Wimbledon - Barty scheitert im Achtelfinale, Gauff-Märchen zu Ende

Ashleigh Barty aus Australien ist enttäuscht über ihrer Niederlage gegen US-Amerikanerin Alison Riske

Tennis in Wimbledon

Wimbledon - Barty scheitert im Achtelfinale, Gauff-Märchen zu Ende

Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty und die 15-jährige Cori Gauff haben in Wimbledon im Achtelfinale verloren. Bei den Herren hatte Rafael Nadal keine Mühe.

Die Australierin Barty unterlag am Montag (08.07.2019) der in der Weltrangliste auf Position 55 notierten Alison Riske aus den USA 6:3, 2:6, 3:6. Für Barty war es die erste Niederlage nach zuvor 15 Siegen in Serie auf der WTA-Tour.

Riske dreht Partie

In den ersten drei Runden hatte Barty bei ihren deutlichen Zweisatzerfolgen gegen Zheng Saisai (China), Alison van Uytvanck (Belgien) und Harriet Dart (Großbritannien) lediglich zwölf Spiele abgegeben. Insgesamt stand sie dabei nur etwas über drei Stunden auf dem Platz.

Gauff scheitert in Wimbledon an Halep

Sportschau 08.07.2019 00:38 Min. Verfügbar bis 08.07.2020 ARD Von NDR-Reporter Thomas Perlebach

Gegen Riske eröffnete Barty das Match mit vier Assen und marschierte in 32 Minuten zum Gewinn des ersten Satzes. Anschließend wurde Rasenspezialistin Riske jedoch immer stärker, das Match kippte. Riske spielt nun in ihrem ersten Viertelfinale auf Grand-Slam-Ebene gegen Serena Williams (USA/Nr. 11). "Alles in allem war es ein höllisch guter Trip, ich bin sehr stolz, was ich mit meinem Team in den letzten Wochen erreicht habe", meinte Barty: "Die Sonne wird auch morgen wieder aufgehen."

Auch Pliskova ist draußen

Nach Barty schied auch Karolina Pliskova überraschend im Achtelfinale aus. Die Weltranglisten-Dritte verlor das tschechische Duell gegen Karolina Muchova 6:4, 5:7, 11:13. Nach 3:16 Stunden half der Weltranglisten-68. beim dritten Matchball ein Netzroller. Bei 12:12 wäre erstmals die neue Wimbledon-Regelung zur Anwendung gekommen, dass im entscheidenden Satz ein Tiebreak gespielt wird.

Damit bleibt Barty auch nach dem dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres die Nummer eins der Welt. Die 27-jährige Pliskova hätte das Endspiel des Rasenklassikers erreichen müssen, um die vier Jahre jüngere Barty abzulösen.

Williams hinterlässt starken Eindruck

Williams gewann gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro 6:2, 6:2. Die 37-Jährige strebt in London ihren 24. Grand-Slam-Titel an und will damit den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen.

Williams hinterließ gegen Navarro von Beginn an einen sehr starken Eindruck, zwei Breaks sicherten ihr den ersten Satz. Auch im zweiten Durchgang nahm sie ihrer Gegnerin direkt zweimal den Aufschlag ab und feierte nach nur 64 Minuten im siebten Duell mit Navarro den siebten Sieg. "Ich hatte in dieser Woche mehr Matches als in den letzten Monaten. Ich fühle mich körperlich immer besser, endlich kann ich Tennis spielen", sagte Williams.

Halep zu stark für Gauff

Für das 15-jährige Wunderkind Cori Gauff ging derweil der Wimbledon-Traum zu Ende. Die US-Amerikanerin unterlag Simona Halep in zwei Sätzen mit 3:6, 3:6.

Gauff war die jüngste Spielerin im Achtelfinale von Wimbledon seit Jennifer Capriati 1991. Sie hatte eine Wildcard für die Wimbledon-Qualifikation erhalten und beim Rasenturnier mit zuvor drei Siegen begeistert.

Top-Trio ohne Mühe

Bei den Herren zogen am "Manic Monday" mit allen Achtelfinalpartien die Topgesetzten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal problemlos ins Viertelfinale ein. Der achtmalige Wimbledon-Champion Federer sparte beim klaren 6:1, 6:2, 6:2 gegen den Italiener Matteo Berrettini Kräfte.

Nadal hatte beim 6:2, 6:2, 6:2 über Joao Sousa aus Portugal ebenfalls nicht die geringsten Probleme, Djokovic setzte sich gegen Ugo Humbert (Frankreich) 6:3, 6:2, 6:3 durch.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 08.07.19, 22.55 Uhr

red/dpa | Stand: 08.07.2019, 22:03

Darstellung: