Hermann verteidigt nach Wahnsinnslauf ihren WM-Titel

Skeleton-WM - die Entscheidung zwischen Hermann und Gilardoni Sportschau 29.02.2020 04:22 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 Das Erste

WM in Altenberg

Hermann verteidigt nach Wahnsinnslauf ihren WM-Titel

Was für eine Aufholjagd. Mit einem sensationellen vierten Lauf hat sich Tina Hermann bei der Skeleton-WM in Altenberg doch noch Gold gesichert. Schwer enttäuscht war Marina Gilardoni, die bis zur letzten Fahrt wie die sichere Siegerin aussah.

Vier Mal gut runterkommen lautet die Devise auch bei den Skeleton-Fahrerinnen in der Eisrinne von Altenberg. In der Endabrechnung hat Tina Hermann in 3:54,52 Minuten das Vorhaben bei der Weltmeisterschaft am besten umgesetzt und sich mit einem fantastischen vierten Lauf noch die Goldmedaille gesichert. Die 27-Jährige aus Königssee hatte Nerven wie Drahtseile, fuhr in 57,77 Sekunden Bahnrekord und schnappte der Schweizerin Marina Gilardoni den Titel förmlich vor der Nase weg. "Wir haben auf gute Bedingungen gehofft. Es war aber so viel Rückstand, ich habe nicht gedacht, dass ich das noch schaffen kann. Marina war so konstant, ist so sauber gefahren. Ich habe gar nicht damit gerechnet. Deshalb diese Emotionen. Das musste alles raus. Es war der Wahnsinn", konnte Hermann ihr Glück kaum fassen.  

Gilardoni enttäuscht - Lölling verschenkt Bronze

Tina Hermann

Weltmeisterin! Tina Hermann kann ihr Glück kaum fassen.

Nach drei Läufen sah Gilardoni mit einem Vorsprung von 0,66 Sekunden Vorsprung auf Hermann wie die sichere Siegerin aus. Schließlich musste sich die 32 Jahre alte Eidgenossin (+ 0,22 Sekunden) mit Platz zwei zufrieden geben. Dritte wurde die Österreicherin Janine Flock (+ 1,21 Sekunden).

Hoffnungen auf einen Podestplatz keimte noch bei Jacqueline Lölling (+ 1,39), die mit Platz vier nach Durchgang drei in Lauerstellung lag. Allerdings war der Abstand zu den vorderen Plätzen zu groß, sodass es schließlich für die 25 Jahre alte Athletin von der RSG Hochsauerland bei Rang vier blieb. Dementsprechend fiel ihr Fazit aus: "Das Omega hat mir vier Mal das Genick gebrochen. Ich bin nicht in den Wettkampf reingekommen, mir sind auf der Heimbahn  zu viele Fehler passiert. Da habe ich Bronze verschenkt, das ist ärgerlich."

Griebel mit vier konstanten Fahrten

Sechste wurde Sophia Griebel, die zum Schluss 1,87 Sekunden Rückstand auf die Siegerin hatte. "Wenn man die gesamte Saison betrachtet, bin ich ganz zufrieden. Die Läufe waren nicht ganz optimal, es waren aber vier konstante Fahrten", schätzte die Suhlerin ihre Leistung ein.

  

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rei/jmd | Stand: 29.02.2020, 11:50

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