Trainer Christian Tiffert, Chemnitzer FC, am Spielfeldrand

Fußball | Regionalliga Greifswalder FC gegen Chemnitzer FC - Die Fakten zum Spiel

Stand: 14.08.2022 10:00 Uhr

Am Sonntag (14.08., 13 Uhr) kommt es in der Regionalliga-Nordost zum Aufeinandertreffen zwischen dem Chemnitzer FC und dem Greifswalder FC. Der CFC will im hohen Norden die Tabellenführung behaupten, Greifswald erstmals in der Regionalliga punkten.

Ausgangslage Chemnitz

Nach dem 1. Spieltag stand der Chemnitzer FC bereits da, wo er am liebsten auch am Ende der Saison wäre - auf Tabellenplatz eins. Auch wenn man bei den Himmelblauen das Wort "Meisterschaft" meidet, wird der sächsische Regionalligist von Experten als einer der Top-Favoriten für den Platz an der Sonne angesehen. Ein Sieg gegen Liga-Neuling Greifswald am Sonntag in der Hansestadt würde diese Einschätzung direkt zu Saisonbeginn untermauern.

Auch in der ersten Runde des DFB-Pokals verkaufte sich der CFC teuer. Gegen den Bundesligisten Union Berlin ging man sogar in Führung und musste erst nach Verlängerung die Segel streichen. Das Positive aus dem Spiel nahm der CFC mit in die Liga und startete gegen Tennis Borussia Berlin souverän mit 3:0. Darauf will man bei der weitesten Auswärtsfahrt des Jahres aufbauen. Knapp 500 Kilometer liegen Chemnitz und Greifswald auseinander.

Auf einige wichtige Spieler muss CFC-Coach Christian Tiffert am Sonntag verzichten. Und das trifft vor allem den Abwehrverbund: Sowohl Robert Zickert als auch Tim Campulka aus der Innenverteidigung fallen voraussichtlich verletzt aus. Nicht nur deshalb hat Tiffert Respekt vor dem Spiel. Der Gegner verfüge über einen guten Kader mit groß gewachsenen und physisch starken Spielern", sagte der Chemnitz-Coach auf der Pressekonferenz zum Spiel.

Die Favoritenrolle ist dennoch klar verteilt - und zwar zugunsten des CFC. "Wir sind der Chemnitzer FC. Platz fünf wie im vergangenen Jahr kann nicht unser Anspruch sein", sagte der Doppel-Torschütze aus dem TeBe-Spiel, Kilian Pagliuca.

Ausgangslage Greifswald

Nach dem Saisonauftakt beim Berliner AK, der mit 0:2 verloren ging, ist die Freude über das Abenteuer Regionalliga in Greifswald ungebrochen. Ein kleiner Scherz des Social-Media-Teams, dass man nach dem ersten Spieltag ja gleichauf mit Energie Cottbus sei, unterstreicht diese Feststellung. Es war Spiel eins für die Hanseaten in einer neuen Liga mit einer völlig neuen Mannschaft. Dennoch war die Leistung bei den Berlinern, trotz des negativen Ausgangs, respektabel.

Um eine gute Rolle in der Liga macht man sich im hohen Norden keine Sorgen. Im Gegenteil. Man freut sich auf namhafte Gegner, wie den Chemnitzer FC und hofft, den Favoriten hin und wieder ein Bein stellen zu können. "Wir wollen unser Spiel durchziehen", gibt GFC-Trainer Roland Kroos in der Ostsee-Zeitung (OZ) die Marschroute für Sonntag vor. Man habe die Fehler aus dem BAK-Spiel analysiert und wolle das Ergebnis dieses Mal zugunsten Greifswalds gestalten, so Kroos weiter. Das Hauptaugenmerk liegt dabei vor allem auf der Chancenverwertung, die gegen den BAK suboptimal war. Auch die defensive Absicherung müsse besser werden.

GFC Trainer Roland Kroos

Roland Kroos schafte mit dem Greifswalder FC den Aufstieg und will nun Regionalliga-Fußball genießen. (Archiv)

Grund zur Freude gibt es beim GFC schon vor dem Spiel. Nach langen Umbauarbeiten ist das Greifswalder Volksstadion rechtzeitig fertig geworden und hat alle nötigen Genehmigungen von der Stadt erhalten. Der Heim-Premiere im heimischen Stadion steht nichts mehr im Wege. "Ich werde diesen Moment vor heimischer Kulisse schon während des Spiels genießen", so Kroos in der OZ.

Für zwei GFC-Spieler gibt es auf die Heim-Premiere noch ein Sahnehäubchen oben drauf. Sowohl Lukas Knechtel als auch Matteo Hecker standen bis Sommer 2021 noch in Chemnitz unter Vertrag. Es geht am Sonntag also mit einer Extra-Portion Motivation gegen den Ex-Club. Das gilt auch für den Geschäftsführer Sport David Wagner, in Chemnitz sogar in der 2. Bundesliga spielte.

So könnten sie spielen

  • Greifswalder FC: Kamenz - Bilbija, Sanin, Schmedemann, Bandowski - Eidtner, Rosenberg, Jensen, Weilandt - Kargbo, Memaj
  • Chemnitzer FC: Jakubov - Berger, Pribanovic, Pelivan, Walther - Pagliuga, Müller, Kurt, Stagge - Brügmann, Ulrich

(ten)