Bundesliga: Vier Klubs, vier Punkte, vier Probleme

Adi Hütter (v. l.), Pellegrino Matarazzo, Jesse Marsch, Oliver Glasner

Fußball | Bundesliga

Bundesliga: Vier Klubs, vier Punkte, vier Probleme

Vier Klubs aus der Bundesliga finden sich in der unteren Tabellenhälfte wieder, obwohl sie teilweise deutlich höher erwartet wurden. Welche Gründe haben die holprigen Starts von Borussia Mönchengladbach, dem VfB Stuttgart, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt?

Noch ist es zu früh, um Alarmglocken zu schrillen. Aber es sind bei RB Leipzig immerhin schon sechs Punkte Rückstand auf einen Tabellenplatz, der den neuerlichen Eintritt in die Champions League gewähren wird. Der Rückstand auf den Spitzenreiter FC Bayern beträgt nach nur fünf Spielen sogar schon neun Punkte.

Es wird Zeit, allmählich mal wieder zu gewinnen. Das gilt auch für Eintracht Frankfurt, das in dieser Saison noch gar keinen Sieg feierte, genau wie für den VfB Stuttgart, bei dem nach einem fulminanten Start leichte Ernüchterung einkehrte, und Borussia Mönchengladbach, das vor dem Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer unter Druck steht - alle Partien des 6. Spieltags 90 Minuten live hören und im Sportschau-Live-Ticker.

RB Leipzig

Trainer weg, zwei wichtige Innenverteidiger weg, dann auch noch der Abgang von Kapitän Marcel Sabitzer: Es war abzusehen, dass es für Leipzig schwierig werden könnte. Aber dass der Tabellenzweite der vergangenen Saison nur eines der ersten fünf Spiele gewinnt, kommt überraschend. Dirk Hofmeister vom MDR analysiert den holprigen Saisonstart der Leipziger.

Eintracht Frankfurt

Das Ende der vergangenen Saison war schon enttäuschend, der Beginn der neuen ist es auch. Nach der Auftaktniederlage in Dortmund, die noch einzukalkulieren war, gelangen der Frankfurter Eintracht vier Unentschieden hintereinander. Lediglich der Punktgewinn in Wolfsburg, der Trainer Oliver Glasner bei seinem ehemaligen Klub begann, stellte zufrieden. Mark Weidenfeller vom HR hat den Tabellenfünften der vergangenen Saison unter die Lupe genommen.

VfB Stuttgart

Tabellenführer nach dem ersten Spieltag, aber nach dem 5:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth folgte schnell die Ernüchterung mit einer klaren Niederlage in Leipzig. Angesichts auch der personellen Probleme wird der VfB mit den nur vier Punkten noch am besten von den hier betrachteten vier Klubs leben können. Aber künftig sollte es für die Schwaben schon in der Tabelle nach oben gehen.

Was wenig Mut macht: die Verletzungsmisere. Silas Katompa Mvumpa, Shootingstar der letzten Saison, fehlt seit März mit Kreuzbandriss. Sasa Kalajdzic wurde zunächst von einer Coronainfektion außer Kraft gesetzt, ehe er sich bei seinem Comeback eine Schulterverletzung zuzog. So herrscht insbesondere im Angriffszentrum eine Vakanz. Orel Mangala kehrte nach langer Verletzungspause gerade erst zurück, Neuzugang Chris Führich fällt bislang verletzt aus. Angreifer Mohamed Sankoh, einer der Gewinner der Vorbereitung, verletzte sich gegen Fürth so schwer, dass er bis zu zwölf Monate fehlen wird. Dazu kommen weitere Ausfälle, wie etwa Philipp Förster oder Waldemar Anton.

Weiterer Grund ist die Unordnung in der VfB-Defensive bisher -und daraus resultierend auch die vielen sehr frühen Gegentore. Insgesamt haben nur zwei Teams mehr Gegentore bekommen als der VfB. Johann Schicklinski und Martin Thiel vom SWR haben sich die Situation beim VfB angeschaut.

Borussia Mönchengladbach

Starke Leistung und ein Punktgewinn zum Start gegen den Meister FC Bayern, aber danach kam nur noch wenig. Selbst beim Sieg gegen Arminia Bielefeld überzeugte Borussia Mönchengladbach kaum. Jörg Strohschein vom WDR beleuchtet die Situation beim fünfmaligen Deutschen Meister.

Die Gründe für den Fehlstart von Borussia Mönchengladbach Sportschau 23.09.2021 01:19 Min. Verfügbar bis 23.09.2022 Das Erste

red | Stand: 24.09.2021, 07:30

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