Marlene Bojer und Michelle Zimmer

Schwimm-WM in Budapest Bojer und Zimmer holen bestes WM-Ergebnis

Stand: 19.06.2022 18:58 Uhr

Marlene Bojer und Michelle Zimmer haben für den größten Erfolg des deutschen Synchronschwimmens bei Weltmeisterschaften in der Technischen Kür gesorgt.

Am Sonntag (19.06.2022) schafften die beiden Platz elf im Duett, nachdem Bojer am Samstag als WM-Elfte bereits im Solo ihre beste Karriereleistung gefeiert hatte. Weltmeisterinnen wurden die Chinesinnen Wang Liuyi und Wang Qiangyi. Den Solo-Titel hatte die Japanerin Yukiko Inui gewonnen. Die im Synchronschwimmen die Weltspitze dominierenden Russinnen durften wegen der Invasion in die Ukraine nicht starten.

"Müdigkeit etwas angesehen"

"Uns hat man wahrscheinlich unsere Müdigkeit etwas angesehen. Trotzdem konnten wir viele Dinge im Vergleich zum Vorkampf verbessern. Wir hatten uns darauf konzentriert, Fehler auszumerzen. Das war uns sehr wichtig", sagte die 29-jährige Bojer, die in Budapest ihre fünften Weltmeisterschaften schwimmt.

Noch nie seit der Trennung von Technischer und Freier Kür 2007 gab es solch guten Resultate für den DSV. "Wir sind so glücklich und dankbar, dass wir diese beiden Finals schwimmen konnten", sagte die Münchnerin.

Vorfreude auf die Freie Kür

Nun freuen sich beide auf die Freie Kür, die am Montag (Solo) und Dienstag (Duett) mit den Vorkämpfen beginnt. "Das ist ein komplett anderer Wettbewerb, da kommt es auf Individualität und Kreativität an. Wenn wir es auch da schaffen, die Finals zu erreichen, wäre das ein Riesenerfolg", sagte Bojer mit Blick auf das Duett.

Anna Elendt als Schnellste ins Finale

Vorfreude darf auch Brustschwimmerin Anna Elendt haben. Sie hat zwar am Sonntag in Budapest knapp ihren deutschen Rekord verpasst, ist aber als Schnellste ins 100-Meter-Finale geschwommen. Die 20-Jährige, die in den USA lebt und trainiert, schlug im Halbfinale nach 1:05,62 Minuten an und blieb nur vier Hundertstel über ihrer eigenen im März aufgestellten Bestmarke. Der Endlauf findet am Montagabend statt.

Rückenschwimmer Ole Braunschweig scheiterte dagegen über 100 Meter als Halbfinal-16. (54,18 Sekunden).