Corona-Impfung

Kommentar: Kimmich - Schluss mit dem Unsinn

Von Jan Wochner

Wer sagt’s ihm? Das meine ich ganz ernst. Wer sagt es ihm? Oder hört er einfach nicht zu und verschließt dazu noch seine Augen? Joshua Kimmich hat sich vorerst also nicht impfen lassen. Das ist seine freie Wahl und wirkt dann doch in vielerlei Hinsicht sonderbar und fragwürdig.

Aber ganz ungeachtet dessen, stört mich vor allem eins. Angesprochen auf die Gründe für seine Entscheidung, äußerte Kimmich Bedenken, die ganz offensichtlich Unsinn sind. Kimmich argumentiert nämlich, er habe sich nicht impfen lassen, weil er Langzeitstudien abwarten wolle.

Und genau hier liegt sein grundlegender Irrtum. Denn bei Impfstoffen gibt es keine Nebenwirkungen, die erst spät auftreten. Wenn, dann geschieht das zeitnah, also binnen weniger Stunden, weniger Tage, im Zweifel binnen weniger Wochen nach der Impfung.

Keine wissenschaftlichen Zweifel

Verspätet erkannte Nebenwirkungen, die im Rahmen von Langzeitstudien festgestellt werden, gibt es bei Impfungen nicht. Natürlich kann es Nebenwirkungen geben, die auch langfristige Schäden verursachen, aber diese treten nun mal nicht verspätet auf. Daran besteht auch aus wissenschaftlicher Sicht kein Zweifel.

"Grundlegender Irrtum" - Kommentar zu Joshua Kimmich Sportschau 24.10.2021 01:34 Min. Verfügbar bis 24.10.2022 ARD Von Jan Wochner

Bei den Corona-Impfstoffen haben wir sogar noch den Vorteil, dass sie weltweit schon millionenfach verimpft wurden. Sodass selbst die Erkennung ganz seltener Nebenwirkungen vereinfacht worden ist.

Joshua Kimmich steht es selbstverständlich frei, sich in der Impffrage zu entscheiden, wie er will. Nur Schluss bitte mit Unsinn vor Mikrofonen zum Thema Langzeitstudien bei Impfstoffen.

Vielleicht weiß es Kimmich auch einfach nicht besser. Nur dann stellt sich wieder die Eingangsfrage: Wer sagt es ihm?