Fußball | 2. Bundesliga Müller und Gnaka laden Beier ein – 1. FC Magdeburg verliert auch gegen Hannover deutlich

Stand: 19.08.2022 20:50 Uhr

Nichts wurde es mit dem erhofften ersten Heimsieg – stattdessen kassierte der 1. FC Magdeburg auch gegen Hannover eine klare Niederlage. Ein kolossaler Doppelpatzer im eigenen Strafraum leitete früh die vierte Niederlage im fünften Spiel ein.

Der 1. FC Magdeburg hat nach der Auswärtsniederlage beim FC St. Pauli gleich die nächste deutliche Schlappe kassiert. Der Aufsteiger verlor vor über 23.000 Fans auch sein drittes Saisonheimspiel – mit 0:4 (0:2) gegen ein bestens aufgelegtes Hannover 96.

Reimann verschätzt sich folgenschwer

Just als die Gastgeber in einer temporeichen Anfangsphase selbst die ersten offensiven Akzente setzten, unterlief ihnen im eigenen Strafraum ein kolossaler Doppel-Patzer, bei dem Maximilian Beier gar nicht anders konnte, als ihn zu bestrafen. Nur Sekunden zuvor hatte FCM-Keeper Dominik Reimann herausragend gegen Beier pariert – dann aber brachte Andreas Müllers plötzlicher Rückpass Silas Gnaka in Bedrängnis, der dem Torschützen zu allem Übel gedankenlos den Ball auf den Fuß legte (14.).

Davon beflügelt, erhöhte Hannover das Tempo weiter, presste früh in der Hälfte der Blau-Weißen, während die sichtlich verunsicherten Gastgeber wiederholt völlig orientierungslos Ballverluste fabrizierten und 96 zum Kontern einluden. Vor allem der frühere Cottbusser Beier und dessen erst 17-jähriger Sturmpartner Tresoldi sorgten für Angstschweiß in der FCM-Defensive. Immerhin bewahrte Reimann sein Team gegen besagten Tresoldi zunächst vor dem zweiten Gegentor (24.). Dagegen musste Ex-Nationalkeeper Zieler im Gästekasten lediglich gegen Bell Bells knackigen Versuch aus der zweiten Reihe und Krempickis Nachschuss eingreifen (39.).

Muroya mit der Vorentscheidung

Unmittelbar vor der Pause verschätzte sich Reimann im Fünfmeterraum folgenschwer – weswegen Luka Kranjc problemlos einköpfen durfte (44.). Von dieser Hypothek erholte sich das Titz-Team auch nach der Pause nicht mehr. Zu einfallslos und wenig zwingend blieb das Magdeburger Angriffsspiel, während 96 alsbald im Konter die Vorentscheidung erzielte: Sei Muroyas feine Direktabnahme nach Nielsens Vorlage landete im langen Eck (56.).

Ein einziges Mal noch schrammte der FCM am möglichen Hoffnungsschimmer vorbei: Zieler verkürzte gegen Joker Kwarteng aber den Winkel und parierte glänzend (69.). Dass der eingewechselte Cedric Teuchert auf Steilpass von Foti in der Nachspielzeit noch Müller entwischte und auch Reimann bezwang, bedeutete den Schlusspunkt dieses gebrauchten Abends.

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mhe

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