Kämpferische Leistung von Hennig wird nicht ganz belohnt

Katharina Hennig bei der Tour de Ski 2022

Langlauf | Tour de Ski

Kämpferische Leistung von Hennig wird nicht ganz belohnt

Langläuferin Katharina Hennig hat bei der Tour de Ski einmal mehr ein starkes Rennen abgeliefert, das Podest aber knapp verpasst. In der Gesamtwertung konnte sie sich dennoch in die Top Ten schieben.

Katharina Hennig hat auf der vorletzten Etappe der Tour de Ski einen Podiumsplatz um wenige Sekunden verpasst. Im 10-Kilometer-Massenstart in der klassischen Technik in Val di Fiemme lief die Oberwiesenthalerin trotz eines frühen Missgeschicks lange Zeit in der sechsköpfigen Spitzengruppe mit, musste sich aber mit Rang fünf zufriedengeben. Der Sieg ging an die russische Gesamtführende Natalia Neprjaewa.

Sauerbrey in den Top 15

Hennig, die in den Vorjahren in den Dolomiten jeweils auf das Podium gelaufen war (2021: Rang 2/2020: Rang 3), freute sich über ihr Abschneiden: "Ich habe bestätigt, dass ich hier vorne mitlaufen kann. Die Tour ging etwas zäher los, deswegen bin ich happy. Ich hatte einen Stockbruch in der ersten Runde und musste von hinten wieder nach vorne laufen. Das hat ein paar Körner gekostet, die haben am Ende gefehlt", sagte sie im ZDF.

Ebenfalls eine überzeugende Leistung lieferte Katherine Sauerbrey ab, die mit knapp 58 Sekunden Rückstand 13. wurde. Lisa Lohmann verpasste als 16. eine Top-15-Platzierung um sechs Sekunden. Sophie Krehl wurde 20. (+ 1:37,4 Minuten), Pia Fink erreichte das Ziel auf Rang 29 (+ 1:59,1). Antonia Fräbel kam mit über drei Minuten Rückstand nicht über Position 40 heraus.

Hennig geht das Tempo mit

Hennig lief trotz des frühen Materialfehlers in der Spitzengruppe mit und konnte auch die erste Tempoverschärfung der Schwedin Ebba Andersson nach der ersten von vier Runden locker mitgehen, während andere Topathletinnen wie die Finnin Kerttu Niskanen oder Jessica Diggins aus den USA bereits abreißen lassen mussten.

Andersson lief das Rennen weiter mit viel Tempo von vorne, auch um bei den Bonus-Sektionen weitere Sekunden auf die Gesamtführende Neprjaewa rauszuholen. Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens hatte sich das Sextett an der Spitze bereits um knapp 20 Sekunden absetzen können. Weitere 25 Sekunden hinter der ersten Verfolgerinnengruppe kämpften Katherine Sauerbrey und Lisa Lohmann um die Top-15-Platzierung.

Entscheidung am letzten Anstieg

Hennig lief bis in die Schlussphase kontrolliert auf Rang zwei oder drei, konnte dann aber einen knappen halben Kilometer vor dem Ziel ebenso wie die anderen Läuferinnen dem Angriff von Neprjaewa nichts mehr entgegensetzen. Hinter der Russin erkämpften sich die Norwegerin Heidi Weng und Krista Parmakoski aus Finnland die weiteren Plätze auf dem Podium.

Hennig nun Gesamt-Neunte

Durch ihr starkes Abschneiden hat sich Hennig auch in der Gesamtwertung ordentlich nach vorne geschoben. Sie geht als Neunte in die finale Etappe am Dienstag (04.01.2022) mit dem Berglauf zur Alpe Cermis. An der Spitze liegt Neprjaewa 1:12 Minuten vor Andersson, dahinter folgen die Finninen Niskanen und Permakoski. Wie schon in den Vorjahren wird das Rennen nicht als Verfolgung, sondern als Massenstart in Angriff genommen.

rho | Stand: 03.01.2022, 13:21

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