Handball - Hannovers Recken bezwingen auch den Meister

Flensburgs Magnus Rod (l) spielt gegen Hannovers Joshua Thiele.

Bundesliga, 7. Spieltag

Handball - Hannovers Recken bezwingen auch den Meister

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihre außergewöhnliche Erfolgsserie in der Handball-Bundesliga auch im Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt fortgesetzt.

Vor 6.023 Zuschauern gewannen die Recken am Donnerstag (26.09.2019) mit 23:22 (11:11) und führen die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen (26:31 in Melsungen) und den SC DHfK Leipzig (35:22 gegen den Bergischen HC) an.

Hannover lief in der mit Spannung erwarteten Partie fast immer einem Rückstand hinterher. Flensburg zwang den Gegner mit einer aggressiven Abwehr zu vielen Fehlwürfen und hatte trotz einer gut sortierten 6:0-Deckung der Recken durch seinen überragenden Regisseur Göran Johannessen (6 Tore) die besseren Argumente.

Video - Hannovers Kraftakt gegen Flensburg Sportschau 26.09.2019 04:51 Min. Verfügbar bis 26.09.2020 Das Erste

Torleute überragen

Im Flensburger Tor lief zudem Torbjörn Bergerud phasenweise zur Höchstform auf, sodass der Meister beim Stand von 21:17 in der 50. Minute einen scheinbar beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung hatte. Danach aber riss der Faden im Flensburger Spiel. Sieben torlose Minuten brachten die Gastgeber zurück, und 92 Sekunden vor dem Ende erzielte der bis dahin eher farblose Mait Patrail aus dem Rückraum das 23:22. Mit der Schlusssirene rettete Hannovers Keeper Urban Lesnjak den Sieg, als er einen direkten Freiwurf der Flensburger aus dem Torwinkel holte.

Für Flensburg geht es ohne Pause weiter, bereits am Samstag muss die Mannschaft von Trainer Maik Machulla zum dritten Spiel der Champions-League-Gruppenphase beim ungarischen Vertreter Pick Szeged antreten. Die beiden ersten Spiele beim slowenischen Titelträger RK Celje und zu Hause gegen den norwegischen Serienmeister Elverum Handball hatte Flensburg gewonnen.

Rhein-Neckar Löwen verlieren in Melsungen

Auch die Rhein-Neckar Löwen patzten. Das 26:31 (14:14) bei der MT Melsungen war bereits die zweite Niederlage der Mannheimer in der laufenden Spielzeit. Trotzdem bleiben die Löwen Zweiter, haben angesichts von 10:4-Punkten nun aber einen noch größeren Rückstand auf Hannover. "Da haben vielleicht die letzten zehn, zwanzig Prozent gefehlt", sagte der enttäuschte Nationalspieler Uwe Gensheimer, der sieben Tore und damit erneut die meisten für die Löwen erzielte. Beste Melsunger Torschützen waren Gensheimers Nationalteam-Kollege Kai Häfner (8) und Lasse Mikkelsen (9).

Handball - Melsungen knackt den nächsten Favoriten Sportschau 26.09.2019 02:35 Min. Verfügbar bis 26.09.2020 Das Erste

Magdeburg lässt Federn in Wetzlar

Für den SC Magdeburg verlief der Abend ebenfalls enttäuschend. Beim etwas überraschenden 28:29 (13:15) bei der HSG Wetzlar kassierte der SCM bereits die dritte Bundesliga-Niederlage in Serie. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert rutschte vorerst auf den neunten Platz ab und verabschiedete sich damit zunächst aus dem Kampf um die Meisterschaft.

Von den Niederlagen der Topteams profitierte der SC DHfK Leipzig, der seine Heimserie fortsetzte und den Bergischen HC mit 35:32 (17:16) besiegte. Nach dem vierten Heimsieg im vierten Heimspiel rückten die Sachsen vorerst auf den dritten Tabellenplatz vor. Leipzigs bester Werfer war Patrick Wiesmach mit acht Treffern.

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 7. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 26.09.2019 | 19.00 Uhr

Wappen TSV Hannover-Burgdorf

TSV Hannover-Burgdorf

Ebner, Lesjak – Cehte (1), Donker, Martinovic (4), Jönsson (1), Olsen (2/2), Böhm (5), Feise, Patrail (3) – Kastening, Büchner, Ugalde (2) – Brozovic (2), Pevnov (3), Thiele

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Wappen SG Flensburg-Handewitt

SG Flensburg-Handewitt

Bergerud, Buric – Glandorf, Röd (4), Versteijnen, Gottfridsson (3), Johannessen (6), Jurecki (2) – Steinhauser, Svan (1), Ebeling, Jeppsson (1), Jöndal (2) – Golla (2), Hald (1), Zachariassen

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Fakten und Zahlen zum Spiel

TSV Hannover-Burgdorf SG Flensburg-Handewitt
Siebenmeter 4 Würfe, 2 Treffer 0 Würfe, 0 Treffer
Strafminuten 8 Min. 4 Min.

Zuschauer:

  • 6.023

Schiedsrichter:

  • Regner (Nieder-Olm), Köppl (Darmstadt)

Stand der Statistik: Donnerstag, 26.09.2019, 20:56 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 26.09.2019, 21:58

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