buten un binnen Das sagt Werders Neuzugang Stage zum Vergleich mit Delaney

Stand: 01.07.2022 18:42 Uhr

Jens Stage ist neu in Bremen und hat bei vielen Fans die Erinnerungen an Thomas Delaney geweckt. Über diesen und seine Gründe für den Wechsel hat er am Freitag gesprochen.

Von Karsten Lübben

Als Werder am Mittwoch die Verpflichtung von Jens Stage vermeldete, kamen gleich mehrere Fragen auf. Einige von ihnen hat der Däne am Freitag bei seinem ersten Medientermin als Bremer Spieler im Zillertal beantwortet. Gerätselt wurde vor allem, wie sein Name denn nun richtig ausgesprochen wird. "Das hat mich hier schon jeder gefragt", scherzte der 25-Jährige. Richtig sei die Variante, die dem englischen Wort "Stay" ähnele.

Beim Kauf eines zentralen Mittelfeldspielers vom FC Kopenhagen horchten viele Werder-Fans zudem auf. Schließlich wurden mit Thomas Delaney einst hervorragende Erfahrungen gemacht. Delaney, mittlerweile beim FC Sevilla unter Vertrag, kam im Januar 2017 für zwei Millionen Euro von den Kopenhagenern und ging nach anderthalb Jahren für 20 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Auf die Frage, ob Delaney ein Vorbild für ihn sei, antwortete Stage eher ausweichend, dass dieser für jeden in Dänemark ein Vorbild sei. Schnell wurde klar, dass ihm das Thema Delaney nicht so recht gefiel.

"Vergleicht uns nicht zu viel. Aber ich würde auch gerne hierherkommen und von Beginn an überzeugen." (Jens Stage am Freitag in einer Medienrunde )

Stage fieberte bei den Verhandlungen mit

Stages Transfer kam am Mittwoch aus dem Nichts. Gerüchte um diesen gab es zuvor nicht. Erstmals, berichtete er, habe er während seines Urlaubs Anfang Juni vom Bremer Interesse erfahren. Der Kontakt sei dann immer intensiver geworden, ehe es in der vergangenen Woche ans Eigemachte ging. "Dann habe ich die Finger gekreuzt und gehofft, dass es gut für mich läuft", erzählte Werders Neuer, der an der Weser die Rückennummer 6 tragen wird. Am Ende wurden Kopenhagen und Werder sich einig.

Als Stage über seinen Arbeitgeber sprach, geriet er direkt ins Schwärmen. Die Entscheidung für Werder sie für ein ihn "no brainer", also eine Entscheidung über die nicht lange nachgedacht werden muss, gewesen. Er freut sich auf den "großen Klub mit viel Geschichte und Tradition", die "vielen Fans" und das "großartige Stadion".

"Das ist, was ich mag. Ich spiele gerne intensiven Fußball mit vielen Zuschauern und vielen Gefühlen. " (Jens Stage am Freitag in einer Medienrunde)

Trainer Werner setzt auf Stages Physis

Intensiv soll es mit Stage auch auf dem Platz zugehen. Als Mittelfeldspieler will er vorne und hinten dabei sein. Über seine Stärken spricht er allerdings nicht allzu gern. Viel lieber, sagte er, will er auf dem Platz zeigen, was er kann. Coach Ole Werner verriet am Donnerstagabend jedoch bereits, was er sich von seinem Neuzugang verspricht.

"Jens kommt über eine gewisse Physis, Laufstärke und Zweikampfverhalten. Er ist auch kopfballstark und besetzt immer wieder den vorderen Bereich. Er gibt uns sicherlich mehr Physis auf dem Platz. Ich glaube, dass das in dieser Saison wichtig sein wird, wenn man sich körperlich im Zentrum zur Wehr setzen kann." (Ole Werner am Donnerstag in einer Medienrunde)

Als zentraler Mittelfeldspieler wird Stage auf dem Platz in der Schaltzentrale auflaufen. Neben dem Platz scheint der Start schon geklappt zu haben. Ein wenig Deutsch sprich er schon, da er es in Dänemark in der Schule gelernt hat. Und falls er etwas nicht versteht, berichtete, seien alle so nett, es für ihn zu übersetzen. Auf dem Zimmer im Zillertal ist er mit Amos Pieper. "Er scheint ein netter Typ zu sein", sagte der einmalige dänische Nationalspieler. Wie Stage ist auch Innenverteidiger Pieper neu bei den Bremern. Gemeinsam sollen sie an der Weser zu Garanten für den Klassenerhalt werden.