3. Liga Hallescher FC verliert Kartenfestival bei 1860 München

Stand: 19.08.2022 21:02 Uhr

André Meyers Hallescher FC reiste mit großen Hoffnungen zum Tabellenführer nach München. Sie wurden enttäuscht. Eine über weite Strecken harmlose Offensivleistung des HFC ist der Hauptgrund für die 1:3 (0:1)-Niederlage.

Der Hallesche FC hat sein Gastspiel beim TSV 1860 München mit 1:3 (0:1) verloren.

Die Münchener Löwen gewannen damit wie die Offenbacher Kickers in der Saison 2010/11 die ersten fünf Partien. Halle steht nach fünf Spielen weiterhin bei drei Punkten. Im ausverkauften Grünwalder Stadion trafen Martin Kobylanski (34. Minute) mit einem feinen Volleyschuss, Yannick Deichmann (61.) im Nachsetzen und Joseph Boyamba (79.) für die Sechziger. Der nach der Pause eingewechselte Boyamba verwandelte einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter. Halles Andor Bolyki (74.) hatte vor dem dritten Löwen-Tor mit einem Kopfball noch mal für Spannung gesorgt.

Zwei späte Lattentreffer

Der eingewechselte Elias Löder und Andor Bolyki trafen nach dem Elfmetertor jeweils noch die Latte. Trotzdem kamen die Halleschen Angriffsbemühungen insgesamt zu spät. Bis zu Bolykis Tor in der 74. Minute musste 1860-Torwart Marco Hiller nicht nennenswert eingreifen. Dass Halle durch eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte für Tunay Deniz nach dessen zweiten Foul 30 Minuten in Unterzahl spielte, kann keine Entschuldigung für das insgesamt harmlose Angriffsspiel sein.

Viele Karten

Die Diskussionen dominierte an diesem Freitag-Abend aber der Schiedsrichter Steven Greif. Der 28-Jährige aus Gotha brachte sich früh mit fragwürdigen Gelben Karten selbst in Bedrängnis. Seine kleinliche Leitung des Spiels unterbrach den Fluss und sorgte am Ende für insgesamt 15 Karten. Dass ab der 56. Minute wieder Gleichzahl auf dem Spielfeld herrschte, war eine seiner besseren Entscheidungen: 1860-Profi Tim Rieder sah wegen groben Foulspiels mit der offenen Sohle die Rote Karte.

red/dpa

Das sagten die Trainer

André Meyer (Halle): "Wir haben mehrere Nackenschläge bekommen. Wir haben einen psychologischen Moment verloren. Das war nach der roten Karten für Sechzig. Da hatten wir nach eine Gleichzahlsituation und bekamen direkt mit dem nächsten Angriff das 2:0, was fwir fast acuh noch gerettet hätten. Trotzdem machen wir das 2:1 und sind dran. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

HFC-Trainer André Meyer: "Der Schiedsrichter hatte keinen guten Tag"

Michael Köllner (München): "Die Fans haben uns durch das Spiel getragen. Es war kein einfaches Spiel, der Schiedsrichter hat die Spieler vor viele Aufgaben gestellt mit seiner Zweikampfbewertung. Deswegen war das Spiel schwer zu spielen."

Michael Köllner: "Der Schiedsrichter hat es den Spielern schwer gemacht"