Alexander Zverev in der Erstrundenpartie bei den French Open

Tennis | French Open French Open: Zverev locker in Runde zwei

Stand: 22.05.2022 19:42 Uhr

Alexander Zverev hat seine Auftakthürde bei den French Open gegen Sebastian Ofner ohne Probleme genommen. Für drei andere deutsche Spieler ist dagegen bereits Schluss.

Zverev setzte sich am Sonntag (22.05.2022) in Paris mit 6:2, 6:4, 6:4 gegen den österreichischen Qualifikanten Ofner durch. Nun erwartet den Weltranglistendritten ein Duell mit dem Serben Dusan Lajovic oder dem Argentinier Sebastian Baez.

Zum Scherzen aufgelegt

Zverev überzeugte mit einem kraftvollen und konsequenten Auftritt. Nach 1:49 Stunden verwandelte Zverev seinen vierten Matchball. Danach zog er sich eine Jacke über sein Muskelshirt, winkte lächelnd ins Publikum und war zum Scherzen aufgelegt.

"Normalerweise beginne ich ein Grand-Slam-Turnier mit Fünfsatz-Matches über mehrere Stunden", sagte der beste deutsche Tennisspieler grinsend: "Aber das hat mir Sergi verboten."

In Paris "etwas Besonderes leisten"

Sein Coach Sergi Bruguera lachte auf der Tribüne und war genauso zufrieden mit dem dominanten Start wie Zverev selbst. "Ich hoffe, ich kann hier mein bestes Tennis spielen und etwas Besonderes leisten", fügte Zverev an. Gemeint ist der erste Major-Titel, auf den er weiter wartet. Bruguera hat dagegen zwei in seiner Vita, von denen er ihm täglich erzähle.

Die großen Prüfungen warten aber noch auf den 25 Jahre alten Hamburger, der zuletzt nach schwierigen Monaten wieder besser zurechtkam. Mit den Halbfinals in Monte Carlo und Rom sowie dem Endspiel in Madrid zeigte Zverev, dass er der Spitze näher kommt.

Alcaraz lässt die Muskeln spielen

Auch Shootingstar Carlos Alcaraz hat zum Auftakt des Turniers einmal mehr seine beeindruckende Form unter Beweis gestellt. Der 19 Jahre alte Spanier ließ dem argentinischen Qualifikanten Juan Ignacio Londero bei seinem 6:4, 6:2, 6:0-Erfolg am Sonntagabend keine Chance und unterstrich seine Rolle als Turnier-Mitfavorit.

Thiem sang- und klanglos raus

Dominic Thiem hat bei den French Open eine ganz schmerzhafte Erstrunden-Niederlage erlitten. Der Paris-Finalist von 2018 und 2019 verlor am Sonntag (22.05.2022) gegen den Bolivianer Hugo Dellien sang- und klanglos mit 3:6, 2:6, 4:6 und wartet damit weiter auf seinen ersten Sieg seit seinem Comeback.

Der Österreicher Dominic Thiem enttäuscht nach seiner Niederlage gegen Hugo Dellien.

Der 28 Jahre alte Österreicher war erst im März nach neunmonatiger Pause wegen einer Handgelenksverletzung auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Doch von seiner alten Form, in der er 2020 unter anderem die US Open im Finale gegen Alexander Zverev gewonnen hatte, ist Thiem derzeit meilenweit entfernt. Gegen Dellien kassierte er die siebte Niederlage in Serie.

Für Daniel Altmaier sind alle Hoffnungen auf einen erneuten Lauf bei den French Open dahin. Der 23-Jährige aus Kempen unterlag in seinem Auftaktmatch dem Spanier Jaume Munar mit 1:6, 3:6, 6:4, 3:6 und muss schon wieder seine Sachen packen. Altmaier hatte 2020 in Paris als Qualifikant das Achtelfinale erreicht und erstmals so richtig auf sich aufmerksam gemacht.

Maria und Niemeier ausgeschieden

Tatjana Maria ist in Paris als erste deutsche Spielerin in diesem Jahr ausgeschieden. Die 34-Jährige aus Bad Saulgau, die im April mit ihrem Titelgewinn in Bogota für Aufsehen gesorgt hatte, war beim 3:6, 3:6 gegen die an Position 26 gesetzte Sorana Cirstea aus Rumänien letztlich chancenlos.

Jule Niemeier hat bei ihrem Grand-Slam-Debüt ein erstes Ausrufezeichen verpasst. Die 22 Jahre alte Dortmunderin scheiterte am Ende angeschlagen an der einstigen US-Open-Siegerin und Paris-Finalistin Sloane Stephens. Die Weltranglisten-102. unterlag der US-Amerikanerin nach einer lange mutigen Vorstellung mit 7:5, 4:6, 2:6.