Rüffel für internationalen Ligabetrieb

Bayerns Thomas Müller in Doha

Nach Corona-Fällen beim FC Bayern

Rüffel für internationalen Ligabetrieb

Von Benjamin Best

Die Leiterin des Münchner Gesundheitsreferats Beatrix Zurek hat die "muntere Reisetätigkeit" im internationalen Fußball kritisiert. Da laufe etwas schief, das gebe ein ganz schlechtes Bild ab.

Nach den zwei Positiv-Fällen bei Bayern München während und nach der Reise nach Katar hat Bayern München das Covid-19-Hygienekonzept in Abstimmung mit dem zuständigen Münchner Gesundheitsreferat verschärft.

Die Leiterin des Amtes, Beatrix Zurek, legt Wert auf die Feststellung, dass sie nicht das Hygienekonzept des Vereins Bayern München kritisiere, sondern vertrauensvoll mit dem Verein zusammenarbeite. Das Münchener Gesundheitsreferat untersucht zur Zeit den jüngsten Covid-19-Fall des Spielers Benjamin Pavard, der nach der Klub-WM in Katar aufgetreten war.

Im internationalen Ligabetrieb laufe "etwas schief", das gebe ein "ganz schlechtes Bild" ab, sagte Zurek mit Blick auf die "muntere Reisetätigkeit" im Interview mit Sport inside. Selbst bei Beachtung der besten Hygieneregeln seien die Spieler dadurch einem erhöhtem Risiko ausgesetzt.

Münchener Gesundheitsreferentin Zurek: "Muntere Reisetätigkeit gibt ein ganz falsches Bild" Sportschau 12.03.2021 00:41 Min. Verfügbar bis 12.03.2022 Das Erste

FC Bayern verschärft Hygieneregeln

Auf Anregung des Münchner Gesundheitsreferates hat Bayern München die Hygieneregeln verschärft. Der Verein erklärte dazu gegenüber Sport inside schriftlich: "Um einen Eintrag weiterer Infektionen möglichst zu verhindern, wurde nach enger Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt das bestehende Testkonzept um tägliche PCR- und Antigentests erweitert. Darüber hinaus wurde eine sogenannte 'Arbeitsplatzquarantäne' vereinbart und umgehend umgesetzt." Damit dürfen sich die Bayern-Profis nur noch an ihrem Arbeitsplatz und an ihrem Wohnort aufhalten.

Münchener Gesundheitsreferentin Zurek: "Ich halte das für einen richtigen und wichtigen Schritt" Sportschau 12.03.2021 00:26 Min. Verfügbar bis 12.03.2022 Das Erste

DFB will Verstöße schärfer ahnden

Kölner Spieler feiern zusammen in der Kabine

Der DFB, der für die Beachtung der Hygieneregeln innerhalb der Stadien zuständig ist, kündigte unterdessen gegenüber Sport inside an, im Wiederholungsfall Verstöße in Zukunft schärfer zu ahnden und vor das Sportgericht zu bringen. Gleichzeitig müsse auch mit einer Geldstrafe zu rechnen sein, so der Verband weiter. Zuvor waren die Vereine 1. FC Köln und Hannover 96 nach Verstößen gegen das Hygienekonzept der Bundesliga mit Ermahnungen davongekommen.

Hinweis: In einer früheren Version des Beitrags lautete die Überschrift "Münchner Gesundheitsreferat rüffelt Bayern München". Außerdem fehlte der Satz "Die Leiterin des Amtes, Beatrix Zurek, legt Wert auf die Feststellung, dass sie nicht das Hygienekonzept des Vereins Bayern München kritisiere, sondern vertrauensvoll mit dem Verein zusammenarbeite." Zudem waren die beiden Video-Auschnitte der Aussagen von Frau Zurek in einer früheren Fassung zusammengeschnitten. Dadurch ist ein falscher Eindruck über den Zusammenhang entstanden, in dem die Aussagen getroffen wurden. (12.3.2021)

Stand: 12.03.2021, 20:24

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