"Extrem gierig" auf das Triple: FC Bayern trifft auf Olympique Lyon

Der FC Bayern jubelt mit entschlossener Miene

Champions-League-Halbfinale

"Extrem gierig" auf das Triple: FC Bayern trifft auf Olympique Lyon

Bayern München will auf der vorletzten Hürde der "Mission Triple" nicht stolpern. Der Favorit ist vor Olympique Lyon allerdings gewarnt.

Lyon hatte zuletzt Juventus Turin mit Cristiano Ronaldo und Manchester City mit Kevin de Bruyne geschlagen, die Bayern sind also gewarnt. "Da muss man hellwach sein", sagte Manuel Neuer, Fehler könnten natürlich "schnell bestraft" werden und man könne "schnell draußen sein".

Die Rollen sind aber klar verteilt, spätestens mit der 8:2-Gala im Viertelfinale gegen den FC Barcelona ist der FC Bayern zum Topfavoriten auf den Titel geworden. Gegen Lyon könnte es den 20. Pflichtspielsieg in Serie geben, auch die Torquote von 4,33 pro Spiel in der Königsklasse zeugt von Dominanz. Doch der frühere französische Serienmeister (2002 bis 2008) blüht in der Außenseiterrolle auf.

Der Halbfinal-Fluch des FC Bayern

Sportschau 18.08.2020 02:11 Min. Verfügbar bis 18.08.2021 ARD


"Uwe-Seeler-Traditions-Mannschaft" soll es nicht wieder geben

"Lyon ist eine Mannschaft, die mit Herz verteidigt und die dann mit ihren schnellen Offensivspielern immer wieder Nadelstiche setzt", sagte Karl-Heinz Rummenigge dem "kicker": "Wir dürfen nicht glauben, dass wir ein leichtes Halbfinale haben werden."

Denn dann könnte es gar eine ähnliche Blamage wie beim 0:3 im Zwischenrundenspiel gegen Lyon am 6. März 2001 geben. Der damalige Präsident Franz Beckenbauer hielt im Anschluss seine legendäre Wutrede, bezeichnete das Team als "Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft".

Doch derzeit ist die Mannschaft von Trainer Hansi Flick auf dem besten Weg zum zweiten Triple der Vereinsgeschichte nach 2013. Nach dem 8:2 habe es "keine Partystimmung" in der Kabine gegeben, sagte Rummenigge, "kurz danach waren alle wieder fokussiert auf die nächste Aufgabe".

Jérôme Boateng zeigte sich entsprechend zuversichtlich. "Ich habe ehrlich gesagt schon vom ersten Tag an gemerkt, dass da was geht. Das war unser großes Ziel für die Saison. Wir haben in der Champions League auch von Anfang an besser gespielt als vielleicht in der Bundesliga. Wir waren extrem gierig die ganze Zeit, das hat man auch gemerkt", sagte der Innenverteidiger.

Benjamin Pavard ist zurück

Gute Nachrichten gab es auch von Benjamin Pavard. Der angeschlagene Franzose konnte nach knapp drei Wochen wieder "Teile des Teamtrainings" absolvieren, von seinen Kollegen war der Rechtsverteidiger mit Applaus auf dem Platz empfangen worden.

Nach seiner Bandverletzung an der linken Fußwurzel kämpft der 24-Jährige um sein Comeback, derzeit wird Flick aber wenig Gründe haben, seine Startelf zu verändern.

sid | Stand: 18.08.2020, 12:18

Weitere Themen

Darstellung: