Tim Hornke (Magdeburg, 17) wirft ein Tor

Handball | Bundesliga Der SC Magdeburg bleibt auch in Kiel unschlagbar

Stand: 07.02.2024 22:12 Uhr

Die Erfolgsserie des SCM geht weiter. Beim Vorjahresmeister THW Kiel haben die Magdeburger einen souveränen Sieg geholt, an dem besonders zwei Spieler ihre Aktien hatten.

Mit 33:26 (15:13) hat sich der Champions-League-Sieger von der Elbe beim Meister von der Förde durchgesetzt. Der SC Magdeburg hat beim THW Kiel seine Klasse erneut unter Beweis gestellt und die Tabellenspitze nicht nur verteidigt, sondern auch den Status als die Nummer eins im Land gefestigt.

Hornke überragt in Durchgang eins

Es war das erwartete Spitzenspiel an der Förde. In dem die Gastgeber anfangs etwas mehr Fortune hatten und in der vierten Minute auf 1:3 aus Sicht des SCM stellten. Doch die Wiegert-Truppe ließ sich nicht beirren, spielte ihren Stiefel runter. Ein 6:0-Lauf folgte alsbald, Magdeburg führte mit 10:5. Dabei erzielte Kapitän Christian O’Sullivan sein 500. HBL-Tor. Es sah nach Feiertagsstimmung aus, spätestens als Oscar Bergendahl in der 23. Minute auf 14:7 stellte. Doch dann verloren die Elbestädter etwas den Faden, Kiel wechselte im Tor und Tomas Mrkva wuchs über sich hinaus, hielt selbst im Eins-gegen-Eins gegen den bis dato überragenden Tim Hornke (fünf Tore in Durchgang eins, am Ende neun Treffer). Und so kamen die Hausherren heran, trotz eines Feldverweises gegen Domagoj Duvnjak (28. Minute). Mit nur zwei Toren Vorsprung ging es für die Magdeburger in die Kabine.

Torjubel Bennet Wiegert

Durfte wieder jubeln: SCM-Coach Bennet Wiegert

Portner hält fast alles

Nach dem Seitenwechsel startete der SCM furios, traf dreimal in Folge. Und spielte weiter seinen Stiefel herunter, mit Geduld, mit Klasse. Und mit einem glänzend aufgelegten Keeper. Nikola Portner zeigte am Ende 15 Paraden, hielt fast 40 Prozent aller Würfe, die ihm die Kieler auf den Kasten warfen. Es blieb ein hochklassiges Spiel, doch nachdem Lukas Mertens in der 55. Minute auf 29:24 stellte, war die Messe gelesen. Mit breiter Brust kann Magdeburg nach Hause fahren. In Kiel sind wohl auch die letzten Hoffnungen auf die Titelverteidigung passé.

jar