Eintracht Frankfurt vor dem Pflichtspielstart Eintracht Frankfurt vor dem Pflichtspielstart: Mission "Tempo hochhalten"

Stand: 17.01.2023 15:40 Uhr

Eintracht Frankfurt startet in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspielauftakt. Trainer Oliver Glasner gibt unfreiwillig das Motto für die Rückrunde vor, Kristijan Jakic formuliert derweil sein persönliches Saisonziel: die Champions League gewinnen.

Das neue Jahr ist knapp zweieinhalb Wochen alt, da befinden sich die Vorbereitung auf das Fußballjahr 2023 in Frankfurt auf der Zielgeraden. Am Stadion der Eintracht werden die letzten Reste Weihnachtsdekoration abtransportiert, diverse Lkw und Transporter bringen und holen Dinge, es herrscht eine generelle Atmosphäre der Geschäftigkeit. Der Ligaauftakt gegen Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr) wirft am sonnigen Dienstagmorgen seine Schatten voraus.

Damit das Fußballjahr 2023 ähnlich erfolgreich wird wie das vergangene, wird auch auf dem Trainingsplatz neben dem Stadion ordentlich gewerkelt. Fast drei Stunden dauert der Aufgalopp in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspielstart, von Schonung ist keine Spur. Bis auf Tuta und Marcel Wenig sind alle an Bord, Oliver Glasner kann seine Spieler nach Herzenslust über den Trainingsplatz scheuchen. Und tut das auch.

Die Eintracht kann eine herausragende Saison spielen

Vor dem Spiel gegen Schalke wird dabei ein bisschen von allem trainiert. In drei Gruppen aufgeteilt übt eine Gruppe das Konterspiel, eine zweite das Spiel gegen tief stehende Gegner, eine dritte im Eckchen das schnelle Passspiel. "Tempo hochhalten", mahnt Glasner seine Spieler in den Abschlusssituationen immer wieder, und man kann das gern als generelles Motto für Eintracht Frankfurt für 2023 verstehen. Platz vier in der Liga, Achtelfinale in Champions League und Pokal – die Eintracht kann eine herausragende Saison spielen. Wenn sie es schafft, das teils atemberaubende Tempo aus der Hinrunde hochzuhalten.

Die fußballerischen Qualitäten dafür hat das Team allemal, vor allem in der Offensive. Randal Kolo Muani, Mario Götze, Daichi Kamada und Jesper Lindström in den Übungsformen zuzusehen, ist ein Genuss, selbiges gilt für Djibril Sow. Die Ersatzstürmer Rafa Borré und Lucas Alario präsentieren sich außerordentlich treffsicher, auch Ansgar Knauff, Faride Alidou und Eric Junior Dina Ebimbe sind auffällig. Ebenso deutet Neuzugang Paxten Aaronson mit dem ein oder anderen feinen Pass sein Potential an. Wohl dem, der so eine Offensive hat.

"Ich bin immer bereit, einzuspringen"

Der Schuh drückt eher hinten. Der am Sprunggelenk verletzte Tuta wird gegen Schalke auf jeden Fall fehlen, die Zusammensetzung der Dreierkette dürfte Glasner vor Samstag Kopfzerbrechen bereiten. Evan N’Dicka ist links gesetzt. Rechts innen könnte Almamy Touré für Tuta einspringen, ebenso Kristijan Jakic. In der Zentrale beginnt entweder Makoto Hasebe oder Hrvoje Smolcic, der nach dem Trainingslager ein Sonderlob von Glasner erhielt. Und in den Trainingsformen gemeinsam mit N’Dicka und Jakic verteidigt. Ein Fingerzeig?

Jakic zumindest scheint bereit. "Der Trainer gibt mir Tipps, wie ich mich auf den Positionen zu verhalten habe", sagt der Allrounder, der eigentlich auf der Sechs zuhause ist, bei der Eintracht aber auch schon zentral und rechts in der Verteidigung spielte. "Egal, welche Position: Meine Hauptaufgabe ist es, das Tor zu verteidigen und hinten nichts anbrennen zu lassen. Ich muss mich dran gewöhnen. Es ist nicht leicht, wenn man zehn Jahre auf der Sechs gespielt hat. Aber ich bin immer bereit dort einzuspringen, wo ich benötigt werde", so Jakic.

"Es ist mein Traum, die Champions League zu gewinnen"

Dass mit Schalke ein Kellerkind zum Auftakt kommt, wertet Jakic nicht unbedingt als Vorteil. "Die unteren Clubs in der Tabelle liegen der Eintracht nicht so gut", sagt er. Und warnt: "Wir müssen mit hoher Konzentration in das Spiel gehen. Es ist das erste Spiel nach langer Pause, das darf man nicht unterschätzen. Schalke hat auch Zeit gehabt, sich neu zu sortieren."

Geht es nach Jakic wird das Fußballjahr 2023 sogar noch erfolgreicher als das Jahr 2022. "Wir wollen unter die ersten Fünf in der Bundesliga kommen. Aber mein persönliches Ziel ist die Champions League. Es ist mein Traum, die Champions League zu gewinnen."