Skispringen - Paschke überzeugt, Granerud überraschend draußen

Skispringer Pius Paschke

Skispringen | Qualifikation in Ruka

Skispringen - Paschke überzeugt, Granerud überraschend draußen

Alle sechs deutschen Springer sind beim Wettbewerb in Ruka am Samstag dabei. Der Gesamtweltcupsieger Halvor Egner Granerud scheitert dagegen völlig überraschend.

Auch zu Beginn des zweiten Wochenendes der neuen Weltcup-Saison bestätigen die deutschen Skispringer ihre starke Form. Am Freitagabend in der Qualifikation in Ruka/Finnland ersprangen sich alle sechs deutschen Springer das Ticket für den Wettbewerb am Samstag.

Am stärksten war dabei Pius Paschke mit 138,5 Metern und am zweitbesten der schon am vergangenen Wochenende in Nischni Tagil überzeugendste: Karl Geiger. Der 28-Jährige hat seine Gala-Form aus dem vergangenen Winter also auch in die Olympia-Saison mitnehmen können, er wurde Sechster.

Norweger Granerud verpasst den Wettbewerb am Samstag

Für eine unrühmliche Überraschung sorgte dagegen der norwegische Überflieger der Vorsaison: Der Gesamtweltcupsieger Halvor Egner Granerud landete lediglich bei 111,5 Metern und schaffte als lediglich 53. nicht die Qualifikation für den Wettbewerb.

Geiger darf nach seinem Sieg und dem folgenden zweiten Platz zum Auftakt dagegen nun in Ruka beim dritten Weltcup-Springen in dieser Saison im Gelben Trikot des Spitzenreiters den finnischen Berg hinunterfliegen.

Zeitplan in Ruka/Finnland

Schon vor dem Wettbewerb hatte er gesagt: "Die Schanze ist sehr cool, manchmal auch ein bisschen tricky. Es könnte windig sein, aber ich mag sie ganz gerne und habe dort auch schon ein paar ganz gute Ergebnisse gemacht."

Paschke: "Fast meine Lieblingsschanze" in Kuusamo

Doch auch die anderen überzeugten: Pius Paschke legte in Kuusamo als Dritter mit 138,5 Metern einen formidablen Satz hin – und bekam dafür Applaus von seinen Teamkollegen. "Es ist eigentlich fast meine Lieblingsschanze", sagte der 31-Jährige aus Kiefersfelden im ZDF.

Lediglich der Japaner Ryoyu Kobayashi (147 Meter) sowie die Österreicher Jan Hörl und Daniel Huber (je 141,5 Meter) sprangen diesmal weiter.

Hinter Paschke und Geiger schaffte Eisenbichler (135,5 Meter) einen starken achten Platz, Constantin Schmid (133,5) sprang auf Rang 17.

Wellinger wird "stabiler" - Wank positiv auf Corona getestet

Der Ruhpoldinger Andreas Wellinger wurde als schwächster DSV-Adler (!) mit einem soliden Satz auf 128,5 Metern 29., knapp hinter dem 21. Stephan Leyhe. "Insgesamt bin ich ganz zufrieden", sagte Wellinger, Olympiasieger von 2018, der sich nach einem Kreuzbandriss ganz sachte wieder in Richtung Spitze vorarbeitet. "Die Sprünge werden stabiler und auch besser und daher ist es der richtige Weg."

Unbeeindruckt zeigten sich die deutschen Springer damit auch vom Corona-Fall ihres Co-Trainers Andreas Wank. Er wurde zunächst bei einer internen Testung und später auch bei einem im finnischen Ruka durchgeführten PCR-Test positiv auf das Virus getestet. Der DSV teilte mit, dass es Wank gut gehe, er zeige keine Symptome. Das Team durfte antreten.

jki | Stand: 26.11.2021, 18:17

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