Fußball | Bundesliga RB Leipzig gegen FC Bayern bei "sommerlichen" Minusgraden

Stand: 19.01.2023 17:03 Uhr

"Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?" Die Antwort auf die vielgesungene Frage: Wahrscheinlich am Freitagabend im eiskalten Stadion von RB Leipzig, denn dann ist da FC Bayern zu Gast – mit seinem neuen Torhüter Yann Sommer.

Dritter gegen Erster – RB Leipzig und Bayern München treffen am Freitagabend (ab 20:30 Uhr im Liveticker und in der Audio-Livereportage) zum Topspiel des 16. Bundesliga-Spieltags aufeinander. In der WM-Winterpause hatten beide Teams einige Baustellen. Der FC Bayern allerdings konnte seine dickste eindrucksvoll beseitigen.

Sommer zwischen den Pfosten

Die Rede ist beim Rekordmeister von der Torhüter-Position: Manuel Neuer fällt nach seinem Unterschenkelbruch für den Rest der Saison aus, und nur mit Sven Ulreich sowie Nachwuchskeeper Johannes Schenk (20) wollten die Bayern nicht in die Restrunde der Bundesliga starten. Also haben sich die Bayern auf dem Markt umgeschaut und sich kurzerhand Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach geschnappt.

Der Schweizer Nationalkeeper wird nur wenige Stunden nach seiner Verpflichtung wohl erstmals zwischen den FCB-Pfosten stehen. Vorbereitungszeit? Dafür brauche ein neuer Torhüter nur 15 Minuten, meint Coach Julian Nagelsmann: "Es gibt auch Torhüter, die nur gewohnt sind, lange Bälle zu schlagen, dann würde ich 35 Minuten sagen. Es ist definitiv kein Hexenwerk, was man sechs Monate studieren muss."

Werner muss wohl von Beginn an ran

Leipzigs Hauptproblem dagegen ist weiter aktuell, liegt im Sturm und heißt Christopher Nkunku. Der Top-Torschütze der Bundesliga (Außenbandriss) fällt weiter aus. Immerhin hat Timo Werner seine Verletzung auskuriert. Bei 100 Prozent wird er aber kaum sein. Trotzdem wird er wohl in der Startelf stehen. "Bei Timo bin ich sehr zuversichtlich", meinte RB-Coach Marco Rose am Donnerstag: "Er hat das Training in den Beinen und ein Testspiel über 50 Minuten." Werners Sturmpartner wäre dann André Silva.

Fast alles spricht für Bayern

Ein Offensiv-Feuerwerk ist am Freitag jedenfalls nicht zu erwarten. Das sieht prinzipiell auch Marco Rose so. "Es ist wichtig, dass es keinen klassischen Schlagabtausch gibt, weil dann die Konterstärke und das Tempo der Bayern ins Spiel kommen", betonte der 46 Jahre alte RB-Trainer. Für einen Sieg brauche es "eine Top-Leistung, Mut und im richtigen Moment auch ein wenig Glück".

Die RB-Pressekonferenz vor dem Restart

Vielleicht auch etwas mehr Glück. Die Favoritenrolle jedenfalls liegt klar bei den Bayern. Die sind bei Spielen gegen RB in der Regel besonders fokussiert, haben von 15 Duellen nur ein einziges verloren (1:2 im März 2018) und sind auch sonst immer einen Tick besser drauf. Das sehen auch die Wettanbieter so und zahlen bei einem Sieg nur 18 für 10 Euro zurück (RB: 37 für 10). Ob da auch die Bilanz von Bayern-Keeper Yann Sommer eingepreist ist? Der 34-Jährige bestritt im RB-Stadion schon sechs Partien – gewinnen konnte er keine einzige.

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sk