Chance auf NFL-Spiel in Deutschland steigt

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Chance auf NFL-Spiel in Deutschland steigt

Die US-Football-Liga NFL hat zum ersten Mal seit 1978 ihr Format verändert und wird in der kommenden Saison 17 statt bislang 16 Hauptrundenspieltage austragen. Ab 2022 soll auch der internationale Spielplan ausgebaut werden - Berlin oder München sind als Heimspielstätte im Gespräch.

Die National Football League teilte die Pläne über den Ausbau des Spielplans nach einer Sitzung der Teambesitzer mit. Die Zahl der Vorbereitungsspiele je Mannschaft wird im gleichen Schritt von vier auf drei reduziert. Hintergrund der Entscheidung sind die zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten durch ein weiteres Hauptrunden-Spiel. "Ein Vorteil dieser neuen Regelung ist, dass wir weltweit weiter wachsen können", sagte NFL-Commissioner Roger Goodell.

Markterweiterung durch Brasilien und Deutschland?

"Weltweit" ist ein Stichwort, das auch deutschen Football Fans wohl berechtigte Hoffnung macht. Denn ab der Saison 2022 sollen pro Spielzeit verbindlich vier Partien außerhalb der USA ausgetragen werden - und das nicht mehr nur wie bisher in London und Mexiko, sondern, so heißt es aus gewöhnlich bestens informierten Journalistenkreisen, auch in Brasilien und Deutschland. München und Berlin gelten, so die "Leaks" aus dem NFL-Meeting, als ernsthafte Kandidaten.

Die Erhöhung der Reichweite und die Erschließung des deutschen Markts sind Anliegen, die unter anderem der mächtige Robert Kraft, Besitzer der New England Patriots, schon länger befürwortet hatte. Die Patriots sind gemeinsam mit den Seattle Seahawks und den Green Bay Packers eines der Teams, das in Deutschland die größte Fangemeinde besitzen dürfte.

"Verpflichtung" macht die Spiele für Teams attraktiver

Aber auch die Anhänger anderer Teams dürfen hierzulande hoffen: Denn eine der "Unannehmlichkeiten" der internationalen Spiele war bisher, dass eines der teilnehmenden Teams freiwillig auf ein Heimspiel "verzichten" musste. Diese Problematik wird aufgeweicht, denn ab 2022 soll jedes Team im Zeitraum bis 2030 mindestens eine Partie auf internationalem Boden ausgetragen haben. Die Packers haben bisher beispielsweise als einzige NFL-Franchise bisher noch nie außerhalb der USA gespielt. Das wird sich nun definitiv ändern.

2021 wieder komplett mit Fans?

Goodell zeigte sich zudem optimistisch, schon in der kommenden Saison in allen NFL-Stadien wieder Zuschauer empfangen zu können: "Football ist einfach nicht das Gleiche ohne Fans. Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Saison wieder volle Stadien haben werden." Auch in der NFL hatten aufgrund der Corona-Pandemie teilweise Spiele vor leeren Rängen stattgefunden.

red/dpa/sid | Stand: 31.03.2021, 12:50

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