"Zukunft Profifußball" - Taskforce nimmt Arbeit auf

Ein Banner mit der Aufschrift: "Der Fußball wird leben, euer Business ist krank!" im Stuttgarter Stadion

35 Vertreter aus verschiedenen Bereichen

"Zukunft Profifußball" - Taskforce nimmt Arbeit auf

Die Corona-Pandemie hat viele Symptome, an denen der Fußball krankt, noch verstärkt. Nun sollen mit 36 Vertretern aus verschiedenen Bereichen Reformen erarbeitet und später von der Deutschen Fußball Liga (DFL) verabschiedet werden.

"Was hat der Fußball falsch gemacht?", fragte Christian Seifert, der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) während einer Pressekonferenz am 23. April 2020. Die Antworten erhielt er vor allem in den Sozialen Netzwerken. Genau wie die Häme dafür, diese Frage überhaupt gestellt zu haben.

Runde erarbeitet Verbesserungsvorschläge

In den Monaten der Pandemie ist genug über die Probleme des Fußballs diskutiert worden. Nun soll in einer großen Runde besprochen werden, was der Fußball künftig besser, zumindest anders machen soll.

Die Taskforce "Zukunft Profifußball" nimmt am Dienstag (13.10.2020) ihre Arbeit auf. Bis zum Jahresende soll sie Ergebnisse präsentieren, die dann von den 36 Klubs der DFL beraten und möglicherweise zur Abstimmung gestellt werden.

"Weg für grundlegende Veränderungen ebnen"

Verteter des Fußballs, der Politik, der Wirtschaft, aber vor allem auch Vertreter aus den aktiven Fanszenen gehören der Taskforce an. Helen Breit von "Unsere Kurve", verteten in der Arbeitsgemeinschaft Fankulturen, sagte der Sportschau: "Ich erwarte einen zielgerichteten, offenen und gerne auch kontroversen Austausch. Ich erhoffe mir, dass sich alle Teilnehmenden intensiv vorbereitet haben, da die Gesprächszeit knapp bemessen ist." Nur dann könne es "uns als Gruppe gelingen, zu geeigneten Empfehlungen zu kommen".

Sportschau Thema - Der Profifußball nach Corona Sportschau Thema 16.06.2020 01:00:23 Std. Verfügbar bis 17.06.2021 Das Erste

Ziel, so Breit, müsse es sein, "den Weg für grundlegende Veränderungen zu ebnen und nicht zu kleinteilig zu denken". Besondere Relevanz habe für sie, "dass bisher Erarbeitetes berücksichtigt wird und wir nicht bei Null anfangen. Wie etwa unsere Konzepte aus dem Projekt 'Zukunft Profifußball', die wir veröffentlicht haben".

Die Zusammensetzung der Taskforce "Zukunft Profifußball"
Vereine und Verbände
Oliver BierhoffDirektor DFB
Fredi BobicVorstand Eintracht Frankfurt
Max EberlSportdirektor Borussia Mönchengladbach
Peter GörlichGeschäftsführer TSG Hoffenheim
Mario HammFinanzdirektor 1. FC Nürnberg
Alexander JobstVorstand FC Schalke 04
Fabian OttoFinanzdirektor Bayer Leverkusen
Heike Ullrichstellv. Generalsekretärin DFB
Lutz HangartnerPräsident Bund Deutscher Fußball-Lehrer
aktive Spieler
Robin HimmelmannFC St. Pauli
Andreas Luthe1. FC Union Berlin
Fanszene
Helen BreitAG Fankulturen
Manuel GaberAG "Zukunft Profißball"
Jan-Henrik GruszeckiAG "Zukunft Profißball"
Anna-Maria HassAG "Zukunft Profißball"
Christian SchmidtAG Fankulturen
Ramona StedingAG Fankulturen
Politik
Britta DasslerFDP, Mitglied des Bundestages
Lars KlingbeilGeneralsekretär SPD
Carsten LinnemannCDU, Mitglied des Bundestages
Cem ÖzdemirBündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Bundestages
Martin SchulzSPD, Mitglied des Bundestages
Wirtschaft
Cornelius BaurUnternehmensberatung McKinsey
Vera-Carina ElterBeratungsunternehmen KPMG
Tanja FerkauUnternehmensberatung Impct
Daniela Huckele-GörischSoftwarekonzern SAP
Dirk HuefnagelsFinanzgruppe Unicredit
Katja KrausJung von Matt/Sports
Medien
Jörg JakobsSportmagazin "kicker"
Philipp KösterFußballmagazin "11 Freunde"
Carsten SchmidtSky
Sonstige
Martin NolteSportrechtler
Frank RybakSpielergewerkschaft VdV
Sylvia SchenkTransparency International Deutschland
Sascha L. SchmidtDirektor "Center for Sports and Management der WHU"
Martin StopperSportrechtler

red/sid/dpa | Stand: 13.10.2020, 07:00

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