Handball | DHB-Pokal SC Magdeburg verliert Finalfight gegen Kiel

Stand: 25.04.2022 08:08 Uhr

Der SC Magdeburg hat das Finale des DHB-Pokals gegen den THW Kiel mit 21:28 (13:12) verloren.

Der SCM tat sich vor 13.200 frenetischen Zuschauern in der Hamburger Arena in den Anfangsminuten schwer. Insbesondere der stabile Kieler Mittelblock um Superstar Sander Sagosen und Nationalspieler Hendrik Pekeler machte den Bundesliga-Tabellenführern um Omar Ingi Magnusson das Leben schwer. Nach einer Viertelstunde führten die Kieler mit 6:4.

Wiegert Auszeit bringt SCM zurück

Höchste Zeit für eine Auszeit von Bennet Wiegert: Der Magdeburger Trainer schwor sein Team ein, bessere Abschlüsse zu nehmen. In der Folge traf der SCM fünfmal in Folge ohne Antwort von Kiel und konnte sich in Führung bringen. Zur Pause lag der SC Magdeburg mit 13:12 in Front. Die harte Halbzeit mit vielen Fouls endete hitzig.

Weber und Pekeler provozieren Gerangel

Nach einem Foul von Philipp Weber mussten sowohl der Magdeburger als auch Kiels Mittelblocker Hendrik Pekeler eine Zeitstrafe hinnehmen. Die Kieler protestierten lautstark. Es enstand ein Hangemenge, dass die Schiedsrichter nur mit Mühe eindämmen konnten. Weil der starke Pekeler nun mit zwei Zweiminutenstrafen am Rande der roten Karte verteidigen musste, sagte Bundestrainer Alfred Gislason in der Halbzeit am ARD-Mikrofon: "Ich sehe jetzt Magdeburg im Vorteil."

SCM-Trainer Bennet Wiegert: "Das tut unheimlich weh."

Unterzahl macht SCM zu schaffen

Nach der Pause konnten die Magdeburger ihre Führung noch elf Minuten halten. Aber dann drehten zwei skandinavische Stars der Gäste auf. Im Angriff traf der Norweger Sagosen aus allen Lagen. Weil Kiel bei jedem Angriff einen siebten Feldspieler einwechselte, öffneten sich ihm außerdem immer wieder Lücken, seine Kollegen am Kreis einzusetzen. SCM-Coach Wiegert analysierte nach dem Spiel: "Es ist unangenehm die ganze Zeit in Unterzahl zu sein."

Jubel bei Niclas Ekberg THW Kiel,

Landin hält überragend

Gleichzeitig scheiterte die SCM-Offensive um Philipp Weber, Gisli Kristjansson und Magnusson immer wieder am dänischen Welthandballer Landin, der mit seinen Paraden dafür sorgten, dass der SC Magdeburg nicht mehr Schritt halten konnte. Es sei zwar einfach das zu sagen, haderte Wiegert, aber: "Ich glaube, dass Landin ein großer Faktor war."

Wiegert sucht die Schuld beim SCM

So gelang es den Kielern durch konsequente Abschlüsse in den letzten Minuten davon zu ziehen und ein lange enges Spiel am Ende mit einem klaren Vorsprung zu gewinnen. In der Höhe sei das Ergebnis okay, sagte Trainer Wiegert nach dem Spiel gegenüber der ARD. "In der letzten Viertelstunde haben wir alles vermissen lassen, was uns in jüngerer Vergangenheit so stark gemacht hat." Allerdings sah er seine Mannschaft schon in der ersten Mannschaft im Hintertreffen: "Wir waren heute zu weit weg. Auch wenn wir in der ersten Halbzeit nochmal zurückgekommen sind, hat schon da nicht alles gepasst." Im Fazit konnte er seine Enttäuschung nicht verbergen: "Das tut unheimlich weh"

Sagosen überragt wieder

Damit fühlte sich Wiegert an die Niederlage im Bundesligaspiel gegen Kiel erinnert. Passend dazu war der beste Kieler Torschütze Rückraumspieler Sagosen mit acht Treffern. Er war schon vor wenigen Wochen in der Magdeburger Halle kaum zu bremsen. Beim SCM traf Omar Ingi Magnusson mit sieben Toren am häufigsten.

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