CAS-Entscheidung - US-Leichtathletik-Trainer Salazar bleibt gesperrt

Bleibt lebenslänglich gesperrt: Alberto Salazar

Dopingverstöße

CAS-Entscheidung - US-Leichtathletik-Trainer Salazar bleibt gesperrt

Leichtathletik-Trainer Alberto Salazar, Leiter des ehemaligen Nike Oregon Project, bleibt wegen Dopingverstößen gesperrt. Salazar scheiterte mit seinem Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat Salazars Einspruch gegen eine vierjährige Dopingsperre abgelehnt. Dies teilte der CAS am Mittwoch (16.09.2021) offiziell mit und bestätigte damit entsprechende Berichte von BBC und "The Times". Der 63-Jährige, der das inzwischen eingestellte Nike Oregon Project betrieben hatte, war 2019 suspendiert worden - wegen "Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien", wie es in der CAS-Mitteilung hieß.

Vier Jahre Sperre wegen Dopingvorwürfen gegen Salazar

Bei den Verfehlungen, die die Anti-Dopingbehörde USADA gegen Salazar zusammengetragen hatte, geht es um die Jahre 2010 bis 2014. Der gebürtige Kubaner soll Dopingproben manipuliert und mit verbotenen Mitteln wie Testosteron gehandelt haben. Die USADA hatte Salazar daraufhin im September 2019 für vier Jahre gesperrt. Salazar hatte die Anschuldigungen bestritten und Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof eingelegt. Bislang wurde kein Athlet, der unter ihm trainiert hatte, jemals positiv auf eine verbotene Substanz getestet.

CAS lehnt Einpruch von Salazar und Brown ab

Wie die BBC berichtete, wird der Internationale Sportgerichtshof in den kommenden Tagen einen umfassenden Bericht über die Dopingvorwürfe vorlegen. Auch die Sperre gegen den Arzt Jeffrey Brown bleibt nach dem CAS-Spruch bestehen. Brown, ein enger Vertrauter Salazars, hatte ebenfalls Einspruch vor dem CAS eingelegt.

Zu den Spitzenathleten, die unter Salazar am Oregon Project trainierten, gehörte unter anderem auch der britische Vierfach-Olympiasieger Mo Farah. Der Läufer hatte die Zusammenarbeit 2017 beendet, aber bestritten, dass dies etwas mit den damals publik gewordenen Dopingvorwürfen gegen den Trainer zu tun gehabt habe. Auch die deutsche Spitzenläuferin Konstanze Klosterhalfen trainierte bis zur Schließung in Oregon, hatte aber stets betont, dass sie nicht mit Salazar trainiert habe.

Lebenslange Sperre nach Missbrauchsvorwürfen

Im vergangenen Juli war Salazar zudem vom amerikanischen "Safe Sport"-Center lebenslang gesperrt worden, nachdem Athletinnen aus seiner Trainingsgruppe wie Mary Cain, Kara Goucher und Amy Yoder Begley den Vorwurf erhoben hatten, von ihm emotional und körperlich missbraucht worden zu sein. Der frühere Marathonläufer gab "gefühllose oder unsensible" Kommentare zu, bestritt jedoch, dass Sportlerinnen unter seiner Aufsicht Missbrauch oder Diskriminierung erlitten hätten. 

red/sid/dpa | Stand: 16.09.2021, 14:15

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