Darts | WM in London Facetime mit dem Sohn: Florian Hempels etwas anderes Weihnachtsfest in London

Stand: 24.12.2021 13:53 Uhr

Florian Hempel sorgt bei der Darts-WM im legendären Londoner "Ally Pally" für Furore – allerdings hat der unerwartete Drittrunden-Einzug die Weihnachtspläne des gebürtigen Dessauers gehörig über den Haufen geworfen.

Als Profisportler erlebt Florian Hempel bei der Darts-WM derzeit die spannendste und erfolgreichste Phase seiner Laufbahn. Als Privatperson muss der gebürtige Dessauer dafür ordentlich zurückstecken.

Verlängerter London-Aufenthalt nach Überraschungssieg

Wegen der strengen Quarantäne-Regeln kann Hempel über die Weihnachtstage nicht nach Hause reisen, er verbringt das Fest der Liebe in London. "Es ist natürlich nicht das, was man sich wünscht, wenn der Sohn in der Heimat ist und mit der ganzen Familie Weihnachten feiert und man sich selbst maximal per Facetime zuschalten darf", sagte der Wahl-Kölner Hempel der Deutschen Presse-Agentur.

Er werde Weihnachten im Spielerhotel aber "sicher den Umständen entsprechend schön" gestalten, fügte er an. Der frühere Zweitliga-Handballer des Dessau-Roßlauer HV hatte am vergangenen Dienstagabend (21. Dezember) überraschend mit 3:1 gegen den belgischen Weltranglistenfünften Dimitri van den Bergh aus Belgien gewonnen.

Dritte Runde gegen Smith – "Richtig harter Brocken"

Ein wenig muss sich 31-Jährige noch gedulden, ehe er am kommenden Montag (27. Dezember, 13 Uhr) im berühmten "Ally Pally" sein Drittrundenspiel gegen Raymond Smith aus Australien bestreitet.

"Ich habe jetzt noch kein Spiel von ihm richtig gesehen und kenne nur die Statistiken. Er spielt einen guten Avarage und hat eine Wahnsinns-Doppelquote", sagte Hempel unlängst im Sportschau-Interview zur bevorstehenden Aufgabe und ergänzte: "Auf dem Papier bin ich vielleicht der Favorit, aber er ist deutlich erfahrener als ich und bringt eine extreme Kämpfermentalität mit. Der Junge wird nicht aufgeben. Der wird was reißen wollen, der wird gewinnen wollen. Also mich erwartet ein richtig harter Brocken."

Ebenfalls in Runde drei und am Montag wieder im Einsatz: Der Saarländer Gabriel Clemens nach seinem 3:0-Erfolg über den Waliser Lewy Williams. Nun wartet Williams' Landsmann Jonny Clayton auf den zweiten im Turnier verbliebenen Deutschen neben Hempel.

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dpa/red