunden Rückstand kam sie Shiffrin am nächsten. Pech hatte ihre Teamkameradin Federica Brignone: Den Sieg schon vor Augen, unterlief ihr nach zwei Zwischenbestzeiten kurz vor dem Ziel ein Fehler. Brignone stürzte und schied aus. Über Platz drei durfte sich nach langer Durststrecke die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+ 0,70 Sekunden) freuen.

"Es war ein verrückter Lauf. Ich bin sehr aggressiv gefahren. Die Piste und die Kurssetzung war einfach perfekt für mich", fasste eine erleichterte Mikaela Shiffrin im Zielraum das Geschehene zusammen. Insbesondere der Ausfall von Brignone beschäftigte sie noch sehr: "Bei Federica habe ich nochmal gezittert. Sie hat mich heute gefordert, war sehr schnell unterwegs. Ich hoffe, ihr ist nichts passiert."

Rebensburg enttäuscht - Weidle am Tor vorbei

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg

Einen schwarzen Tag erwischten die deutschen Läuferinnen: Viktoria Rebensburg, bislang Führende im Super-G-Weltcup, kam mit der Strecke wie schon in den beiden Abfahrten zuvor nicht zurecht und häufte 1,73 Sekunden Rückstand auf Shiffrin an. Trotzdem reichte es für die zuletzt hart kritisierte 30-Jährige noch zu Rang zwölf. Die Führung im Disziplinenweltcup ist aber futsch - auch hier liegt nun Shiffrin vorne.

"Es ist ein brutal schwieriger Hang, ich habe die ganze Zeit nicht mein Gefühl gefunden. Der obere Teil war nicht rund und nicht flüssig. Unten war es besser, aber nicht das, was ich mir vorgenommen habe", sagte Rebensburg in der ARD: "Ich muss das abhaken, mich erholen und gucken, dass ich nächstes Wochenende wieder fit bin. Es hilft, den Kopf freizukriegen. An etwas anderes zu denken und etwas anderes zu machen."

Hronek sammelt Weltcuppunkte

Kira Weidle, die in den Abfahrten keineswegs enttäuschte, kam dieses Mal nicht ins Ziel: Vor dem Zielsprung verlor die 23-Jährige die Orientierung und verpasste ein Tor. Dafür sprang Veronique Hronek in die Bresche: Als letzte der 47 Starterinnen fuhr sie noch auf Rang 23 vor (+2,90). Michaela Wenig und Patrizia Dorsch verpassten dagegen mit 3,93 bzw. 3,96 Sekunden Rückstand die Top 30 und damit auch Weltcuppunkte.

Ski Alpin der Damen - der Super-G aus Bansko Sportschau 26.01.2020 01:03:12 Std. Verfügbar bis 26.01.2021 Das Erste

Ski Alpin der Damen - die Stimmen zum Super-G aus Bansko Sportschau 26.01.2020 03:37 Min. Verfügbar bis 26.01.2021 Das Erste

Wintersport im Ersten, 26.01.2020, 8:30 Uhr

Stand: 26.01.2020, 09:28

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Federica Brignone1378
2.Mikaela Shiffrin1225
3.Petra Vlhová1189
4.Corinne Suter837
5.Marta Bassino817

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Aleksander Aamodt Kilde1202
2.Alexis Pinturault1148
3.Henrik Kristoffersen1041
4.Matthias Mayer916
5.Vincent Kriechmayr794
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