Wintersport DSV bekräftigt - FIS-Präsident Eliasch widerrechtlich gewählt

Stand: 20.06.2022 17:15 Uhr

Der DSV hat seine Schritte gegen die Wahl von FIS-Präsident Eliasch verteidigt. Die FIS erwidert, dass die Wahl korrekt gelaufen sei.

"Wir haben den Sachverhalt noch einmal juristisch prüfen lassen. Unsere Anwälte, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, sind bei ihrer ersten Einschätzung geblieben, wonach die Wahl des FIS-Präsidenten weder den FIS-Statuten noch den Vorgaben des Schweizer Vereinsrechts entspricht", sagte Stefan Schwarzbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Skiverbands, am Montag (20.06.2022).

Ein "Nein" war bei der Abstimmung nicht möglich

Johan Eliasch war mit 70 Ja-Stimmen für vier weitere Jahre in seinem Amt als Präsident des Internationalen Ski- und Snowboardverbands (FIS) bestätigt worden. 56 der 126 stimmberechtigten Verbände drückten ihre Ablehnung durch Enthaltung aus. Bei der Wahl in Mailand hatten die Delegierten nur die Möglichkeit, für Eliasch zu stimmen oder sich zu enthalten - eine Abstimmung mit "Nein" war nicht möglich.

Der DSV sowie die Verbände aus Österreich, der Schweiz und Kroatien hatten die FIS laut der Mitteilung am Freitag darüber informiert, dass sie die Wahl vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) überprüfen lassen werden. Als Begründung hätten sie angegeben, dass seinerzeit "offensichtlich nach demokratischen Grundsätzen formulierte und korrekt eingereichte oder eingebrachte Verfahrensanträge vom externen Rechtsbeistand der FIS nicht zugelassen wurden".

Er rechne mit einem Urteil frühestens in drei Monaten, so Schwarzbach weiter. "Dass es keine Entscheidung ist, die uns sonderlich leicht gefallen ist, kann man sich vorstellen. Dass wir einen Urteilsspruch vom CAS brauchen, gab es meines Wissens bislang noch nicht. Uns ist bewusst, dass wir damit nicht unbedingt für Ruhe sorgen. Aber uns bleibt einfach keine andere Wahl", so Schwarzbach.

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FIS: "Vorgebrachte Anschuldigungen sind unbegründet und substanzlos"

Die FIS teilte mit, man sei "zuversichtlich", dass die Wahl beim Kongress im Mai "in strikter Übereinstimmung mit den FIS-Statuten und dem Schweizer Recht abgehalten wurde", heißt es in einer Stellungnahme.

Diese Sicht der Dinge werde "von den Rechtsberatern der FIS bestätigt". Darüber hinaus sei der Verband der Ansicht, "dass die vorgebrachten Anschuldigungen völlig unbegründet und substanzlos sind".