Maren Weigel jubelt im WM-Gruppenspiel gegen Japan

Handball-WM der Frauen Deutschland startet mit Zittersieg gegen Japan

Stand: 01.12.2023 11:02 Uhr

Die deutschen Handball-Frauen sind am Donnerstag (30.11.2023) mit einem hart erkämpften Sieg gegen Japan in die WM in Dänemark, Schweden und Norwegen gestartet. Ein souveräner Auftritt war es aber nicht - das Siegtor fiel in letzter Sekunde.

Beim 31:30 (18:17)-Erfolg für die Mannschaft von Coach Markus Gaugisch ließ sich Japan lange Zeit einfach nicht abschütteln.

Schon der Auftakt war extrem zäh, die Nervosität im deutschen Spiel war spürbar, als Haruno Sasaki in der 6. Minute eine 6:3-Führung für die Asiatinnen herauswarf. Über Maren Weigel und Amelie Berger kam das DHB-Team zwar heran, doch die erste Führung gelang erst in der 18. Minute, als Xenia Smits zum 8:7 traf.

Deutschlands Mini-Führung zur Pause

Die Partie blieb aber extrem eng und umkämpft, keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Weigel und Antje Döll besorgten in der 23. und 24. Minute erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung, doch viele Offensivfouls und Ballverluste brachten Japan wieder zurück ins Geschehen: Mit 18:17 ging es in die Pause, in der 32. Minute gelang Haruno Sasaki sogar der erneute Ausgleich zum 18:18.

Spielszene aus dem WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Japan

Spielszene aus dem WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Japan

Dann folgte der vorentscheidende Zwischenspurt. Annika Lott mit einem Doppelpack und Antje Döll stellten das Ergebnis auf 21:18, die Defensive stand nun deutlich sicherer, Sarah Wachter bekam im Gehäuse immer mehr Zugriff. Der Widerstand der Japanerinnen war damit zwar nicht gebrochen, doch heran kamen sie nicht mehr: Als Emily Bölk in der 48. Minute den Ball zur ersten Fünf-Tore-Führung ins Netz hämmerte, schien die Vorentscheidung gefallen.

Auszeit mit klaren Ansagen

Kurz vor Schluss kehrte nochmal der Schlendrian zurück, Gaugisch nahm in der 53. Minute eine Auszeit und nordete sein Team nochmal auf volle Konzentration und Präzision im Abschluss auf das immer wieder verwaiste Tor der Japanerinnen ein. Der Hinweis auf die Coolness in der Offensive verpuffte allerdings schnell, gleich mehrere Chancen wurden liegen gelassen, hinten verhinderte Katharina Filter im deutschen Tor in der Schlussphase zunächst noch Schlimmeres.

Doch Japan kam näher und näher, in der 59. Minute warf Antsuki Aizawa vom Siebenmeterpunkt sogar den 29:30-Anschlusstreffer und in der Schlussminute den 30:30-Ausgleich - ehe Xenia Smits in der letzten Sekunde das Siegtor erzielte.

Gaugisch zieht positives Fazit

Trotz der überraschend engen Partie zog Gaugisch ein positives Fazit. "Es ist nicht so, dass wir ein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir waren gut. Wir haben viele gute Sachen gemacht", lobte der 49-Jährige seine Spielerinnen und zollte dem Gegner Respekt: "Japan ist schwer zu verteidigen. Sehr variantenreich. Man sieht, dass die 16 Wochen im Jahr sehr diszipliniert ihre Systeme durchlaufen."

DHB-Trainer Gaugisch - "Ein guter Einstieg ins Turnier ist wichtig"

Sportschau, 01.12.2023 10:10 Uhr

Weiter geht es für das DHB-Team nun am Samstag (02.12.2023) um 18 Uhr gegen den Iran, zwei Tage später folgt das Match gegen Polen (20.30 Uhr, beide Spiele im Live-Ticker bei sportschau.de).