Nachtslalom: Straßer patzt zwei Mal, Yule gewinnt

Yule gewinnt Nachtslalom in Madonna di Campiglio, Straßer patzt Morgenmagazin 09.01.2020 01:42 Min. Verfügbar bis 09.01.2021 Das Erste

Weltcup in Madonna di Campiglio

Nachtslalom: Straßer patzt zwei Mal, Yule gewinnt

Linus Straßer vom TSV 1860 München ist im zweiten Rennen nach seinem Comeback beim Nachtslalom in Madonna di Campiglio auf Platz 22 gelandet. Ein Fehler in jedem Lauf verhinderte eine Top-Platzierung. Wie im Vorjahr gewann der Schweizer Daniel Yule.

Drei Tage nach seinem fulminanten Comeback beim Nachtrennen von Zagreb mit Platz sieben präsentierte sich Linus Straßer vom TSV 1860 München auch in Madonna di Campiglio unter Flutlicht wieder angriffslustig - und war im ersten Durchgang lange mit einer Top-Ten-Zeit unterwegs.

Dann ein kleiner Hakler, die Ski leicht überkreuzt - und vor dem flachen Schlussteil fehlte Straßer etwas der Speed. Trotz dieses Fehlers kam Straßer mit nur 98 Hundertstel Rückstand ins Ziel, zu einem Podestplatz fehlten da nur 58 Hundertstel.

Straßer musste im zweiten Durchgang attackieren - und wieder kam er nicht fehlerfrei durch. Einmal stand er fast quer, erneut fehlte die Geschwindigkeit für das flache Schlussstück. Straßer fiel zurück und landete am Ende auf Platz 22.

Straßer war nach einem Kahnbeinbruch in der Hand in Zagreb überraschend in den Weltcup zurückgekehrt. Ursprünglich war sein Comeback erst für Ende Januar geplant gewesen.

Vorjahressieger Yule gewinnt erneut

Der Sieg beim Slalom-Klassiker in Madonna di Campiglio ging an Daniel Yule. Der Schweizer feierte den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere. Erstmals hatte er im vergangenen Jahr in Madonna di Campiglio ein Rennen gewonnen. Er verwies den Norweger Henrik Kristoffersen (+0,15 Sekunden) auf Platz zwei. Dritter wurde der Franzose Clement Noel, der sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch von Platz acht aufs Podest (+0,25) schob.

Dominik Stehle sammelt Weltcuppunkte

Neben Straßer qualifizierte sich auch Dominik Stehle in Madonna di Campiglio als 29. für den zweiten Durchgang. Dort fand der Oberstdorfer aber überhaupt nicht in den Rhythmus und landete ganz am Ende des Feldes. Immerhin: Als 28. - zwei Läufer schieden im zweiten Durchgang aus - gibt's für Stehle zumindest noch drei Weltcuppunkte.

Vier Deutsche verpassen den zweiten Durchgang

Vier Fahrer aus dem Sextett des Deutschen Skiverbands (DSV) waren im zweiten Lauf nur noch Zuschauer: Sebastian Holzmann (37.), David Ketterer (47.) und die zeitgleichen Julian Rauchfuss und Fritz Dopfer (53.) verpassten im ersten Durchgang einen Top-30-Platz.

Stand: 08.01.2020, 21:37

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