Skispringen | Bischofshofen Deutsche Skispringer nach Geiger-Sturz nur Sechste

Stand: 09.01.2022 17:39 Uhr

Die Pannenserie der deutschen Skispringer hat sich auch am letzten Tag einer langen Woche in Bischofshofen fortgesetzt. Ein Sturz brachte das Team vorzeitig um alle Podestchancen. Und einer meinte, er habe "die Schnauze voll".

Die deutschen Skispringer haben im Teamspringen in Bischofshofen den sechsten Platz belegt. In der Besetzung Constantin Schmid, Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Karl Geiger fehlten dem DSV-Quartett in der Endabrechnung 72,4 Punkte zum Sieger. Der kam aus Österreich. Die Lokalmatadoren siegten deutlich vor Japan und Norwegen.

Geiger stürzt im ersten Durchgang

Die Pleite stand bereits nach dem ersten Durchgang fest, nachdem Karl Geiger seinen Sprung nach der Landung nicht stehen konnte. Neuschnee hatte den Aufsprunghang stumpf gemacht.

Auch andere Springer hatten da ihre Probleme, aber der Punktabzug für Geiger machte jegliche Ambition auf einen Podestplatz zunichte. "Der Karl hat sich entschuldigt", meinte Wellinger und fügte hinzu: "Das muss er aber nicht. Das kann jedem passieren." Und auch ohne den Sturz wäre ein Podestplatz schwierig geworden.

Teamspringen in Bischofshofen - Sturz von Karl Geiger

Sportschau, 09.01.2022 09:00 Uhr

Schadensbegrenzung im Finale

Im Finale ging es darum, das Springen ordentlich zu Ende zu bringen. Vor allem Eisenbichler, schon im ersten Durchgang mit 132,5 Metern Deutschlands Bester, zeigte einen mehr als ordentlichen Sprung auf 133 Meter und betrieb damit nach der Disqualifikation vom Vortag Rehabilitation in eigener Sache. Geiger beschränkte sich auf einen Sicherheitssprung (128 Meter), schüttelte nur den Kopf, winkte in die Kamera und verließ die Arena.

Stefan Horngacher: "Die Luft war raus"

Sportschau, 09.01.2022 09:00 Uhr

Horngacher stellte Mannschaft um

Zum Abschluss einer langen Skisprung-Woche in Bischofshofen hatte Bundestrainer Stefan Horngacher noch einmal umgestellt und neben den beiden Gesetzten, Eisenbichler und Geiger, noch Wellinger und Schmid aufgestellt.

Sportschau-Experte Sven Hannawald meinte, die Entscheidung sei nachvollziehbar. Horngacher habe auf Frische gesetzt, denn die bisherigen Teamspringer Stephan Leyhe und Pius Paschke seien doch schon ganz schön platt gewesen.

Schmid (124,5/126,5 Meter) hatte aber bereits in der Probe Probleme und verlor als Startspringer bereits viele Punkte. Andreas Wellinger (123/129 Meter) kam zumindest im zweiten Durchgang passabel zurecht.

Nächste Weltcupstation Zakopane

Nach Bischofshofen fährt der Skisprungtross nach Polen. In Zakopane stehen am kommenden Wochenende drei Springen auf dem Programm, darunter auch ein Teamwettbewerb.

Zuvor geht es für die Sksipringer aber ein paar Tage nach Hause. "Ziemlich wichtig" ist das, sagte Eisenbichler: "Mir langt es jetzt wirklich. Ich habe die Schnauze schon ein bisschen voll. Es ist schön, wenn man jetzt heimkommt und ein wenig Ruhe hat."