Ukraine-Spiel: Bundesligisten erwägen Verzicht

Joachim Löw

Nations-League

Ukraine-Spiel: Bundesligisten erwägen Verzicht

Das Nations-League-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 10. Oktober in der Ukraine wird immer mehr zum Politikum. Die Bundesligisten stellen sich quer.

Die betroffenen Vereine um Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig wollen sich vorbehalten, ihre Stars für den Corona-Risikotrip freizugeben. "Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen", sagte BVB-Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl dem "kicker".

FIFA: Keine Abstellungspflicht

Das Thema beschäftige die Klubs "extrem", betonte er, noch gibt es keine endgültige Vorgabe vom Weltverband. Die FIFA hatte vor den September-Länderspielen per Rundschreiben darüber informiert, dass für Spieler keine Abstellungspflicht bestehe, wenn sie in als Risikogebiet gelisteten und mit Reisebeschränkungen bedachten Städten antreten sollen. Sollte die FIFA diese Regelung aufrechterhalten, wäre die Abstellung der Nationalspieler für das Ukraine-Spiel freiwillig.

Zorc über die "Abstell-Problematik" Sportschau 24.09.2020 00:38 Min. Verfügbar bis 24.09.2021 Das Erste

Bierhoff wirbt um Vertrauen

Bundestrainer Joachim Löw gab bereits zu, er habe "ein mulmiges Gefühl" bezüglich der Begegnung. DFB-Direktor Oliver Bierhoff warb in den vergangenen Tagen bei den Klubs um Vertrauen. "Ich finde, dass die Länderspielphase im September gezeigt hat, dass auch unser Hygienekonzept sehr gut greift", betonte er: "Die Vereine wissen, dass wir besondere Sorgfalt an den Tag legen."

Nations League - Streit ums Spiel in der Ukraine

Sportschau 25.09.2020 02:04 Min. Verfügbar bis 25.09.2021 ARD Von Constantin Kleine

Größerer Kader für Blitzbesuch

Löw will in der kommenden Woche einen größeren Kader nominieren als üblich. Auch, um die Belastung angesichts der beiden weiteren Länderspiele jeweils in Köln gegen die Türkei (7.10.) und die Schweiz (13.10./Nations League) zu steuern.

In Absprache mit Teamarzt Tim Meyer wurde zudem festgelegt, dass die Ukraine-Reise zu einem nicht einmal 36-stündigen Blitzbesuch wird, bei dem der Kontakt zur Außenwelt - wie schon im September in Stuttgart und Basel - abgesehen vom Spiel vermieden werden soll. "Wir werden uns vor Ort weiter im geschützten Kreis bewegen", versprach Bierhoff.

Eberl: "Spieler kann entscheiden, ob er gehen möchte" Sportschau 25.09.2020 01:02 Min. Verfügbar bis 25.09.2021 Das Erste

sid | Stand: 24.09.2020, 09:47

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