Deutsche Kampfansage an Ausnahme-Kombinierer Riiber

Jarl Magnus Riiber

Deutsche Kampfansage an Ausnahme-Kombinierer Riiber

Rechtzeitig vor der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf haben die DSV-Kombinierer wieder Gold-Form. Und auch wenn Jarl Magnus Riiber in Klingenthal fehlte, wird er die Kampfansage der Deutschen vernommen haben.

Alle jagen Jarl Magnus Riiber. Der junge Norweger ist der Dominator der letzten beiden Jahre, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der laufenden Saison den Gesamtweltcup sichern und kann sich angesichts seiner bestechenden Form bei der WM eigentlich nur selbst schlagen. Aber die Verfolger schlafen nicht und gerade die deutschen Kombinierer haben bei der WM-Generalprobe in Klingenthal eine ansteigende Form gezeigt.

Denn ganz unschlagbar ist auch Riiber nicht. Vinzenz Geiger, der im Vogtland in Abwesenheit des Norwegers beide Rennen für sich entschieden hatte, konnte ihn bereits zwei Mal in dieser Saison schlagen. Und schickte nach seinem starken Wochenende auch eine Kampfansage in den hohen Norden: "Riiber hat sich die Rennen sicher angeschaut und gesehen, dass ich ein geniales Wochenende hatte."

Auf der Schanze fehlen "drei, vier Meter"

Wie also Riiber knacken? Der Grundstein muss auf der Schanze gelegt werden, und da haben die deutschen Athleten immer noch Reserven, weiß auch Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er hätte da gern noch "drei, vier Meter". Dafür wird es in der heißen WM-Vorbereitung noch zwei Lehrgänge geben.

Bundestrainer Hermann Weinbuch

"Wir verlieren noch ein bisschen, wir bremsen über den Vorbau noch ein bisschen. Wir brauchen da mehr Länge und mehr Druck, damit man die Hüfte noch mehr beschleunigen kann", so Weinbuch. Kann man nämlich auf der Schanze den Abstand zu Riiber in Grenzen halten, ist auf der Strecke alles drin. Denn läuferisch, das zeigte auch das Weltcup-Wochenende in Klingenthal, sind die DSV-Athleten bereits in WM-Form. Denn erstmals seit den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 holten die Deutschen einen Dreifachsieg.

Geiger ist deutsche Sieghoffnung

Die große Hoffnung aus deutscher Sicht ist Vinzenz Geiger. Es ist eine WM vor der Haustür und dafür scheint der 23-Jährige auch bestens gerüstet. In der Weltcup-Gesamtwertung hat sich der Oberstdorfer dank der beiden Siege von Klingenthal auf den zweiten Platz vorgeschoben.

Beim Springen sieht auch Geiger noch Reserven. Die ganz großen Einzelerfolge bei Weltmeisterschaften konnte er noch nicht feiern, holte aber vor zwei Jahren bei der WM Silber mit dem Team. Jetzt ist Geiger bereit für große WM-Taten.

Rießle und Frenzel lauern

Doch die Konkurrenz ist stark. Neben Riiber, dem Japaner Aktio Watabe und Ikka Herola aus Finnland haben sich Fabian Rießle und auch Altmeister Eric Frenzel zurückgemeldet. Auf der Loipe hat der 32-jährige Frenzel bereits WM-Form, auf der Schanze sei er "wettbewerbsfähig", alles sei aber noch ausbaufähig. Bis zum 26. Februar ist noch Zeit, dann steht in Oberstdorf der erste Wettbewerb an.

Stand: 09.02.2021, 11:06

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