Finals Storl wird deutscher Meister mit Jahresbestweite

Stand: 24.06.2022 17:12 Uhr

Der Leipziger Kugelstoßer David Storl feiert seine zehnte deutsche Meisterschaft, aber muss um die WM-Qualifikation bangen. Außerdem gewinnen Mitteldeutsche Bronze im Kanu und beim Turnen.

Der frühere Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat mit seiner bisher größten Weite in diesem Jahr seinen zehnten deutschen Meistertitel geholt.

Storl verpasst WM-Norm

Der Leipziger siegte am Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin überlegen mit 20,32 Metern. Zur WM-Norm fehlten Storl aber noch fast 80 Zentimeter, zur EM-Norm ein guter halber Meter. Simon Bayer aus Sindelfingen kam mit 19,94 Metern auf den zweiten Rang. Dritter wurde Titelverteidiger Dennis Lukas aus Idar-Oberstein mit 19,39 Metern.

Storl zog trotz seiner Saisonbestweite ein gemischtes Fazit. "Wie die ganze Saison schon, schwer heute", sagte der 31-Jährige über seinen Wettkampf. "Es hätte eigentlich noch ein Stückchen weiter gehen können." Ziel sei es auch gewesen, die zuletzt etwas verloren gegangene technische Linie wiederzufinden. Storl hatte wegen einer Corona-Infektion einen Teil der Vorbereitung verpasst.

Auch Gambetta erfolgreich

Den Titel bei den Frauen hatte am Donnerstag erneut Sara Gambetta aus Halle geholt. Die beiden Wettkämpfe in der speziell dafür aufgebauten Kugelstoß-Arena im Herzen Berlins waren die Einstimmung auf die weiteren Konkurrenzen am Samstag und Sonntag im Olympiastadion. Einige deutsche Top-Athleten mussten aus gesundheitlichen Gründen aber absagen. So fehlen Speerwerfer Johannes Vetter, Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen und Hindernisläuferin Gesa Krause.

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Mitteldeutsche Medaillen im Turnen und Paddeln

Im Mehrkampf der Turnerinnen erkämpfte sich Emma Malewski aus Chemnitz mit 51,050 Punkten am Stufenbarren, Boden, Schwebebalken und Sprung den dritten Rang. Siegerin wurde die Kölnerin Sarah Voss vor der Stuttgarterin Kim Bui. Im Mixed-Zweierkanu gewann Tom Liebscher vom KC Dresden gemeinsam mit seiner Partnerin Caroline Erft aus Essen ebenfalls die Bronzemedaille. Sie mussten sich nur den Teams Lemke/Paszek und Schopf/Hake geschlagen geben, deren Abstand nur per Zielfoto ermittelt werden konnte.

dpa/red