Premier League - Paukenschlag von Leicester bei Man City

Leicester City jubelt bei Manchester City

England

Premier League - Paukenschlag von Leicester bei Man City

Leicester City hat in der englischen Premier League Mitfavorit Manchester City eine empfindliche Niederlage zugefügt. Der FC Chelsea und Manchester United kamen noch einmal davon. Der FC Everton bleibt mit weißer Weste ganz vorne.

Manchester City hat am dritten Spieltag der englischen Premier League einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Im Topspiel unterlag der Vizemeister von Star-Trainer Pep Guardiola am Sonntag (27.09.2020) Leicester City mit 2:5 (1:1) und kassierte bereits früh in der Saison die erste heftige Niederlage. Jamie Vardy sorgte mit drei Treffern (37. Minute/Foulelfmeter, 54. und 58./Foulelfmeter) fast im Alleingang für den Erfolg des Tabellenführers.

Riyad Mahrez schoss die Gastgeber mit einem fulminanten Schuss in den Winkel bereits nach vier Minuten zwar in Führung. Danach folgte aber der große Auftritt von Leicesters Torjäger Vardy. Der 33-Jährige verwandelte nicht nur zwei Foulelfmeter und traf per Hacke zum 2:1, sondern holte auch zwei Strafstöße heraus. James Maddison (77.) und Youri Tielemans (88.) mit einem erneut verwandelten Foulelfmeter waren ebenfalls für die Gäste erfolgreich. Nathan Aké verkürzte zwischenzeitlich auf 2:4 (84.).

Chelsea holt drei Tore auf

Nach einem fragwürdigen Auftritt im ersten Durchgang hatte Chelsea am Samstag bei West Bromwich am Ende wenigstens noch einen Punkt gerettet. Der Aufsteiger lag nach den Toren von Callum Robinson (4., 25.) und Kyle Bartley nach einer halben Stunde mit 3:0 in Führung. Chelsea fand erst nach dem Wechsel einen Zugang zum Spiel, Mason Mount startete mit seinem Treffer (55.) die Aufholjagd der "Blues". Nach dem Anschlusstreffer durch Callum Hudson-Odoi (70.) staubte Tammy Abraham in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:3-Ausgleich ab.

Die zwei deutschen Zugänge Timo Werner und Kai Havertz, der unter der Woche noch mit einer Drei-Tore-Gala im Ligapokal geglänzt hatte, spielten von Beginn an. Vor allem Werner hatte mit gefährlichen Offensivaktionen maßgeblichen Anteil an Chelseas Aufschwung im zweiten Durchgang. Trotz des glücklichen Ende hinkt Chelsea aber weiter hinter den Erwartungen her.

United siegt in der zehnten Minute der Nachspielzeit

Manchester Uniteds Harry Maguire im Wortduell mit Brightons Lewis Dunk

Manchester United feierte bei Brighton and Hove den ersten Saisonsieg - nach einer turbulenten Schlussphase. Schiedsrichter Chris Kavanagh hatte die Partie in Brighton beim Stand von 2:2 bereits abgepfiffen, wurde dann aber vom Videoassistenten nochmals an den Bildschirm geschickt. Brightons Neal Maupay hatte den Ball zuvor nach einem Eckstoß, der vermeintlich letzten Aktion des Spiels, mit der Hand berührt. Nach Überprüfung der Bilder entschied der Schiedsrichter tatsächlich auf Strafstoß für United, der Portugiese Bruno Fernandes behielt vom Punkt die Nerven und erzielte den 3:2-Siegtreffer für United in der zehnten Minute der Nachspielzeit.

Der Last-Minute-Treffer war die Krönung einer turbulenten Nachspielzeit, nachdem Brightons Solly March mit seinem Treffer (90. +5) den Gastgebern einen vermeintlichen Punkt gerettet hatte. Maupay hatte Brighton vor der Pause (40.) per Elfmeter in Führung gebracht - nach einem Foulspiel von Fernandes und anschließendem Videobeweis.

Nach dem Ausgleich für United durch ein Eigentor von Lewis Dunk (43.) traf Marcus Rashford, doch sein Treffer wurde nach Videobeweis wieder einkassiert (52.). Kurz darauf traf Rashford (55.) aber regelkonform zur Führung, ehe sich in der Nachspielzeit die Ereignisse überschlugen. United hatte das glücklichere Ende für sich und vermied damit nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Crystal Palace einen kompletten Fehlstart.

Everton gewinnt auch bei Crystal Palace

Der FC Everton steht nach drei Spieltagen weiter mit makelloser Bilanz da. Die "Toffees" setzten sich bei Crystal Palace mit 2:1 durch und feierten den dritten Sieg im dritten Spiel. Dominic Calwert-Lewin besorgte die frühe Führung (10.), Cheikhou Kouyaté (26.) glich für die Süd-Londoner per Kopf aus. Richarlison (40.) sorgte mit seinem Elfmetertor nach einem Handspiel von Joe Ward für die Entscheidung.

red/dpa/sid | Stand: 27.09.2020, 19:34

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