Slalom-Weltcup in Kitzbühel Straßer verpasst Podest um eine Hundertstel

Stand: 22.01.2023 16:19 Uhr

Linus Straßer wird beim Slalom-Weltcup in Kitzbühel auf dem Ganslernhang Vierter. Den Sieg holte sich der Schweizer Daniel Yule.

Ganz bitteres Ende für Linus Straßer: Für den Münchner hatte es beim Slalom-Weltcup in Kitzbühel lange nach einem Podestplatz ausgesehen, am Ende trennte ihn nur eine Hundertstelsekunde vom Podium, zwei Hundertstel fehlten auf Platz zwei. Nach Rennende hieß es: Rang vier für den Deutschen. Den Sieg holte sich der Schweizer Daniel Yule vor dem Briten David Ryding (+0,40) und dem Norweger Lucas Braathen (+0,41).

Yule und Ryding mit starkem zweiten Lauf

Straßer hatte nach dem ersten Durchgang die drittbeste Zeit. Der Vorsprung auf die hinteren Plätze war klein, er hatte aber durchaus ein gewisses Polster. Am Ende konnte er dies nicht verteidigen.

Zu gut war die Zeit, die Daniel Yule vorgegeben hatte, zu viel Zeit verlor er direkt am Start und im Mittelteil - und auch an der Zeit von Dave Ryding scheiterte er. Der Brite war als 15. in den zweiten Durchgang gestartet und hatte dort die Bestzeit hingelegt. Am Ende reichte es für Platz zwei.

Straßer hadert mit Platz vier

"Ich glaube, mir hat ein vierter Platz im Weltcup noch nie so weh getan wie heute", sagte Straßer sichtlich enttäuscht nach dem Rennen im ZDF: "Ich habe mich das erste Mal auf dieses Rennen gefreut, weil ich einfach verdammt gut drauf bin. Es hat sich bewiesen, dass ich es darunter kann. Das habe ich gewusst und ich weiß, irgendwann kommt der Tag, wo es auch fürs Podium reicht."

Verpasst das Podium in Kitzbühel knapp: Linus Straßer

Verpasst das Podium in Kitzbühel knapp: Linus Straßer

Kitzbühel ist für Straßer so etwas wie ein zweiter Heimweltcup. Dort hat er oft trainiert, lernte Skifahren auf Spitzenniveau. Doch im Weltcup wollte es bislang nie so richtig für ihn klappen. Zuvor konnte er erst zweimal in die Punkte fahren - beide Male war er Vierzehnter.

Feller führt und fädelt ein

Noch bitterer lief das Rennen für Manuel Feller. Der Österreicher hatte den ersten Durchgang souverän für sich entschieden und war auf Yule mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden in den finalen Lauf gegangen. Feller attackierte, fuhr aggressiv - und fädelte nur wenige Sekunden nach dem Start ein.

Manuel Feller beim Slalom in Kitzbühel

Manuel Feller beim Slalom in Kitzbühel

Statt des zweiten österreichischen Sieges am Weltcupwochenende in Kitzbühel - Vincent Kriechmayer hatte die Abfahrt am Freitag gewonnen - gab es am Sonntag eine herbe Enttäuschung.

Holzmann fährt in die Top 20

Der Oberstdorfer Sebastian Holzmann konnte unter die besten 20 fahren. Mit 1,80 Sekunden Rückstand ging es für ihn auf Platz 18. Holzmann wiederholt damit seine beste Saisonplatzierung - auch in Wengen wurde er Achtzehnter. "Kann ich mitnehmen, bin ich zufrieden. Man musste extrem sauber fahren, das ist mir gelungen", sagte Holzmann im ZDF.

Braathen übernimmt Führung im Slalom-Weltcup

Mit seinem dritten Platz übernimmt der Youngster Lucas Braathen wieder die Führung im Slalom-Gesamtweltcup von seinem Landsmann Henrik Kristoffersen. Der bisherige Führende leistete sich im ersten Durchgang einen schweren Fahrfehler und wurde Fünfter. Linus Straßer liegt dort auf Rang sechs.

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