Biathlon in Antholz Wierer feiert Sprint-Heimsieg - Hettich-Walz überrascht

Stand: 19.01.2023 15:43 Uhr

Dorothea Wierer feiert in der Heimat ihren ersten Saisonsieg. Bei den DSV-Biathletinnen stechen die Leistungen von Denise Herrmann-Wick und Janina Hettich-Walz hervor.

Als Dorothea Wierer die letzte Kurve nahm, in die lange Zielgerade einbog, da wurde es noch einmal richtig laut in Antholz. Es war das untrügliche Zeichen, dass die Lokalmatadorin schnell unterwegs war. Die Sekunden Vorsprung rannen zwar herunter, doch am Ende blinkte ein Minus vor ihrer Zeit auf.

Die Südtirolerin ging am Donnerstagnachmittag (19.01.2023) in Führung - und gewann den Sprint über 7,5 Kilometer zum Start des langen Wochenendes in Antholz in Italien. Letztlich waren es 2,8 Sekunden Vorsprung, die Wierer für ihren ersten Saisonsieg ins Ziel rettete, vor der Französin Chloe Chevalier, die wiederum ihren ersten Weltcupsieg nur knapp verpasste. Dritte wurde die Schwedin Elvira Oeberg (+8,7 Sekunden).

Herrmann-Wick beste Deutsche vor überraschend starker Hettich-Walz

"Wenn man das Publikum wieder da hat, meine Familie ist hier, Freunde, das ist schon cool wieder mal", sagte Wierer im ZDF. Zuletzt sei sie im Oktober daheim gewesen, fügte sie noch an.

Beste Deutsche in Antholz war Denise Herrmann-Wick als Sechste (+23,1 Sekunden) direkt vor der überraschend starken Janina Hettich-Walz (+23,6 Sekunden), die erst vor Kurzem aus dem zweitklassigen IBU-Cup wieder in den Weltcup zurückgekehrt ist und nun die komplette WM-Norm für Oberhof geschafft hat. "Ich hab mich schon den ganzen Tag über gut gefühlt", sagte sie.

Hettich-Walz hofft noch auf WM-Teilnahme

Noch habe sie nicht mit den Trainern gesprochen, ob sie auch zur Heim-WM nach Oberhof fahren dürfe, eigentlich war eine EM-Teilnahme stattdessen geplant, fügte sie noch an. Sie blieb am Schießstand, den sie im Gegensatz zu einigen Kolleginnen sehr gerne mag, fehlerlos - und lief in der letzten Runde richtig schnell. In Form wäre sie also.

Herrmann-Wick präsentierte sich einmal mehr läuferisch stark. Ins Schießen der ehemaligen Langläuferin schlichen sich bei diesem Sprint aber wieder überwunden geglaubte Probleme: Mit zwei Fehlern ging sie schon auf die zweite Runde. Immerhin: Stehend blieb sie ohne Makel. "Und mir ging es heute richtig gut in der Loipe, das freut mich auch für den Verfolger", sagte sie. Am Samstag gehen die Athletinnen mit den Rückständen des Sprints ins Rennen (ab 13 Uhr im Sportschau-Livestream).

Franziska Preuß kehrt in den Weltcup zurück - "Kampf vom ersten Meter"

Mit dabei wird dann auch Franziska Preuß sein, die nach ihrer wochenlangen, krankheitsbedingten Wettkampfpause am Donnerstag in den Biathlon-Weltcup zurückkehrte und 38. wurde. "Ich habe schon gemerkt, dass es eher langsam ist. Es war ein Kampf vom ersten Meter an", sagte sie. "Aber ich habe seit Langem wieder im Sprint stehend null geschossen, das freut mich schon."

Hanna Kebinger kehrte als Aufsteigerin aus dem IBU-Cup ebenfalls in den Weltcup zurück und wurde 19.. Die seit Saisonstart etablierten Sophia Schneider als 21. und Vanessa Voigt als 29. hoffen in der Verfolgung auf bessere Ergebnisse.