Ema Hrvatin sucht die Lücke zwischen Fatos Kücükyildiz und Tija Gomilar Zickero

Handball | Bundesliga Duo überragt beim Sieg von Sachsen Zwickau - Halle-Neustadt geht baden

Stand: 14.01.2023 20:50 Uhr

Handball-Bundesligist Sachsen Zwickau hat den zweiten Sieg in Serie gefeiert. Dank den Topleistungen von Torfrau Nele Kurzke und Topscorerin Ema Hrvatin landete der BSV einen eminent wichtigen Heimerfolg über Neckarsulm. Über weite Strecken nicht viel zusammen lief dagegen für Union Halle-Neustadt gegen Bayer Leverkusen.

Sachsen Zwickau gewinnt Kellerduell deutlich

Der BSV Sachsen Zwickau hat den Überraschungssieg der Vorwoche gegen Metzingen noch vergoldet und das direkte Kellerduell gegen die Sport-Union Neckarsulm deutlich mit 31:24 (14:13) für sich entschieden. Vor 788 Zuschauern in der Sporthalle Neuplanitz war beiden Kontrahenten die Bedeutung der Partie anzumerken – viel Nervosität und defensive Lücken auf beiden Seiten kennzeichneten die Anfangsviertelstunde. Gerade die Gastgeberinnen setzten sich im Verlauf der ersten Halbzeit wiederholt auf drei Tore ab, ließen die SUN mit unnötigen Aktionen jedoch immer wieder herankommen.

Norman Rentsch: "Sieg geht komplett in Ordnung"

Vor allem der grandios aufgelegten Torfrau Nele Kurzke war es aber zu verdanken, dass der BSV fast durchweg in Führung lag. Mit Wiederanpfiff wurde die Defensivarbeit der Sächsinnen deutlich konsequenter. Kurzke, die auf ganz starke 19 Paraden kommen sollte (44 Prozent gehaltene Bälle), musste im zweiten Durchgang nur elf Mal hinter sich greifen. Zudem profitierte das Team von der Übersicht und Torgefahr der überragenden Ema Hrvatin. Die Slowenin war mit zehn Toren bei 13 Versuchen die Topscorerin der Partie. Spätestens bei Hrvatins 27:21 (53.) war das Spiel vorentschieden. Unmittelbar vor Schluss lag Zwickau kurzzeitig sogar mit acht Treffern vorn (31:23/59.).

"Diese Unterstützung hier macht extrem viel aus", bedankte sich BSV-Trainer Norman Rentsch nachher beim begeisterten Publikum und lobte sein Team: "Wir haben es in der zweiten Halbzeit mit einer starken Abwehr sehr gut gemacht. Genau diese stabile Abwehr brauchen wir. Der Sieg geht komplett in Ordnung." Zwickau hat ein Spiel, aber nun auch drei Punkte mehr als die auf dem Relegationsplatz liegenden Neckarsulmerinnen auf dem Konto.

Klare Heimpleite für Union Halle-Neustadt gegen Bayer Leverkusen

Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt müssen allmählich um den Klassenverbleib bangen. Das erste Spiel nach der Bekanntgabe der Trennung von Trainerin Katrin Schneider zum Saisonende verloren die Saalestädterinnen vor heimischer Kulisse gegen den Fast-Tabellennachbarn TSV Bayer Leverkusen mit 23:28 (11:16). Nach der dritten Niederlage in Folge beträgt der Vorsprung des SV Union auf den Relegationsplatz nur noch drei Punkte. Den größten Anteil am Erfolg der Gäste hatten Mareike Thomeier (6/2), Fem Boeters und Viola Leuchter (je 5). Für Halle erzielte Julia Niewiadomska die meisten Tore, die für ihre sechs Treffer jedoch 13 Versuche benötigte.

Katrin Schneider

Unzufrieden: Halle-Neustadts Trainerin Katrin Schneider

Die Gastgeberinnen, die in dieser Partie nicht einmal vorn lagen, konnten das Geschehen nur bis zum 8:8 ( 17. ) offen gestalten. Anschließend traten die Hallenserinnen, die sich insgesamt mehr als 30 Fehlwürfe und Ballverluste leisteten, eine halbe Stunde lang wie ein Absteiger auf. Leverkusen zog über 16:11 zur Pause bis zur 51. Minute auf 27:16 davon. Angesichts des klaren Vorsprungs ließen die Gäste die Zügel etwas schleifen, sodass die Hallenserinnen das Resultat noch etwas freundlicher gestalten konnten. Halles Trainerin Katrin Schneider sagte: "Wir waren phasenweise mutlos. Wir können es besser machen. Es war aber auch eine turbulente Woche, und wir sind alle Menschen." Nun gelte es, die kommende Pause nach einem harten Programm zuvor zur Regeneration zu nutzen.

Marija Gudelj, Halle, 98 , Pia Terfloth, Leverkusen, 20 , Lotta Woch, Halle

Leverkusens Pia Terfloth (Mi.) gegen Halles Marija Gudelj (li.) und Lotta Woch

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mhe/dpa/cke