Felix Keisinger - neuer Held am Skeleton-Himmel?

Felix Keisinger

Felix Keisinger - neuer Held am Skeleton-Himmel?

Wenn in Altenberg die WM-Medaillen bei den Skeleton-Männern vergeben werden, könnte ein junger Deutscher die Favoriten aus Lettland, Korea und Russland ärgern. Felix Kreisinger will die Titelkämpfe aber vor allem genießen.

Wenn die Skeleton-Männer in Altenberg ihre Weltmeister suchen, ruhen die deutschen Hoffnungen nicht nur auf den erfahrenen Christopher Grotheer, Alexander Gassner oder Axel Jungk. Ein 22-Jähriger schaffte es in seiner erst zweiten Weltcup-Saison, für einiges Aufsehen zu sorgen. Felix Keisinger vom WSV Königssee landete in der Gesamtwertung als bester Deutscher auf dem vierten Platz, kletterte gleich drei Mal auf das Podest und fährt dennoch ohne Druck zur WM. "Ich will die Weltmeisterschaft einfach genießen, ich hatte eine gute Saison. Darum gehe ich auch entspannt an die Sache heran", sagte Keisinger mit Blick auf seine mehr als ordentliche Bilanz. Am 8. Februar raste er bei der Junioren-WM in Winterberg bereits zu Gold, verteidigte seinen Titel.

Drei Podestplätze im Winter

Es ist nur etwas mehr als 14 Monate her, als Keisinger in Sigulda sein Weltcup-Debüt gab. Und im zweiten Lauf gleich einen dicken Bock baute, beim Anlauf rutschte sein Schlitten aus der Spur. Unbeeindruckt davon wurde er sensationell Fünfter. Dann in diesem Winter kam der Durchbruch, Platz zwei in St. Moritz, Dritter in Königssee und zuvor in Lake Placid. Nach seinem ersten Podest der Karriere auf der Olympiabahn von 1980 sagte Keisinger: "Dukurs und Tretjakow, die kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Jetzt neben denen zu stehen..." Bundestrainer Dirk Matschenz hatte dem jungen Keisinger schon früh das Ticket für die WM in Altenberg zugesichert. Hauptziel bleibt aber Peking 2022. "Wir wollen ihn für Olympia aufbauen, damit er dort konkurrenzfähiger ist."

Felix Keisinger - die neue Hoffnung auf der Skeleton-Bahn Sportschau 05.01.2020 02:33 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

Sieg nur über Dukurs, Trekjakow und Sungbin

Die Konkurrenz in Altenberg ist natürlich extrem stark. Aus dem deutschen Lager ist Lokalmatador Axel Jungk zu beachten. Der 28-Jährige stand diese Saison schon drei Mal auf dem Podest, musste den Weltcup in Sigulda aber wegen eines Infektes auslassen. Alexander Gassner fuhrt in der Saison recht konstant, schaffte es im Gesamtweltcup damit auf den vierten Platz. Der WM-Vierte von 2019, Christopher Grotheer, fuhr diese Saison im Continentalcup, gewann dort die Gesamtwertung. Doch die Medaillen werden erneut nur über Titelverteidiger Matins Dukurs aus Lettland, den Russen Alexander Tretjakow - beiden holten je drei Weltcup-Siege - und den Südkoreaner Yun Sungbin gehen.

Zeitplan Skeleton-WM in Altenberg
Donnerstag, 27. Februar10 Uhr - 1. Lauf Männer im Livestream
12 Uhr - 2. Lauf Männer im Livestream
Freitag, 28. Februar9:30 Uhr - 1. Lauf Frauen im Livestream
11:00 Uhr - 2. Lauf Frauen im Livestream
13 Uhr - 3. Lauf Männer im Livestream
15:00 Uhr - 4. Lauf Männer im Livestream
Samstag, 29. Februar9:30 Uhr - 3. Lauf Frauen
11:00 Uhr - 4. Lauf Frauen

Das Thema im Programm: Sportschau, 28. Februar, 17:15 Uhr

rei | Stand: 24.02.2020, 17:52

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