Französischer Feiertag in der Champions League

Paris Saint-Germains Neymar (r.) im Spiel gegen Manchesters Aaron Wan-Bissaka (l.) und Scott McTominay (m.)

5. Spieltag

Französischer Feiertag in der Champions League

Ein Coup von Paris St. Germain bei Manchester United hat in der Champions-League-Gruppe von Fußball-Bundesligist RB Leipzig die Entscheidungen auf das Vorrunden-Finale in der kommenden Woche vertagt.

Nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg der Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel werden die beiden Achtelfinalisten in der Gruppe H erst in den beiden letzten Begegnungen ermittelt. In Borussia Dortmunds Gruppe F kämpfte der FC Brügge gegen Zenit St. Petersburg erfolgreich um seine Achtelfinal-Chance. Die Belgier verdienten sich durch ein 3:0 (1:0) ein "Endspiel" bei Lazio Rom.

Neymar trifft doppelt für PSG

Das Pendel im Duell der Leipziger Vorrundenrivalen in der Gruppe H schlug zunächst für PSG aus. Superstar Neymar (6. Minute) brachte den Finalisten der Vorsaison früh in Führung, doch Marcus Rashford (32.) setzte die "Red Devils" zunächst wieder in die Achtelfinalspur.

Aber Paris ging durch Marquinhos (69.) erneut in Führung, noch bevor die Briten durch eine Gelb-Rote Karte gegen Fred (70.) in Unterzahl gerieten und dezimiert die Entscheidung durch Neymars zweiten Treffer (90.+1) hinnehmen mussten. Paris, wo Nationalspieler Thilo Kehrer in der Schlussphase zur Behauptung des Vorsprungs ins Spiel kam, könnte nun gegen Istanbul Basaksehir im Fall einer Leipziger Niederlage gegen ManUnited auch ohne einen eigenen Punktgewinn weiterkommen.

Statistik

Fußball · Champions League · 5. Spieltag 2020/2021

Mittwoch, 02.12.2020 | 21.00 Uhr

Wappen Manchester United

Manchester United

de Gea – Wan-Bissaka (90. Ighalo), Lindelöf, Maguire, Telles – McTominay, Rodrigues de Paula Santos – Rashford (74. Pogba), B. Fernandes, Martial (79. Greenwood) – Cavani (79. van de Beek)

1
Wappen Paris St. Germain

Paris St. Germain

Navas – Florenzi (79. Kehrer), Marquinhos, Diallo (90. Gueye), P. Kimpembe – Verratti (78. Rafinha), Pereira, Paredes (65. Herrera) – Neymar, Kean (64. Bakker), Mbappe

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Neymar (6.)
  • 1:1 Rashford (32.)
  • 1:2 Marquinhos (69.)
  • 1:3 Neymar (90.+1)

Strafen:

  • gelbe Karte Paredes (2 )
  • gelbrote Karte Rodrigues de Paula Santos (70./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte Verratti (2 )

Schiedsrichter:

  • Daniele Orsato (Italien)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Mittwoch, 02.12.2020, 22:55 Uhr

Giroud schießt alle vier Tore

Chelseas Olivier Giroud feiert sein Tor im Spiel gegen Sevilla

Chelseas Olivier Giroud feiert sein Tor im Spiel gegen Sevilla.

In den beiden anderen Gruppen spielten die jeweiligen zwei Topteams nach ihren schon zuvor gebuchten Achtelfinal-Tickets lediglich noch um Platz eins. Dabei sorgte der FC Chelsea in der Gruppe E mit den deutschen Nationalspielern Kai Havertz, Antonio Rüdiger (in der Startelf) und Timo Werner (eingewechselt) durch ein deutliches 4:0 (1:0) bei Europa-League-Sieger FC Sevilla auch schon für die vorzeitige Entscheidung zu seinen Gunsten.

Umjubelter Matchwinner für Chelsea war der französische Vierfach-Torschütze Olivier Giroud (8., 54., 74. und 83., Foulelfmeter).

Statistik

Fußball · Champions League · 5. Spieltag 2020/2021

Mittwoch, 02.12.2020 | 21.00 Uhr

Wappen FC Sevilla

FC Sevilla

Pastor – J. Navas (59. Kounde), Gomez, Carlos, Rekik – Rakitic (75. O. Torres), Gudelj, Rodriguez (60. Jordán) – Vazquez (66. Munir), En-Nesyri, Idrissi (60. Ocampos)

0
Wappen FC Chelsea

FC Chelsea

Mendy – Azpilicueta, Christensen, Rüdiger, Emerson – Kovacic (67. Ziyech), Jorginho (85. Gilmour) – Hudson-Odoi, Havertz (67. Kanté), Pulisic (67. Mount) – Giroud (84. Werner)

4

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Giroud (8.)
  • 0:2 Giroud (54.)
  • 0:3 Giroud (74.)
  • 0:4 Giroud (83./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte Gudelj (1 )
  • gelbe Karte Kovacic (2 )
  • gelbe Karte Idrissi (1 )
  • gelbe Karte Pulisic (1 )
  • gelbe Karte Gomez (1 )
  • gelbe Karte Ziyech (2 )
  • gelbe Karte Mount (2 )
  • gelbe Karte Jordán (3 )

Schiedsrichter:

  • Artur Soares Dias (Portugal)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Mittwoch, 02.12.2020, 22:55 Uhr

Barcelona siegt auch ohne Messi und ter Stegen

Dem FC Barcelona ist unterdessen der Sieg in der Gruppe G nach seinem 3:0 (3:0)-Erfolg bei Ferencvaros Budapest, bei dem Barça-Coach Ronald Koeman Superstar Lionel Messi und Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen schonte, auch kaum noch zu nehmen. Barcelonas Tore in Budapest erzielten Antoine Griezmann (14.), Martin Braithwaite (20.) und der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé (28., Foulelfmeter).

Juventus blieb durch ein 3:0 (1:0) gegen Dynamo Kiew zwar in Schlagdistanz zu den Katalanen, müsste für den Gruppensieg zum Vorrundenabschluss in Barcelona aber mit zwei Toren Unterschied gewinnen. In Turin trug sich auch der nach seiner Pause am vergangenen Wochenende in die Anfangsformation der Italiener zurückgekehrte Superstar Cristiano Ronaldo mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 (57.) in die Torschützenliste ein.

Ex-HSV-Spieler lässt Krasnodar jubeln

Krasnodars Marcus Berg nach seinem Tor gegen Rennes

Reklamieren zwecklos: Krasnodars Marcus Berg bejubelt sein Tor gegen Rennes.

In der Gruppe E war für FK Krasnodar das Ausscheiden in der Champions League schon vor dem Anpfiff klar - aber dank des Ex-HSV-Spielers Marcus Berg dürfen die Russen immerhin in der Europa League weitermachen. Mit dem 1:0 (0:0) über Stade Rennes hat Krasnodar nun drei Punkte Vorsprung vor dem französischen Klub und kann dank des besseren direkten Vergleichs nicht mehr von Gruppenplatz drei verdrängt werden.

In der eher zähen Partie in Krasnodar sahen die 8.747 Zuschauer nur wenige echte Torchancen auf beiden Seiten. In der 72. Minute entschied dann der in Hamburg noch bestens bekannte Berg die Partie mit einem beherzten Solo: Im Zentrum schüttelte er zwei Gegenspieler ab und vollstreckte mit einem kernigen Flachschuss zum ersten Sieg der Südrussen in dieser Gruppenphase. In Hamburg hatte Berg zwischen 2009 und 2013 in 54 Partien fünf Tore erzielt und wurde vielfach als Fehleinkauf bezeichnet.

sid/ch | Stand: 02.12.2020, 23:11

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