Deutsche Volleyballer vorzeitig im EM-Achtelfinale

Jan Zimmermann (M), Ruben Schott (2.v.r.), Gyorgy Grozer (r) und Denys Kaliberda (l) jubeln.

Volleyball | EM

Deutsche Volleyballer vorzeitig im EM-Achtelfinale

Mit einem Sieg gegen Lettland haben die deutschen Volleyball-Männer bei der EM schon vor dem letzten Gruppenspiel den Einzug in die K.o.-Runde klar gemacht.

In Tallinn setzte sich das deutsche Team am Dienstag (07.09.2021) klar mit 3:1 (25:22, 25:19, 25:27, 25:17) gegen Lettland durch und kann mit dem vierten Sieg im fünften Spiel zum Abschluss der Gruppenphase nicht mehr von einem der vorderen Plätze verdrängt werden.

Einen Tag nach der Niederlage gegen Olympiasieger Frankreich brauchte die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani zwar im ersten Satz ein bisschen Anlauf, aber am Ende setzte sich die größere Qualität und Variabilität im deutschen Team durch. Der 21-jährige Linus Weber war mit 18 Punkten wie schon gegen Frankreich gefährlichster Angreifer einer ausgeglichenen DVV-Auswahl.

Weber erneut stark im deutschen Angriff

Nachdem den Letten mit dem ersten Ballwechsel auch der erste Punkt gelang, geriet Deutschland im ersten Satz nicht mehr in Rückstand. Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit holte Weber mit einem Angriffsschlag drei Satzbälle heraus und brachte selbst auch mit einem gefühlvollen Heber über den lettischen Block zum 25:22 den ersten Satz unter Dach und Fach.

Das gab dem deutschen Spiel endgültig die nötige Sicherheit. Zwar verspielte das Team bis zum 8:8 noch einmal einen Vorsprung, fing sich aber wieder und zog Punkt um Punkt davon. Florian Krage war es schließlich, der mit einem erfolgreichen Block den ersten Satzball zum 25:19 und zur 2:0-Satzführung verwandelte.

Konzentrationsschwäche im dritten Satz

Im Gefühl der Überlegenheit verlor die DVV-Auswahl Mitte des dritten Satzes den Faden, startete aber bei 18:23 auch dank einer starken Aufschlagserie von Weber noch einmal eine Aufholjagd. Bei 24:23 vergab Deutschland den ersten Matchball und gab den Satz noch mit 25:27 ab.

Danach fing sich Deutschland wieder und zog im vierten Satz entscheidend davon, bis Ruben Schott nach fast zwei Stunden Spielzeit den insgesamt dritten Matchball zum 25:17 verwandelte.

Im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (16 Uhr im Live-Center von sportschau.de) gegen die Slowakei geht es für die deutsche Mannschaft darum, die starke Form zu bestätigen und sich weiteres Selbstvertrauen für die K.o.-Runde zu holen.

red/sid/dpa | Stand: 07.09.2021, 18:06

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