Lille, Man City, Besiktas - das sind Europas Fußball-Meister

Lille, Man City, Besiktas - das sind Europas Fußball-Meister

Von Nicolas Weber

In Deutschland haben sich die Bayern souverän den neunten Titel in Serie gesichert - andere Länder wie Frankreich oder Spanien hatten ein deutlich spannenderes Meisterschaftsrennen. Europas Meister im Überblick.

Bayern München feiert die Meisterschaft 2020/2021

Deutschland: FC Bayern München
Auch in diesem Jahr war der FC Bayern nicht zu stoppen und holte sich zum neunten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft. Durch den Titel Nummer 31 darf Bayern nun auch als erster Verein in der Geschichte der Bundesliga einen fünften Stern auf der Brust tragen.

Deutschland: FC Bayern München
Auch in diesem Jahr war der FC Bayern nicht zu stoppen und holte sich zum neunten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft. Durch den Titel Nummer 31 darf Bayern nun auch als erster Verein in der Geschichte der Bundesliga einen fünften Stern auf der Brust tragen.

England: Manchester City
Zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren heißt der englische Meister Manchester City. Nach 2017/2018 und 2018/2019 konnte sich das Team von Trainer Pep Guardiola auch in diesem Jahr den Titel sichern - und jubelte dabei von der Couch aus. City profitierte nämlich am 36. Spieltag von der Niederlage des Stadtrivalen Manchester United, die die Meisterschaft schon zwei Spieltage vor Schluss entschied.

Spanien: Atletico Madrid
Atletico hat sich am Ende für eine grandiose Saison belohnt und bis zum Schluss Real Madrid und den FC Barcelona in Schach gehalten. Im Fernduell mit Real blieb das Team von Trainer Diego Simeone am letzten Spieltag souverän und sicherte sich mit einem Sieg bei Valladolid mit zwei Punkten Vorsprung den ersten Platz. Insgesamt ist es der elfte Meistertitel für die "Rojiblancos".

Italien: Inter Mailand
Der Bann ist gebrochen: Inter Mailand hat es geschafft, Juventus Turin nach neun Meisterschaften in Folge abzulösen. "Ein Reich ist eingestürzt", sagte Inter-Coach Antonio Conte, als die Meisterschaft vier Spieltage vor Schluss sicher war. Conte selbst feierte schon von 2011 bis 2014 als Trainer von Juventus drei Meisterschaften. Für die "Nerazzuri" ist es der 19. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Juventus darf sich mit dem am Ende glücklichen Einzug in die Champions League trösten.

Frankreich: Lille OSC
Genau zehn Jahre nach dem letzten Meistertitel ist es Lille tatsächlich gelungen, den schier übermächtigen PSG hinter sich zu lassen. Dabei war es bis zum Schluss ein Kopf an Kopf-Rennen mit dem Pariser Star-Ensemble, das die Mannschaft von Trainer Christophe Galtier am Ende für sich entscheiden konnte. Lille überzeugte die gesamte Saison über vor allem durch Konstanz und defensive Stabilität. Dem hatte Paris mit seinen Stars Kylian Mbappè und Neymar zu wenig entgegenzusetzen.

Österreich: RB Salzburg
In Österreich hingegen hält die Dominanz von RB Salzburg unvermindert an. Für die Salzburger ist es der achte Meistertitel in Folge. Seit dem Einstieg von Red Bull 2005 gingen zwölf der vergangenen 16 Meisterschaften in die Mozartstadt. Für den Erfolgstrainer Jesse Marsch ist es allerdings die vorerst letzte in Österreich: Der US-Amerikaner wird in der kommenden Saison das Traineramt bei RB Leipzig übernehmen.

Schweiz: Young Boys Bern
Lange Zeit gab es in der Schweiz kein Vorbeikommen am FC Basel. Doch nun zeichnet sich eine neue Dominanz ab: Zum vierten Mal in Folge konnten sich die Young Boys Bern den Schweizer Meistertitel sichern – und das äußerst souverän. Das Team vom zukünftigen Leverkusen-Trainer Gerardo Seoane übernahm am achten Spieltag die Tabellenführung und gab sie nicht mehr her. Schon sieben Spieltage vor Schluss hatten die Young Boys 24 Punkte Vorsprung auf Basel und krönten sich vorzeitig zum Meister.

Niederlande: Ajax Amsterdam
Nachdem im vergangenen Jahr die Saison wegen der Corona-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden konnte, kann die niederländische Eredivisie in diesem Jahr wieder einen Meister aufweisen. Rekord-Champion Ajax Amsterdam mit Trainer Erik ten Hag gewann den 35. Titel der Vereinsgeschichte und bedankte sich mit einer besonderen Aktion bei den Fans. Ajax ließ die Meisterschale einschmelzen und daraus 42.000 kleine Sterne gießen - für jeden Dauerkarteninhaber einen.

Türkei: Besiktas Istanbul
Während viele europäische Ligen die große Spannung vermissen ließen, war der Meisterkampf in der türkischen Süper Lig an Dramatik kaum zu überbieten. Am letzten Spieltag hatten noch die punktgleichen Teams Besiktas und Galatasaray sowie zwei Punkte dahinter Fenerbahce die Chance auf den Titel. In dramatischen Parallelspielen erlöste sich Besiktas dann mit einem Foulelfmeter zum 2:1 in der 69. Minute, gewann das Spiel und dank einer besseren Tordifferenz auch die Meisterschaft. 

Dänemark: Bröndby
Der Traditionsklub Bröndby IF hat zum zehnten Mal die dänische Fußball-Meisterschaft gewonnen. Die Mannschaft um den deutschen Torhüter Marvin Schwäbe setzte sich am letzten Spieltag mit 2:0 (1:0) gegen den FC Nordsjaelland durch und sicherte sich mit zwei Punkten Vorsprung vor Vorjahressieger FC Midtjylland den ersten Titel seit 2005.

Russland: Zenit St. Petersburg 
Zum dritten Mal in Serie konnte Zenit St. Petersburg die Meisterschaft in der russischen Premier Liga gewinnen. Zwei Spieltage vor Schluss kam es zum Spitzenspiel gegen den Verfolger Lokomotive Moskau. Zenit setzte sich dort mehr als souverän mit 6:1 durch und war damit uneinholbar auf dem ersten Platz.   

Portugal: Sporting Lissabon 
Nach 19 Jahren des Wartens konnten die Fans des Traditionsklubs Sporting Lissabon erstmals wieder die portugiesische Meisterschaft feiern. Durch einen Sieg am 32. Spieltag war Sporting für Titelverteidiger Porto nicht mehr einholbar. Die letzte Meisterschaft hatten die "Löwen" in der Saison 2001/2002 gewonnen. Damals spielte in der Sporting-Jugend noch ein gewisser Cristiano Ronaldo, der seinem ehemaligen Verein in diesem Jahr über Instagram gratulierte.  

Griechenland: Olympiakos Piräus 
Sechs Teams hatten sich in der griechischen Super League bis Mitte März für die Playoffs im Kampf um die Meisterschaft qualifiziert. Nach nur vier weiteren Spieltagen stand dann Olympiakos Piräus als Gewinner fest. Am Ende setzte sich der Rekordmeister mit 26 Punkten Vorsprung durch und durfte den 46. Meistertitel aufs Briefpapier drucken. 

Belgien: FC Brügge
Die vier besten Teams spielten in Belgien in den Meisterschafts-Finalspielen gegeneinander um den Titel. Am Ende triumphierte der FC Brügge, der bereits die reguläre Saison dominiert hatte. Vizemeister wurde KRC Genk.

Schottland: Glasgow Rangers
Insolvenz und Neustart in der vierten Liga - die Glasgow Rangers haben eine lange Durststrecke hinter sich. Erstmals seit 2011 konnten sich die Rangers nun wieder den Meistertitel in der schottischen Premiership sichern. Dabei stellte das Team von Trainer Steven Gerrard gleich mehrere Vereinsrekorde auf. Erstmals beendeten die Rangers eine Saison ohne eine Niederlage. Zudem holten "The Gers" 102 von 114 möglichen Punkten und durchbrachen zum ersten Mal die 100 Punkte-Marke.

Tschechien: Slavia Prag
Bereits zum dritten Mal in Folge heißt der Meister in der tschechischen Fortuna Liga Slavia Prag. Vier Spieltage vor Schluss konnte Slavia vom Verfolger und Rekordmeister Sparta Prag nicht mehr eingeholt werden. Bis jetzt ist der diesjährige Viertelfinalist der Europa League dabei ungeschlagen.

Serbien: Roter Stern Belgrad
Partizan oder Roter Stern – einer der beiden Belgrader Klubs holt sich in der serbischen Liga fast immer den Titel. Jetzt ist es bereits zum vierten Mal in Folge Roter Stern geworden – in diesem Jahr ungeschlagen mit 108 Punkten aus 38 Spielen. Trainer des nun zwölfmaligen Meisters ist der ehemalige Inter-Spieler Dejan Stankovic.

Kroatien: Dinamo Zagreb
Schon vier Spieltage vor Schluss konnte Dinamo Zagreb das Meisterschaftsrennen der kroatischen Liga für sich entscheiden. Das ist keine große Überraschung, denn Dinamo wurde in 14 der vergangenen 15 Jahre kroatischer Meister.

Ukraine: Dynamo Kiew
Nach vier Titeln in Folge ist die Dominanz von Schachtar Donezk in der Ukraine zu Ende gegangen. Erstmals nach 2015/2016 konnte wieder Dynamo Kiew den Meistertitel in der Premier-Liga gewinnen. Meistertrainer von Dynamo ist ausgerechnet Schachtar-Legende Mircea Lucesco. Der Rumäne coachte Donezk zwölf Jahre lang und führte es zu acht Meistertiteln.

Ungarn: Ferencvaros
Zum dritten Mal in Folge konnte sich Ferencvaros zum ungarischen Meister krönen. Der Rekordmeister musste dabei in 33 Partien nur eine einzige Niederlage hinnehmen und wurde mit 20 Punkten Vorsprung auf Puskas Akademia Erster. Für Ferencvaros ist es bereits der 32. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Stand: 24.05.2021, 20:16 Uhr

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