Tor für Erzgebirge Aue. Marvin Stefaniak 34, Aue trifft per Kopf zum 2:1 und jubelt mit den Teamkollegen.

3. Liga Erzgebirge Aue dreht Spiel gegen Viktoria Köln

Stand: 16.03.2024 16:11 Uhr

Der FC Erzgebirge Aue hat eine starke Reaktion auf die jüngsten zwei Liga-Niederlagen gezeigt und Viktoria Köln 2:1 (0:1) geschlagen. Dabei schafften es die "Veilchen", einen Halbzeit-Rückstand noch in einen Sieg umzumünzen.

"Veilchen" geraten früh ins Hintertreffen

Bei schwierigen Platzverhältnissen – insbesondere die Strafräume waren aufgrund von Regenfällen ordentlich ramponiert – übernahm Aue direkt das Spielgeschehen. Die Hausherren kamen in Person von Marvin Stefaniak schon frühzeitig zu zwei guten Möglichkeiten, die dieser aber jeweils ausließ (8./9.).

Daraufhin zeigte sich auch Köln zunehmend aktiver und André Becker erzielte in Minute 13 das vermeintliche 1:0. Der Treffer erhielt aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung im Vorfeld allerdings keine Gültigkeit, was sich als Fehlentscheidung herausstellte. Für Aue sollte es im Nachgang jedoch nicht "Glück im Unglück" heißen, denn lediglich fünf Minuten später konnte der erneut sträflich allein gelassene Becker nun zur Führung für die Viktoria einköpfen (18.).

André Becker (Köln) trift per Kopf zum 0:1, rechts Erik Majetschak (Aue)

André Becker traf zur Kölner Führung - Erik Majetschak konnte nur zusehen.

In der Folge konnten die "Veilchen" zunächst froh sein, dass sich der Rückstand nicht weiter vergrößerte – sowohl Simon Handle als auch Luca Marseiler ließen beste Möglichkeiten auf das zweite Kölner Tor aus (28./30.). Erst zum Ende der ersten Halbzeit schaffte es Aue, sich zu schütteln und offensiv wieder am Spiel teilzunehmen. Boris Tashchy tat dies dann nochmal auf eindrucksvolle Art und Weise – sein Kopfball nach toller Flanke von Stefaniak landete aber nur am Querbalken (44.).

Aue antwortet schnell - und dreht das Spiel

Nach dem Seitenwechsel legte Aue daraufhin einen echten Turbostart hin. Ausgangspunkt war Marco Schikora, der eine tolle Vorlage für Tashchy gab – und der traf überlegt zum 1:1-Ausgleich (47.). Und die Gastgeber blieben nun dran: Nur drei Zeigerumdrehungen später hatte wiederum Tashchy die direkte Chance, nachzulegen. Doch aus fünf Metern Entfernung vollbrachte er das Kunststück, den Ball tatsächlich neben das Tor zu setzen (50.).

Bei strömenden Regen überwindet Boris Tashchy Aue, links Torhüter Ben Voll Köln zum 1:1.

Unmittelbar nach der Pause konnte Boris Tashchy (links) Kölns Ben Voll überwinden.

Dennoch: Die "Veilchen" waren nun hundertprozentig da und drückten auf den zweiten Treffer. Dieser fiel verdientermaßen in der 68. Spielminute, weil der ohnehin glänzend aufgelegte Stefaniak am Fünfmeterraum auf Hüfthöhe zum Flugkopfball ansetzte und Köln-Keeper Ben Voll nicht den Hauch einer Abwehrchance ließ.

Das 2:1 beflügelte Aue umso mehr, einfach weiterzumachen. So ergaben sich in der Schlussphase Steffen Meuer (77.) und Joshua Schwirten (88.) noch beste Möglichkeiten auf Treffer Nummer drei, doch Voll ließ keinen weiteren Ball mehr passieren. Dafür sah sein Mitspieler Luca Marseiler in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte und setzte den negativen Höhepunkt einer völlig verkorksten zweiten Hälfte aus Kölner Sicht. Aue hingegen hatte völlig zurecht einen verdienten Heimsieg zu feiern!

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pti