Keine Medaille am achten Wettkampftag Para-WM: Missgeschick verhindert viertes Gold für Forster

Stand: 21.01.2022 11:43 Uhr

Die deutschen Medaillenhoffnungen am achten Wettkampftag bei der Para-Schneesport-WM in Lillehammer verpufften allesamt. "Dumm gelaufen" und "vogelwild" war der Tag aus Sicht der Athleten.

Der Traum vom vierten WM-Titel bei der Para-Weltmeisterschaft ist für Anna-Lena Forster kurz vor dem Ziel des Riesenslaloms geplatzt. Mit ihrem rechten Ski hakte die dreifache Weltmeisterin von Lillehammer im Tor ein und stürzte. Dabei hätte sie ganz langsam ins Ziel fahren können, so groß war ihr Vorsprung.

Forster am Samstag wieder Top-Favoritin

"Dumm gelaufen", sagte Forster, die in der Abfahrt, im Super-G und in der Super-Kombination jeweils Gold gewonnen hatte und die vierte Goldmedaille leichtfertig verspielte. Eine Goldchance bleibt noch: Am Samstag (22.01.2022) geht sie als Top-Favoritin in den Slalom. "Da will ich der Welt wieder zeigen, was ich drauf habe", kündigte die 26-Jährige an.

Rieder und Rothfuss knapp am Podest vorbei

In der stehenden Konkurrenz verpassten Anna-Maria Rieder und Andrea Rothfuss mit Platz vier und fünf die Medaillen knapp. "Der Lauf an sich war echt geil", sagte die 21-jährige Rieder, die in der Super-Kombination Bronze gewonnen hatte und deren Lieblingsdisziplin mit dem Slalom noch kommt:

"Aber irgendwie nervt mich das. Ich weiß, dass ich mit denen ganz vorne mithalten kann, und oben bin ich auch voll dabei – aber dann geht mir unten die Kraft aus."

Andrea Rothfuss, die nach vierten Plätzen in der Abfahrt, im Super-G und in der Super-Kombination nun Fünfte wurde, war "soweit" zufrieden: "Ich hatte ein paar Fehler drin, die mich Zeit gekostet haben. Aber wenn wir die noch rauskriegen, dann bin ich voll dabei", sagte die 32-Jährige.

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Para-Ski-Nordisch: Vom Winde verweht

Im Para-Biathlon-Einzelrennen über 12,5 Kilometer vergaben Anja Wicker und Martin Fleig am Schießstand alle Medaillenchancen. Leonie Walter macht es bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung besser und wird ordentliche Fünfte.

Im Ziel konnte Martin Fleig nur mit den Schultern zucken: "Das war vogelwild", sagte der 32-Jährige über ein WM-Rennen, wie er es noch nicht erlebt hatte. "Völlig machtlos" sei er gewesen angesichts des Winds, der das Tableau bei den Männern sitzend kräftig durcheinanderwirbelte. Durch seine zwölf Schießfehler handelte er sich zwölf Strafminuten ein und landete auf Platz 15. Wicker wurde Fünfte. "Ich kam mir unterwegs vor wie auf hoher See. Die Böen waren echt eklig", sagte sie.

Leonie Walter (mit Guide Pirmin Strecker) landete auf dem fünften Platz, Johanna Recktenwald (mit Guide Valentin Haag) wurde Zehnte.

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Generalprobe für Paralympics

Nach acht Wettkampftagen bei der Para-Schneesport-WM hat das deutsche Team vier Gold- und zwei Bronzemedaillen auf dem Konto. Die Weltmeisterschaften im Ski alpin, Ski Nordisch mit Langlauf und Biathlon sowie Snowboard sollten ursprünglich im Februar 2021 stattfinden, mussten dann aber pandemiebedingt verschoben werden und gelten nun als Generalprobe für die Paralympics.