Grotheer zum Saisonauftakt auf dem Podium - Frauen enttäuschen

Skeleton-Weltcup - Grotheer feiert Podiumserfolg Sportschau 19.11.2021 00:43 Min. Verfügbar bis 19.11.2022 Das Erste

Skeleton | Innsbruck

Grotheer zum Saisonauftakt auf dem Podium - Frauen enttäuschen

Skeleton-Weltmeister Christopher Grotheer fuhr auf der Bahn in Innsbruck/Igls auf den dritten Platz. Für Tina Hermann, Jacqueline Lölling und Hannah Neise lief es nicht ganz so gut.

Die Skeletonis sind in den Olympiawinter gestartet. Bei den Männern zeigten die deutschen Athleten um Weltmeister Christopher Grotheer, dass sie um die vorderen Plätze mitfahren können.

Auf der Bahn in Innsbruck/Igls - die Spitzengeschwindkeit liegt bei über 120 km/h - lagen die Top-Fahrer nach dem ersten Durchgang dicht beieinander. Innsbruck-Dauersieger Martins Dukurs aus Lettland führte vor Weltmeister Christopher Grotheer mit 0,09 Sekunden. Alles deutete auf ein Duell der beiden im zweiten Lauf hin.

Christopher Grotheer fährt beim Skeleton-Weltcup aufs Podium

Sportschau 19.11.2021 00:42 Min. Verfügbar bis 19.11.2022 ARD


"The Russian Rocket" mit Aufholjagd

Doch der Sieg ging an Alexander Tretiakov - "the Russian Rocket". Der Russe, im ersten Lauf 0,10 Sekunden hinter Dukurs auf Platz vier, legte im zweiten Lauf einen sehr guten Start hin - und ließ alle weiteren Fahrer hinter sich. Sein Vorsprung im Ziel auf Dukurs betrug 0,07 Sekunden.

Grotheer, der auch schon vergangenes Jahr einen dritten Platz in Innsbruck schaffte, zeigte im zweiten Lauf ein paar kleine Wackler und verlor Zeit auf Tretiakov - am Ende hatte er als Dritter 0,16 Sekunden Rückstand. "Ich bin mit dem Podest super zufrieden. Ich habe die Woche etwas gekränkelt und fühle mich nicht so spritzig, dafür waren die Startzeiten ganz gut", sagte der Oberhofer.

Auf dem undankbaren vierten Platz landete Vize-Weltmeister Axel Jungk. Der Dresdner touchierte die Bande und verlor so Zeit (+0,34 Sek.). Alexander Gassner, der das vorolympische Rennen in Peking gewonnen hatte, wurde Achter (+0,57 Sek.).

Deutsche Skeleton-Frauen enntäuschen

Bei den vorolympischen Rennen in Peking hatte das deutsche Trio noch überzeugt: Tina Hermann siegte vor Hannah Neise, Jacqueline Lölling wurde Vierte. Doch in Innsbruck verfehlten sie das Podium klar. Beste Deutsche war Weltmeisterin Hermann auf dem achten Platz (+0,79 Sek.). Lölling wurde Elfte (+1,18 Sek), Neise beendete den Wettkampf als 18. (+1,62 Sek.).

Nikitina wiederholt ihren Triumph aus Vorsaison in Innsbruck

Der Sieg ging wie bei den Männern an Russland: Elena Nikitina, im ersten Lauf noch auf Platz drei, spielte all ihre Routine aus und verwies Kimberley Bos (NED) auf den zweiten Platz (+0,10 Sek.). Die Führende nach dem ersten Lauf, Kim Meylemans aus Belgien, fiel auf Platz drei zurück (+0,13 Sek.). Nikitina siegte bereits in der Vorsaison in Innsbruck.

Olympia-Qualifikaton im Blick

Die deutschen Skeletonis wollen so schnell wie möglich die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Peking schaffen. Die Olympiakriterien sehen dabei so aus: zweimal Platz eins bis drei oder dreimal Platz eins bis acht. Außerdem gibt es noch einen Quotenplatz: Die besten zwei Nationen nach der Punkteliste dürfen mit drei Athleten zu den Spielen fahren.

nho/dpa/sid | Stand: 19.11.2021, 12:30

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