Preuß und Norwegens Biathlon-Stars sagen Ruhpolding ab

Franziska Preuß

Biathlon

Preuß und Norwegens Biathlon-Stars sagen Ruhpolding ab

Medaillen-Hoffnung Franziska Preuß muss in der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Peking den nächsten Rückschlag verkraften und fehlt auch beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding in dieser Woche. Auch die Stars aus Norwegen sagten ab.

Die 27 Jahre alte Ex-Weltmeisterin Preuß hatte sich zusätzlich zu einer im Dezember erlittenen Fußverletzung mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Deutsche Skiverband am Montag (10.01.2022) mitteilte, wurde die Infektion vor 13 Tagen festgestellt. Die Bayerin habe sich zwar erholt, sei aber noch nicht wieder voll belastbar.

"Das Beste aus der Situation machen"

"Die ersten Tage war ich ehrlich gesagt schon sehr niedergeschlagen", wurde Preuß in einer DSV-Mitteilung zitiert: "Aber inzwischen bin ich wieder optimistischer und versuche das Beste aus der Situation zu machen." Ihr Wunsch sei es, "dass ich vor Olympia noch Wettkämpfe machen kann. Aber das werden wir im Lauf der Woche entscheiden." Die letzte Chance bietet sich bereits in der kommenden Woche. Dann findet im italienischen Antholz die Olympia-Generalprobe statt.

Anschließend bleiben die deutschen Skijäger zum Training in Südtirol, ehe es am 31. Januar nach Peking geht. Nach nur drei Tagen Training steht am 5. Februar das erste Olympia-Rennen an. Preuß, Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison, galt bis zu ihrem Treppensturz Mitte Dezember in Frankreich als Kandidatin für Podestplätze. Beim Weltcup in Le Grand-Bornand war sie ausgerutscht und mit dem linken Sprunggelenk umgeknickt. Seither konnte sie kein Rennen mehr bestreiten.

Freier Startplatz geht an Hildebrand

Den freien Startplatz von Preuß beim am Mittwoch mit dem Sprint der Frauen beginnenden Weltcup erhält erneut Franziska Hildebrand. Außerdem kommt Marion Wiesensarter für Janina Hettich zum Einsatz. Im Vergleich zu den Rennen in der Vorwoche im thüringischen Oberhof ersetzt David Zobel bei den Männern Lucas Fratzscher.

Top-Stars aus Norwegen verzichten wegen Olympia

Preuß' Absage war für die Ausrichter in Ruhpolding nicht die einzige schlechte Nachricht am Montag. Die norwegischen Top-Biathleten um den zwölfmaligen Weltmeister Johannes Thingnes Bö verzichten ebenfalls auf die Teilnahme am Weltcup. Wie der norwegische Verband mitteilte, steht für einen Großteil der Männer-Mannschaft, zu der auch die Weltmeister Tarjei Bö und Sturla Holm Laegreid gehören, ein Höhentrainingslager in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in knappen einem Monat auf dem Programm.

Dafür wird bei den Rennen ab Mittwoch überwiegend Norwegens Team aus dem zweitklassigen IBU-Cup in den Chiemgauer Alpen antreten. Zur Olympia-Generalprobe in Antholz in der nächsten Woche sollen Bö und Co. wieder zurückkehren, ehe sie anschließend nach Peking reisen.

Immerhin: Marte Olsbu Röiseland will kommen

Auch Norwegens Frauen-Mannschaft wird nicht in Bestbesetzung nach Ruhpolding anreisen. Allerdings plant Weltcup-Spitzenreiterin Marte Olsbu Röiseland als einzige Norwegerin, auf kein Rennen vor Olympia zu verzichten. Sie tritt auch beim zweiten deutschen Weltcup an. Ihre Rückkehr gibt nach einer mehrwöchigen Wettkampfpause derweil Tiril Eckhoff, die Gesamt-Weltcup-Siegerin der Vorsaison.

sid/red | Stand: 10.01.2022, 14:45

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